NEUDAU KENNENLERNEN
Neudau am Rand der Lafnitzauen
In Neudau liegen die Siedlung und das Lafnitztal nahe beieinander; der Fluss bildet zugleich die Grenze zum Burgenland. Die Marktgemeinde umfasst auch Unterlimbach und erstreckt sich über 13,65 Quadratkilometer. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 1.547 Menschen.
Lafnitz und Teiche prägen den Raum
Der Hauptort liegt im Talraum an der Lafnitz, während sich westlich davon bewaldete Höhen anschließen. In der Gemeinde liegen der Große Neudauer Teich und der Fuchsschweifteich; beide gehören laut Gemeinde zur Besitzfamilie Kottulinsky. Die Lafnitz verläuft in Mäandern an der Landesgrenze und bewahrt abschnittsweise Auwälder. Die Ortsentwicklung trifft hier auf Hochwasserschutz: Das örtliche Entwicklungskonzept betont die Bedeutung natürlicher Rückhalteräume und will Naherholungsnutzungen nur in dafür geeigneten Bereichen ermöglichen. Landschaft und Siedlung sind daher eng an den Fluss und seine wechselnden Wasserstände gebunden.
Arbeit vor Ort und Pendeln in die Region
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Neudau 110 Arbeitsstätten und 454 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. Zugleich pendelten 71,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde aus. Nach dem Ende der Garnfabrik sind heute andere Tätigkeiten sichtbar. Im Ortszentrum verkauft Expert-ADLER Elektrogeräte und übernimmt Elektroinstallationen; in Unterlimbach vermittelt ein Vertriebspartner Fertighäuser, und eine Haus- und Gartenbetreuung bietet praktische Dienstleistungen an. Damit stehen dem früheren großen Textilwerk heute Handel, handwerklicher Service und kleinere Dienstleistungen gegenüber. Der Elektrohandel versorgt Haushalte, während die Montagearbeiten über den Laden hinausgehen. Die frühere Textilproduktion bleibt im Ortsbild sichtbar.
Ein Industriestandort im bäuerlichen Umfeld
Die Geschichte Neudaus ist mit der Textilproduktion verbunden. Ein Zweigwerk der in Burgau gegründeten Garnfabrik entstand 1845 im Ort; später wurden Spinnerei und Weberei hier konzentriert. Die Gemeindechronik beschreibt, wie sich Neudau ab dem späten 18. Jahrhundert zum Industrieort entwickelte, während Unterlimbach bäuerlich geprägt blieb. Diese unterschiedlichen Ursprünge erklären, warum die heutige Gemeinde trotz ihrer geringen Fläche zwei verschiedene Ortsbilder bewahrt. Nach der Schließung der Fabrik sind die früheren Produktionsgebäude kein Hinweis auf aktuelle Textilbeschäftigung, doch die Industriegeschichte bleibt ein prägender Teil der Ortsidentität. Nach der Werkserweiterung um 1870 wuchsen laut Ortschronik auch Einwohnerzahl, Handel und Gewerbe im Ort.
Radweg und Badeangebote
Für Ausflüge bietet Neudau unterschiedliche Wege ans Wasser. Der Lafnitz-Radweg führt über etwa hundert Kilometer von Markt Allhau über Neudau bis nach Szentgotthárd. Im Ort gibt es ein Freibad; in der kühleren Jahreszeit werden Hallenbad und Sauna angeboten. An der Lafnitz lässt sich die Flusslandschaft auf ausgewiesenen Wegen erleben. Der Große Neudauer Teich und der Fuchsschweifteich prägen das Landschaftsbild, stehen aber in Privatbesitz. Wer einen frei zugänglichen Halt sucht, kann daher den Radweg oder das kommunale Bad wählen. Auch in Unterlimbach gibt es mit Spielplatz und Gemeindeteichanlage eigene Freizeitorte. Die Sportanlagen und Spielplätze in beiden Ortsteilen ergänzen diese Ziele für kürzere Aufenthalte und für den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Neudau – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Marktgemeinde Neudau – Wirtschaft
- Marktgemeinde Neudau – Natur & Freizeit
- Marktgemeinde Neudau – Ausflugsziele
- Marktgemeinde Neudau – Sehenswürdigkeiten
- Marktgemeinde Neudau – Die Geschichte der Marktgemeinde Neudau
- Marktgemeinde Neudau – Örtliches Entwicklungskonzept 1.00
- Expert Adler – Standort und Leistungen in Neudau
Stand der Angaben: 14.10.2026
