GEMEINDE · KÄRNTEN

Kappel am Krappfeld

Ein fruchtbares Becken mit alten Pfarrorten und zwei Burgen

GEMEINDEKENNZIFFER20512
Filialkirche hl. Pankratius in Dürnfeld, Gemeinde Kappel am Krappfeld.
Filialkirche hl. Pankratius in Dürnfeld, Gemeinde Kappel am Krappfeld. · Foto: Johann Jaritz / CC BY-SA 3.0 at · „Kappel am Krappfeld Duernfeld 13 Filialkirche hl Pankratius 12092015 7344“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 923
01.01.2026
Fläche
49,70 km²
Bevölkerungsdichte
38,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9321
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

KAPPEL AM KRAPPFELD KENNENLERNEN

Kappel am Krappfeld: Kirchen und Herrensitze

Kappel am Krappfeld liegt im Bezirk Sankt Veit an der Glan. Die Gemeinde zählt 1.923 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 49,70 Quadratkilometer. Kirchen, Burgen und ein Schloss erinnern an die religiöse und herrschaftliche Geschichte des Krappfelds.

Krappfeld und Gurk

Das Krappfeld ist eine fruchtbare Beckenlandschaft, die sich im Osten zum Brückler Bergland erhebt. Die Gurk entwässert große Teile des Gemeindegebiets. Sechs Katastralgemeinden – Dobranberg, Dürnfeld, Krasta, Mannsberg, St. Martin am Mannsberg und Silberegg – gliedern 37 Ortschaften. Der Ortsname Kappel geht auf eine frühe capella zurück. St. Martin am Krappfeld war eine wichtige Mutterpfarre der Umgebung; ihr stattlicher Pfarrhof steht etwas abseits auf einer Anhöhe.

Pfarrkirchen in Kappel und Silberegg

Die Pfarrkirche in Kappel ist dem heiligen Paulus geweiht und besitzt einen gotischen Karner. Urkunden nennen die Kirche 1041 und 1060. Im Kern romanisch, erhielt die Kirche 1513 ein spätgotisches Sternrippengewölbe; der Umbau zur heutigen barocken Gestalt folgte Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Weihe nach dem spätgotischen Umbau nahm der Lavanttaler Bischof Leonhard am 31. Juli 1521 vor. Die Pfarrkirche St. Georg in Silberegg bewahrt zahlreiche Grabdenkmäler ehemaliger Besitzer der Herrschaft. Eine Urkunde von 1202 nennt den Vorgängerort Zungoisdorph. In Silberegg enthält der heutige Bau wohl Teile eines romanischen Vorgängers; im 15. Jahrhundert kam der gotische Chor hinzu, in der Barockzeit folgten Gewölbe und Sängerempore. Statt eines Hochaltars steht dort ein sarkophagartiger Altartisch mit Tabernakel zwischen zwei Engeln und einer kleinen Kreuzigungsgruppe. Die Kirche in St. Martin ist 991/1023 urkundlich erwähnt; auf dem Pfarrhof sind bis heute Schießscharten sichtbar, die auf eine frühere wehrhafte Nutzung hinweisen.

Mannsberg und Silberegg

Auf dem Ausläufer eines Berghangs liegt Burg Mannsberg auf 691 Metern Seehöhe. Sie ist 1065 erstmals urkundlich erwähnt. Die nahe Burgruine Altmannsberg entstand ungefähr zur selben Zeit und war bis ins 16. Jahrhundert bewohnt. Südlich von Althofen steht Schloss Silberegg, dessen Vorgänger 1274 urkundlich genannt wird; seine heutige dreigeschoßige Gestalt entstand im 16. Jahrhundert. Mannsberg war von 1627 bis 1876 im Besitz des Gurker Dompropstes, Silberegg ein weiterer Herrschaftssitz auf heutigem Gemeindegebiet.

Von Krasta zur heutigen Gemeinde

Nach den Verwaltungsreformen von 1848/49 entstanden 1850 zunächst die Ortsgemeinden Krasta und Silberegg. Sie wurden 1870 zur Gemeinde Krasta vereinigt. Der Name Kappel am Krappfeld wurde 1958 angenommen. Bei der Gemeindestrukturreform der frühen 1970er Jahre blieb Kappel selbständig: Eine geplante Auflösung wurde durch eine Volksabstimmung verhindert. 1973 kamen 27 Hektar unbewohntes Agrarland von Meiselding hinzu; 257 Hektar mit 25 Einwohnern wechselten zu Mölbling. Bei der Agrarstrukturerhebung 2010 wurden 84 landwirtschaftliche Betriebe erfasst, davon 42 im Haupterwerb, 39 im Nebenerwerb und drei von juristischen Personen geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 55 Personen im Bau und 39 in der Warenherstellung; soziale und öffentliche Dienste waren mit 40 Beschäftigten der größte Dienstleistungsbereich (Stand 2011).

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Kappel am Krappfeld auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 985
31.10.2021 · Registerzählung1 957
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 923

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
661
NUTS-3-Region
Unterkärnten (AT213)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Kappel am Krappfeld

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.