GEMEINDE · SALZBURG

Hüttschlag

Der Ort verbindet alpine Alltagsräume mit Schutzgebiet, Bergsteigerdorf und Almwirtschaft.

GEMEINDEKENNZIFFER50413
Ortsansicht von Hüttschlag
Ortsansicht von Hüttschlag · Foto: Arne Müseler / arne-mueseler.com / CC-BY-SA-3.0 · „Hüttschlag“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 de · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
879
01.01.2026
Fläche
97,18 km²
Bevölkerungsdichte
9,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
5612
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

HÜTTSCHLAG KENNENLERNEN

Hüttschlag: Das Tal endet am Nationalpark

Hüttschlag liegt am Ende des Großarltals, rund acht Kilometer südlich von Großarl. Die Gemeinde im Bezirk St. Johann im Pongau zählt 879 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 97,18 Quadratkilometern. Ein Teil des Gemeindegebiets gehört zum Nationalpark Hohe Tauern; zugleich ist Hüttschlag ein Bergsteigerdorf. Diese Kombination prägt Wege, Tourismus und Landschaftspflege: Der Ort ist ein Wohngebiet im hochalpinen Tal und Ausgangspunkt für Naturerlebnisse.

Drei Ortsteile im oberen Tal

Hüttschlag, Karteis und See bilden die drei Ortschaften und Katastralgemeinden. Das Siedlungsband folgt der Großarler Ache und der Landesstraße, während Höfe und Almen in Seitentälern und an Hängen liegen. Am oberen Talende weitet sich die Landschaft zum Talschluss; hier beginnt der Übergang in hochalpine Gebiete. Der Keeskogel ist mit 2.884 Metern der höchste Gipfel der Gemeinde. Seit 1991 liegt rund ein Drittel des Gemeindegebiets im Nationalpark Hohe Tauern. Der Schutzstatus betrifft nicht nur Gipfel und Fels, sondern auch die von Menschen geprägten Almflächen und Wälder.

Almwirtschaft, Gastlichkeit und Pendeln

Die Arbeitsstättenzählung 2024 zählt in Hüttschlag 92 Arbeitsstätten und 248 Beschäftigungsverhältnisse. Dienstleistungen stellten 69,6 Prozent der Arbeitsstätten; zugleich entfielen 30,2 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse auf den sekundären Sektor. 65,1 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Hüttschlag pendelten aus. Das Bild ist somit nicht auf Tourismus allein zu reduzieren. Eine konkrete örtliche Tätigkeit ist die Bewirtschaftung von Almhütten: Im Großarltal bieten Almbauern auf saisonal geöffneten Hütten selbst erzeugte Lebensmittel und einfache Jausen an. Die Hütten versorgen Wanderer und halten zugleich die Almwirtschaft sichtbar. Zu den Einkehrzielen im Gemeindegebiet gehören die beiden Hütten auf der Draugsteinalm. Ihre Lage verbindet Almwirtschaft mit dem Wanderangebot des Tals.

Bergsteigen im Schutzgebiet

Hüttschlag gehört seit 2008 zur Initiative der Österreichischen Bergsteigerdörfer. Deren Leitbild setzt auf Bergsport und sanften Tourismus. Im Ort bedeutet das vor allem Wandern, Bergsteigen und Skitourengehen statt eines großen alpinen Freizeitparks. Der Nationalpark Hohe Tauern gibt dem oberen Tal einen besonderen Schutz- und Vermittlungsrahmen. Besucher finden hier Wanderwege, Landschaften mit Wald und Almflächen sowie den Zugang zu hoch gelegenen Bergzielen. Das Talmuseum erklärt die Nutzung von Almflächen und Wald mit interaktiven Stationen, etwa zur Käseherstellung. Im Ortszentrum zeigt eine Streetart-Galerie an der Mauer unter dem Gemeindeamt großformatige Motive von Nationalparkvögeln.

Vom Bergbauort zum Bergsteigerdorf

Hüttschlag war über Jahrhunderte auch ein Bergbauort. Kupfer- und Schwefelabbau ist für das Mittelalter belegt; die Aufbereitung und Schmelze lagen an verschiedenen Stellen im Tal. Eine Naturkatastrophe zerstörte 1517 Anlagen in der Wolfau. Im 19. Jahrhundert endete der Bergbau, worauf sich die Erwerbsgrundlage wieder stärker auf Landwirtschaft und Waldwirtschaft stützte. Diese Abfolge erklärt, weshalb Hüttschlag nicht nur als idyllischer Talschluss beschrieben werden kann: Der alpine Raum war immer auch Arbeitsgebiet. Später gewann der Tourismus Bedeutung, zunächst mit Wandern und Bergsteigen, heute ergänzt durch Langlauf und Winterwandern.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 13.10.2026

GEOGRAFIE

Hüttschlag auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung889
31.10.2021 · Registerzählung909
01.01.2026 · Bevölkerungsstand879

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
343
NUTS-3-Region
Pinzgau-Pongau (AT322)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Hüttschlag

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.