PFARRWERFEN KENNENLERNEN
Zwischen Salzach und Mühlbach
Am Fuß des Tennengebirges läuft Pfarrwerfen vom Salzachtal in Seitentäler und höher gelegene Weiler aus. Die Gemeinde im Bezirk St. Johann im Pongau zählt 2.630 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 37,98 Quadratkilometer. Dorfwerfen liegt nahe der Salzach; zugleich gehören Siedlungen im Fritztal und am Gebirgsrand zum Gemeindegebiet. Diese räumliche Staffelung prägt Wege, Arbeit und Freizeit.
Ein Tal und seine Seitensiedlungen
Pfarrwerfen liegt im Salzachpongau am rechten Talhang und reicht an den Südwestfuß des Tennengebirges. Vom Hauptort Dorfwerfen verzweigen sich kleinere Siedlungsbereiche: Ellmauthal und Pöham liegen im Fritztal, andere Weiler ziehen sich über den Hang hinauf. Die beiden Katastralgemeinden Dorfwerfen und Grub umfassen insgesamt neun Ortschaften. Die A10 und die Salzburg-Tiroler-Bahn verlaufen in Talnähe; Bahnstation und Autobahnanschluss Werfen/Pfarrwerfen verbinden den Ort mit dem Pongau und dem Salzburger Zentralraum.
Wasser als Arbeitskraft
Am Mühlbachl stehen die sieben historischen Gmachmühlen, kleine Mühlenräume, die einst der bäuerlichen Selbstversorgung dienten. Das Freilichtmuseum macht entlang eines Rundwegs die Verarbeitung von Getreide und die Technik des Mahlens nachvollziehbar. Der Rundweg ist laut Tourismusverband vom 1. Mai bis 31. Oktober tagsüber zugänglich; die Schaugebäude zeigen die frühere Arbeit am Bach. Bei Vorführungen wird der Unterschied zwischen dem bloßen Betrachten einer Mühle und dem tatsächlichen Mahlvorgang deutlich.
Arbeit im Ort und im Pongau
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Pfarrwerfen 273 Arbeitsstätten und 866 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus; das sind Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort, nicht die Zahl der Erwerbstätigen, die hier wohnen. 54,9 Prozent der Arbeitsstätten lagen im tertiären Sektor, 30,5 Prozent der Beschäftigten im sekundären. Zugleich pendelten 74,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort aus. Vor Ort stehen unterschiedliche Tätigkeiten nebeneinander: Die Gemeinde führt etwa Tischlerei Weiglhofer und Schiedermeier Haustechnik als Betriebe an; bei letzterem geht es um Sanitär- und Heizungsinstallationen. Dazu kommen Handwerk und Dienstleistungen.
Wohnen zwischen Dorf und Bergen
Pfarrwerfen verbindet dörfliche Alltagswege mit der Nähe zu größeren Pongauer Zentren. Die Bahnstation liegt an der Salzburg-Tiroler-Bahn; die Gemeinde nennt außerdem die gute Straßenanbindung als Standortvorteil. Im Hauptort liegen Gemeindeamt und Pfarrkirche nah beieinander; Pöham und Ellmauthal liegen dagegen im Fritztal. Auch beim Erkunden zeigt sich diese Gliederung: Der Mühlenrundweg liegt am Mühlbachl, während die höher gelegenen Weiler andere Ausblicke auf das Tennengebirge eröffnen.
Ein Ortsname mit kirchlichem Ursprung
Der Name Pfarrwerfen erinnert an die frühe Bedeutung der Pfarre Sankt Cyriak, die bereits im Mittelalter mehrere umliegende Gemeinden seelsorglich betreute. Die Pfarre ist 1074 als bereits bestehend belegt. Der heutige Kirchenbau stammt im Kern aus dem späten 14. Jahrhundert; später kamen unter anderem die Wölbung des Mittelschiffs und ein neuer Chor hinzu. Auch die Vorhalle am Westportal gehört zu dieser späteren Baugeschichte. Am Bau lässt sich daher eine längere Geschichte ablesen, ohne die mittelalterliche Erwähnung mit der Errichtung der heutigen Kirche gleichzusetzen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Pfarrwerfen – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Pfarrwerfen im Salzburger Land - Ein schönes Stück Heimat
- Pfarrkirche Sankt Cyriak
- Freilichtmuseum 7 Mühlen
- Wirtschaft in Pfarrwerfen
- Bürgermeister begrüßt: Pfarrwerfen als Wohn- und Wirtschaftsstandort
- Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse
Stand der Angaben: 13.10.2026
