HARTL KENNENLERNEN
Hartl: Landwirtschaft und Gewerbe an der Wechselstraße
Im Gewerbepark Hartl treffen Obst- und Gemüsehandel, Logistik und Handwerk an der Wechselstraße zusammen. Die Gemeinde zählt 2.117 Einwohner (1. Jänner 2026) auf 33,75 km² und besteht seit 2015 aus den früheren Gemeinden Hartl, Großhart und Tiefenbach bei Kaindorf.
Bachtäler und verstreute Ortsteile
Das Gemeindegebiet liegt im oststeirischen Hügelland südlich von Hartberg. Der Nörningbach fließt durch das gleichnamige Tal und entwässert mit Nebenbächen in Richtung Pöllauer Safen. Fünf Ortschaften verteilen sich über die Fläche: Großhart, Hartl, Neusiedl, Obertiefenbach und Untertiefenbach. Die Ortsteile sind zugleich Katastralgemeinden und bewahren ihre eigenen Namen, obwohl sie seit 2015 gemeinsam verwaltet werden. Die Gemeinde ist damit räumlich weitläufiger als der namensgebende Hauptort. Richtung Norden liegt die Wechselstraße, während die A2 über die Anschlussstelle Sebersdorf/Bad Waltersdorf erreichbar ist. Einen Bahnanschluss gibt es im Gemeindegebiet nicht. Zwischen den Tälern liegen Felder, Waldstücke und verstreute Höfe; kein einziger Ortskern bündelt das gesamte Gemeindeleben.
Vom Feld zur Logistik
2024 wies die Arbeitsstättenzählung 225 Arbeitsstätten in Hartl aus; 73,2 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Zugleich bietet der Gewerbepark an der B54 lokale Arbeit. Dort führt die Gemeinde ein Geschäfts- und Logistikzentrum; Frutura handelt mit Obst und Gemüse, und am Hartler Marktplatz werden Waren direkt verkauft. Kühl- und Transportunternehmen übernehmen den Weitertransport. Die räumliche Nähe von Handel, Lagerung und Beförderung macht den Standort für die Lebensmittelversorgung bedeutsam. Im gemeindeeigenen Geschäfts- und Logistikzentrum nutzen verschiedene Betriebe vermietete Flächen. Daneben finden sich Handwerk, Gastronomie und landwirtschaftliche Tätigkeiten.
Kapelle und Naturteich
Die Kapelle Auffen entstand 1718 bei einem älteren Kreuz. Als Schloss und Gutshof aufgegeben wurden, blieb sie erhalten; die Bevölkerung verhinderte einen geplanten Abbruch. Sie ist weiterhin Ort von Gottesdiensten und Wallfahrt, besonders zum Florianitag im Mai. Ein zweites Ziel ist der Naturteich in Großhart. Er steht als geschützter Landschaftsteil unter Schutz und wird von der Gemeinde für Angelfischerei genutzt. Fischereikarten gibt es direkt am Teich; die Saison reicht laut Gemeinde von März bis November. Dort leben unter anderem Karpfen, Hechte und Welse. Ein Besuch der Kapelle lässt sich unabhängig von der Angelsaison planen, für das Fischen gelten jedoch eigene Regeln und Öffnungszeiten.
Arbeit und Alltag nach der Zusammenlegung
Die heutige Gemeinde entstand 2015 aus Hartl, Großhart und Tiefenbach bei Kaindorf. In den Ortsteilen liegen unterschiedliche Einrichtungen: Auffen hat eine Volksschule und die historische Kapelle, Großhart den Naturteich, und beim Verkehrsknoten an der B54 konzentrieren sich Gewerbebetriebe. Dazu kommt kleinräumige Versorgung. Der Lindenhof in Auffen verbindet Gastwirtschaft, Produkte aus eigener Landwirtschaft und einen Hofladen. Bewohner erreichen über die B54 und die nahe A2 auch Arbeitsplätze außerhalb der Gemeinde. Das erklärt die vielen Pendelwege trotz des örtlichen Gewerbeparks. Zwischen den Siedlungen bleibt das landwirtschaftlich genutzte Hügelland ein prägender Teil des Gemeindebilds.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
