BERGHEIM KENNENLERNEN
Bergheim: Stadtrandlage mit eigenem Zentrum
Bergheim schließt unmittelbar nördlich an die Stadt Salzburg an, reicht aber über mehrere Ortsteile bis zum Hochgitzen. Die Gemeinde zählt 5.790 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 15,20 km².
Fünf Ortschaften zwischen Fluss und Hügeln
Bergheim liegt im nördlichen Alpenvorland. Im Westen bildet die Salzach eine markante Grenze; durch das Gemeindegebiet zieht auch die Fischach, die bei Muntigl in den Fluss mündet. Die Landschaft ist von kleinen Erhebungen und Senken geprägt. Vom Ortszentrum steigt das Gelände zum Plainberg an, während der Hochgitzen in Voggenberg mit 674 Metern die höchste Erhebung bildet. Die politische Gemeinde umfasst fünf Ortschaften: Bergheim, Lengfelden, Muntigl, Plain und Voggenberg. Dazu gehören kleinere Siedlungen wie Hagenau, Maria Plain und Siggerwiesen. Damit reicht Bergheim vom Flussraum bis zu den bewaldeten Höhen oberhalb der Stadt.
Nah an Salzburg und doch selbstständig
Die Nähe zur Landeshauptstadt prägt Verkehr, Arbeit und Versorgung. Die Salzburger Lokalbahn verbindet Bergheim und mehrere Haltestellen im Gemeindegebiet mit Salzburg und dem nördlichen Flachgau. Ergänzend fahren Busse durch Ortszentrum und Siedlungen. In Bergheim selbst gibt es Kindergärten, Volksschule und Mittelschule; Geschäfte und Dienstleistungen konzentrieren sich neben dem Ortskern besonders in Lengfelden. Die Gemeinde bleibt damit ein eigener Wohn- und Arbeitsort, obwohl viele Wege in die Stadt führen. Maria Plain liegt auf dem Plainberg, wo Kirche und Kalvarienberganlage den Landschaftsraum über der Stadt prägen. In Siggerwiesen und entlang der Salzach wechseln Gewerbegebiete, Felder und Wege. Radfahrende können den Fluss auf dem Tauernradweg begleiten; auf dem Plainberg führt zudem ein Abschnitt des Jakobswegs vorbei. Diese Angebote erschließen die Gemeinde zu Fuß und mit dem Rad.
Ein Dienstleistungsstandort am Stadtrand
Für 2024 weist die Arbeitsstättenzählung in Bergheim 730 Arbeitsstätten und 5.165 Beschäftigungsverhältnisse aus. 83 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Dienstleistungssektor; 82,3 Prozent der Beschäftigten in Arbeitsstätten entfielen ebenfalls auf diesen Bereich. Zugleich pendelten 75,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Bergheim aus. Die Gemeindezeitung nannte für das Handelszentrum 16 im November 2024 insgesamt 37 Betriebe und etwa 400 Beschäftigte. Dort wurden auch Garnelen gezüchtet und Ski produziert. Dazu kommen landwirtschaftliche Betriebe in Ortsteilen wie Siggerwiesen und Fischach. Die Zahlen beschreiben Arbeitsplätze am Standort, nicht die Zahl der dort wohnenden Erwerbstätigen.
Ein alter Übergangsraum
Funde aus verschiedenen vorgeschichtlichen Epochen und römische Gutshöfe verweisen auf frühe Besiedlung. Die erste sichere urkundliche Erwähnung Bergheims stammt aus dem Jahr 927. Im Mittelalter besaßen die Herren von Bergheim besondere Rechte und Güter; später ging die Verwaltung an das Salzburger Erzstift über. An die damalige Burg Radeck erinnert heute vor allem die Kapelle. Die Salzach war zugleich Verkehrsweg und Grenze. Als Salzburg 1816 von Bayern an Österreich kam, wurde Bergheim zum Grenzort. Die heutige Grenzlage ist im Ortsbild weniger als Trennlinie denn an den Wegen über die Salzach und den Verbindungen nach Salzburg zu erkennen. Die Wallfahrtskirche Maria Plain bewahrt zugleich einen eigenständigen historischen Schwerpunkt.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Bergheim (Flachgau) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Bergheim - Startseite - Leben in Bergheim - Wissenswertes - Geschichte Bergheims
- Gemeinde Bergheim - Startseite - Leben in Bergheim - Wissenswertes - Zahlen und Fakten (incl. Statistik Austria)
- Gemeinde Bergheim – Gewerbegebiet Handelszentrum 16
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Gemeinde Bergheim – Freibad Bergxi
- Gemeinde Bergheim – Generationenpark
Stand der Angaben: 13.10.2026
