MARKTGEMEINDE · BURGENLAND

Apetlon

Offener Seewinkel, salzige Ufer und eine Kulturlandschaft mit langer Siedlungsgeschichte.

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Straßenplatz mit Blumenbeet in Apetlon
Straßenplatz mit Blumenbeet in Apetlon · Foto: Wikimedia Commons/KarlGruber (CC BY-SA 4.0) · „Apetlon 1293“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 728
01.01.2026
Fläche
82,22 km²
Bevölkerungsdichte
21,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
7143
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

APETLON KENNENLERNEN

Apetlon: Leben an den Lacken

Apetlon liegt im Osten des Neusiedler Sees in einer Landschaft, die sich unter weitem Himmel entfaltet: flache Ebenen, Wiesen, Weingärten und kleine salzhaltige Lacken prägen den Seewinkel. Die Marktgemeinde umfasst 82,22 Quadratkilometer und hat 1.728 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Mit der Langen Lacke und zahlreichen weiteren Feuchtgebieten reicht der Nationalpark bis an den Ort heran. Landwirtschaft und Naturbeobachtung begegnen einander hier auf engem Raum.

Lange Lacke und Pusztalandschaft

Die weite, fast baumlose Ebene ist das charakteristische Gesicht Apetlons. In den Niederungen liegen Lacken, deren Wasserstand je nach Niederschlag und Jahreszeit stark schwankt. Der Darscho ist eine davon; um die flachen Salzgewässer gedeihen besondere Salzpflanzen. Die Lange Lacke ist ein bedeutender Rast- und Lebensraum für Vögel. Geschützte Flächen rund um die Lange Lacke gehören zum Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel. Der grenzüberschreitende Naturraum gehört seit 2001 zum UNESCO-Welterbe Fertő/Neusiedler See. Schon vor der Nationalparkgründung wurde die Vogelwelt an der Langen Lacke wissenschaftlich beobachtet. Im Frühjahr ziehen ornithologisch Interessierte in die Region, um die Vogelarten der Lacken und Pusztagebiete zu beobachten.

Ein Dorf, das dem Wasser auswich

Die erste urkundliche Erwähnung Apetlons datiert die Gemeinde auf 1318, damals unter der Form „Nytézfelde“. Nach der örtlichen Überlieferung lag diese frühe Ansiedlung westlich des heutigen Orts, näher am See. Als der Wasserspiegel stieg, siedelten die Bewohner weiter östlich. Um 1410 soll das heutige Dorf an seinem jetzigen Platz angelegt worden sein. Am 1. Oktober 1991 wurde Apetlon zur Marktgemeinde erhoben. Diese jüngere Auszeichnung steht neben einer wesentlich längeren Geschichte, deren Ortsverlagerung zugleich von den natürlichen Bedingungen der flachen Seelandschaft erzählt.

Ein Dorf mit eigener Mundart

Apetlon ist eine einzelne Ortschaft und zugleich die gleichnamige Katastralgemeinde. Zur Gemeinde gehören neben dem Dorf die Reihersiedlung, das Feriendorf Vogelparadies und mehrere Meierhöfe. Diese Streuung verbindet einen klaren Ortskern mit Höfen und Wohnbereichen in der offenen Landschaft. Die Gemeinde beschreibt die Apetloner Mundart als ausgeprägt und auf das Altbayrische zurückgehend. Auch Brauchtum und saisonale Feste spielen im lokalen Jahreslauf eine Rolle; Markttage werden an mehreren Samstagen im Jahr veranstaltet. Die Wege durch Apetlon führen dabei nicht nur zu den Lacken, sondern auch durch eine Weinbauregion, deren Erzeugnisse vom pannonischen Klima profitieren. Ein Radwegenetz erschließt das flache Gelände und macht den Wechsel zwischen Dorf, Feldern und Naturräumen gut erfahrbar.

Natur erleben mit Abstand

Die Bewahrungszone Apetlon–Lange Lacke besteht vor allem aus Lacken und Hutweiden nordöstlich des Dorfes. Neben der Langen Lacke gehören Wörthen-, Neubruch- und Fuchslochlacke dazu. Kiebitz und Rotschenkel brüten auf den Hutweiden; im Schilf leben Rohrweihe und Blässhuhn. Ab Mitte Oktober sammeln sich je nach Wasserstand tausende Gänse an der Langen Lacke, darunter Blässgänse aus Nordeuropa. Rinderbeweidung hält die Vegetation für Bodenbrüter kurz. Salz-Wermut und Kampferkraut gehören zu den botanischen Besonderheiten; auf rund 80 Hektar betreibt die Nationalparkverwaltung biologischen Landbau.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Apetlon auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 804
31.10.2021 · Registerzählung1 731
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 728

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
980
NUTS-3-Region
Nordburgenland (AT112)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Apetlon

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.