ALTENDORF KENNENLERNEN
Altendorf zwischen Bächen und Höhen
Altendorf liegt im Bezirk Neunkirchen und zählt 368 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Die Gemeinde umfasst 7,20 Quadratkilometer; ihr Gebiet besteht aus zwei beinahe getrennten Teilen, die von Bächen und bewaldeten Höhen geprägt sind.
Zwischen Hassbach und Schwarza
Im östlichen Gemeindeteil zieht der Hassbach nach Osten zur Pitten und bildet über längere Strecken die südliche Grenze. Von dort steigt das Gelände steil auf eine Terrasse, auf der die dichter bewohnten Lagen liegen; darüber beginnt Wald. Der westliche Teil liegt zwischen Syhrnbach und Tachengraben, deren Wasser im Norden in die Schwarza fließt. Die fünf amtlichen Ortschaften Altendorf, Loitzmannsdorf, Schönstadl, Syhrn und Tachenberg liegen in unterschiedlichen Landschaftsräumen.
Ein Gut mit zehn Königshufen
Loitzmannsdorf ist bereits 1090 als Mittelpunkt eines Gutes mit zehn Königshufen belegt. Für 1750 nennt die Ortschronik nur zehn Bauernhäuser in Altendorf. Die Gemeindechronik nennt für 1420 fünf Bauernhäuser; dieselbe Zahl verzeichnet sie auch für 1680 und 1974. Im Jahr 1809 wurden französische Soldaten bei Raubzügen getötet, woran das Peinsipp-Kreuz erinnert. 1899 wurde in Penk eine einklassige Volksschule für Penk und Altendorf eröffnet. Ab 1920 gehörte Loitzmannsdorf zum Schulsprengel Penk. Eine gemeinschaftliche Wasserleitung für die Orte Altendorf, Loitzmannsdorf und Schönstadl ging 1959 in Betrieb. Zwischen 1996 und 1997 wurde der Abwasserkanal Loitzmannsdorf–Altendorf gebaut; 1999 folgten die Gründung des Dorferneuerungsvereins und die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt.
Kapellen und Pfarrgebiete
Die erste urkundliche Nennung Altendorfs steht im Zusammenhang mit einer Tauf- und Totenkapelle in St. Valentin: Sie sollte den Bewohnern den Weg zu Taufen und Begräbnissen erleichtern. Eine eigene Kapelle in Altendorf wurde 1857 bewilligt und 1861 vollendet. Das Pfarrgebiet Kranichberg umfasst vier politische Gemeinden. Gottesdienste finden saisonal an der Burgkapelle zur heiligen Ursula und an der Philippskirche statt: im Juli und August in der Philippskirche, sonst in der Burgkapelle. Die Wegkapelle in Schönstadl ist als Flurdenkmal geschützt.
Tachenberg und Syhrn
Gehöfte im Tachenberg und im Syhrngraben sind 1386 erstmals genannt. 1889 wurde die Katastralgemeinde Tachenberg mit Syhrn der Gemeinde Altendorf angeschlossen. Die Gemeindeseite beschreibt Tachenberg als Höhenraum mit Höfen und Fluren; beim Karnhof liegt die Seehöhe bei 552 Metern. 1972 wurden die Talarhofquellen gefasst und eine Leitung bis zum Tiefbehälter verlegt. Im Jahr 2004 erhielt Altendorf sein Wappen; im selben Jahr wurde das Feuerwehrhaus Penk-Altendorf eröffnet. Mit der Gemeindestrukturverbesserung von 1972 blieb Altendorf eigenständig.
Ortszentrum und Versorgung
1894 wurde die Raiffeisenkasse Altendorf und Umgebung gegründet; ihr Sitz lag in Kranichberg. 1994 eröffnete Altendorf ein neues Gemeindehaus mit Gemeindegasthaus und acht Mietwohnungen. Die Mehrzweckhalle und der Kinderspielplatz kamen 2002 hinzu. Ein Tiefbehälter für die Wasserversorgung von Altendorf, Loitzmannsdorf und Schönstadl ging 2010 in Betrieb.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Altendorf (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Infos zur Gemeinde - Gemeinde Altendorf
- Ortsteil Loitzmannsdorf – Gemeinde Altendorf
- Ortsteil Tachenberg – Gemeinde Altendorf
- Verordnung des Bundesdenkmalamtes, Bezirk Neunkirchen
Stand der Angaben: 09.10.2026
