ASPANG-MARKT KENNENLERNEN
Aspang-Markt am Zusammenfluss der Wege
Aspang-Markt liegt im Wechselgebiet und zählt 1.804 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Die Marktgemeinde umfasst 5,21 Quadratkilometer und ist vollständig von Aspangberg-St. Peter umgeben. Im Ortskern treffen Handel, Bahngeschichte und Sakralbauten auf engem Raum zusammen.
Markt zwischen Pittenquellen und Wechsel
Der Große und der Kleine Pestingbach vereinigen sich in Aspang mit dem Murtalbach; gemeinsam gehören sie zu den Quellbächen der Pitten. Aspang liegt rund 500 Meter hoch. Der weitläufige Hauptplatz wird von restaurierten Bürgerhäusern gefasst, vor denen der Kaiser-Franz-Josef-Jubiläumsbrunnen steht. Jeden zweiten Samstag des Monats wird der Platz nach aktueller Gemeindeankündigung von 9 bis 14 Uhr für den Schmankerl- und Genussmarkt genutzt. Das Marktrecht ist durch ein Siegel aus dem Jahr 1308 belegt.
Unter-Aspang und die frühen Urkunden
Der älteste Ortsteil ist Unter-Aspang. Eine Gemeindechronik berichtet, Karl der Große habe dort 797 ein Kastell errichten lassen. Schenkungsurkunden aus den Jahren 860 und 890 nennen 24 Höfe aus der Umgebung, die an das Stift Salzburg gelangten. Die erste urkundliche Erwähnung Aspangs datiert die Gemeinde mit 1220. 1529 und 1532 wurde Aspang von den Türken überfallen; 1809 zogen französische Truppen durch den Ort. 1813 riss ein Hochwasser Häuser in Unter-Aspang mit und beschädigte Kirche und Friedhof. Die Gemeindechronik berichtet, dass 1848 rund 2.000 kroatische Soldaten nach der Schlacht bei Güns durch Aspang marschierten. 1864 beschädigte Hochwasser Brücken zwischen Aspang und Pitten. 1917 traf ein Großbrand mehrere Betriebe an der Hauptstraße. Von 1945 bis 1955 befand sich Aspang in der sowjetischen Besatzungszone.
Zwei Kirchen, zwei Ortsteile
Ober-Aspangs Kirche steht neben dem Schloss und diente bis 1628 als Burgkirche. Eine Florianikapelle wird 1503 urkundlich erwähnt; die spätgotische Hallenkirche mit barocker Innenausstattung wurde um 1500 errichtet und 1951 zur Pfarrkirche erhoben. Unter-Aspangs Kirche ist Johannes dem Täufer geweiht. Sie steht auf Mauerresten eines Kastells aus dem 9. Jahrhundert; die Landesinformation beschreibt außerdem eine romanische Marienkapelle und ein gotisches Langhaus. Nebenan liegt die sechseckige Magdalenenkapelle aus dem 13. Jahrhundert, die heute als Aufbahrungshalle dient.
Bahnhof im Ortskern
Der Bahnhof gab der Aspangbahn ihren Namen. Als Endpunkt der Strecke diente er von 1881 bis zur Eröffnung der Wechselbahn im Jahr 1910. Das Automobilmuseum am Marienplatz 3a ergänzt diese Verkehrsgeschichte mit Fahrzeugen aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Laut Betreiber ist es von Mai bis Juni sowie von September bis 26. Oktober an Wochenenden und Feiertagen geöffnet; während der Sommerferien gelten zusätzliche Freitagsöffnungen. Gruppen ab 15 Personen können außerhalb dieser Zeiten einen Besuch vereinbaren.
Brunnen und Bildstöcke
Der Denkmalschutzverordnung zufolge stehen auch die Dreifaltigkeitssäule, das Wetterhäuschen und der Brunnen am Hauptplatz unter Schutz. Am Marienplatz ist die Figur der Maria Immaculata verzeichnet, am Kirchenplatz jene des heiligen Johannes Nepomuk.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Aspang-Markt – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Aspang-Markt - Startseite
- Geschichte – Gemeinde Aspang-Markt
- Startseite – Gemeinde Aspang-Markt
- Standort – Automobilmuseum Aspang
- Pfarrkirchen in Ober-Aspang und Unter-Aspang – Niederösterreich Tourismus
- Verordnung des Bundesdenkmalamtes, Bezirk Neunkirchen
Stand der Angaben: 09.10.2026
