GEMEINDE · VORARLBERG

Meiningen

Ein Dorf im Rheintal mit eigener Pfarre, Nahversorgung und grenzüberschreitenden Wegen

GEMEINDEKENNZIFFER80413
Blick von Meiningen zum Hohen Freschen
Blick von Meiningen zum Hohen Freschen · Foto: Böhringer Friedrich · „HoherFreschen1“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 546
01.01.2026
Fläche
5,37 km²
Bevölkerungsdichte
474,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6812
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MEININGEN KENNENLERNEN

Meiningen zwischen Rhein, Ill und Frutz

Meiningen liegt am Rhein im westlichen Vorarlberger Rheintal, gegenüber der Schweizer Gemeinde Oberriet. Die Gemeinde im Bezirk Feldkirch zählt 2.546 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 5,37 Quadratkilometer. Landwirtschaftliche Flächen und Siedlungsbereiche liegen in einer Talebene, die von Rhein, Ill und Frutz geprägt wird. Das Dorf ist nicht direkt an eine Hauptverkehrsachse gebunden; viele Wege führen dennoch in die Arbeitsorte des Rheintals und über die Grenze.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Meiningen (Vorarlberg) – Wikipedia, feste Artikelversion

Talebene und Grenzlage

Meiningen gehört zu den kleineren Gemeinden im Feldkircher Rheintal. Die Grenze zu Oberriet verläuft am Rhein, während die Ill und die Frutz die weitere Landschaft des Talbodens prägen. Knapp die Hälfte der Gemeindefläche wird landwirtschaftlich genutzt, dazu kommen Waldflächen und dicht bewohnte Bereiche. Die Position abseits der großen Bahn- und Straßenachsen hat zugleich eine besondere Alltagsfolge: Für viele Wege ins Umland sind Bus, Fahrrad oder Auto wichtig.

Quellen: Meiningen (Vorarlberg) – Wikipedia, feste Artikelversion

Arbeit und lokale Versorgung

Die Arbeitsstättenzählung 2024 verzeichnet 153 Arbeitsstätten und 616 Beschäftigungsverhältnisse in Meiningen. 86,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Meiningen pendeln aus. Das passt zu einer Gemeinde, deren Arbeitsmarkt eng mit dem nahen Rheintal und der Schweiz verflochten ist. Vor Ort bleiben dennoch konkrete Tätigkeiten sichtbar: Die Forellenzucht Güfel zieht vor Ort Forellen, Lachsforellen und Seesaiblinge auf, verarbeitet und vermarktet sie unter anderem an Gastronomie, Handel und Privatkundschaft. Auch der Lisilis Biohof betreibt biologische Landwirtschaft und verkauft saisonales Gemüse sowie Milchprodukte im Hofladen. So verbindet die Versorgung im Ort Landwirtschaft und Nahhandel.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab · Güfel Forellen – Die Frischen vom Ländle · Über uns – Lisilis Biohof

Von der Schenkungsurkunde zur Pfarre

Eine Urkunde, die auf 1127 datiert wird, ist das älteste schriftliche Zeugnis des Ortsnamens; erhalten ist sie allerdings nur in einer späteren Abschrift. Meiningen gehörte zunächst zu verschiedenen Pfarrgebieten und entwickelte sich allmählich zu einer selbstständigen Gemeinde. 1609 wurde die Pfarre gegründet. Die Kirche St. Agatha steht damit im Zentrum einer langen lokalen Entwicklung. Die Gemeinde war über Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt; der Rhein begrenzte nicht nur das Gebiet, sondern stellte auch ein Hochwasserrisiko dar.

Quellen: Geschichte & Archiv – Gemeinde Meiningen

Bauernhaus und Dorfstruktur

Das Siebers Hus ist ein Rheintalhaus aus dem 17. Jahrhundert. Das Gebäude wurde später umgebaut; seine Innenräume spiegeln besonders die Zeit um 1900. Es steht an der Hadeldorfstraße und zeigt die Bauform eines Hofes in der historischen Dorfstruktur. Die Gemeinde führt es als geschütztes Gebäude. St. Agatha ergänzt dieses bauliche Gedächtnis als Pfarrkirche: Eine Kapelle am Standort wurde 1477 errichtet, 1724 kam ein Ausbau zur Kirche hinzu. Die Gebäude erzählen unterschiedliche Teile der Ortsgeschichte – bäuerliches Leben und gemeinschaftliche religiöse Organisation.

Quellen: Geschichte & Archiv – Gemeinde Meiningen

Alltag am Rand der Region

Meiningen bietet Kindergarten, Volksschule, betreutes Wohnen und örtliche Nahversorgung. Der Sportplatz ist ein Treffpunkt für Kinder- und Erwachsenenmannschaften des SK Meiningen. Am Angelparadies Güfel können Gäste selbst fischen und den Umgang mit den Fischen kennenlernen; es liegt an der Tannenfeldstraße. Daneben kontrolliert ein Wanderwegwart die Beschilderung der örtlichen Spazier- und Radwege. Der Rhein, die Feuchtgebiete und die weiten Felder geben diesen Wegen einen anderen Charakter als den Straßen der nahen Zentren.

Quellen: Geschichte & Archiv – Gemeinde Meiningen · Sportanlagen – Gemeinde Meiningen

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Meiningen auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 029
31.10.2021 · Registerzählung2 366
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 546

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
803
NUTS-3-Region
Rheintal-Bodenseegebiet (AT342)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Meiningen

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.