RÖTHIS KENNENLERNEN
Röthis: Weinbau, Gewerbe und ein Schlössle im Vorderland
Röthis liegt im Vorarlberger Vorderland zwischen Frutz und Frödisch. Die Gemeinde zählt 2.281 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 2,73 Quadratkilometer; Weinberge, Ortskern und Gewerbegebiet liegen hier auf engem Raum beieinander.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Röthis – Ortsportrait
Am Fuß der Rebhalde
Der Ortskern liegt auf rund 508 Metern Seehöhe. Im Westen bildet die Frutz die Gemeindegrenze, im Südosten folgt sie dem Lauf der Frödisch; vom Talboden steigt das Gelände Richtung Viktorsberg an. Diese geschützte Südwestlage trägt zum milden Charakter des Vorderlands bei. Wiesen und Waldflächen umgeben den dicht besiedelten Ort, während die Rebflächen als sichtbare Erinnerung an die landwirtschaftliche Geschichte erhalten sind. Röthis liegt zugleich nahe an Rankweil und Götzis, sodass Wohnen im Dorf und Erreichbarkeit größerer Zentren zusammenkommen.
Quellen: Röthis – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Röthis – Ortsportrait
Gewerbegebiet und Weinbau
Röthis zählte 2024 insgesamt 192 Arbeitsstätten mit 1.463 Beschäftigungsverhältnissen am Arbeitsort. Die Gemeinde nennt Bauhaupt- und Baunebengewerbe als örtliche Schwerpunkte. Im Betriebsgebiet Interpark Focus liegen auf rund 120.000 Quadratmetern Betriebe aus Handel, Handwerk, Industrie, Logistik, Wirtschaftsdiensten und Gastronomie. Auch die überbetriebliche Kinderbetreuung KIPA ist dort angesiedelt. Das Gewerbegebiet bündelt damit Tätigkeiten, die von der Herstellung bis zum Warenumschlag reichen. Neben diesen Betrieben ist der Weinbau weiterhin im Ort sichtbar: Örtliche Winzer bewirtschaften nach Gemeindeangaben rund zwei Hektar Rebfläche. Die Weingärten erinnern an eine früher wesentlich größere Anbaufläche. Viele Bewohner arbeiten dennoch andernorts; 2024 lag der Auspendleranteil bei 86,5 Prozent.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Gemeinde Röthis – Betriebe und Interpark Focus · Gemeinde Röthis – Ortsportrait
Ein Adelssitz dient der Gemeinde
Das Röthner Schlössle steht am Rand der Rebhalde und ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung. Der steinerne Bau entstand um 1500 als adeliger Gutshof inmitten von Weinbergen, Obstgärten und Feldern. Seine massive Bauweise unterscheidet ihn von den verbreiteten Holzhäusern der Region. Im Inneren sind historische Ausstattungsstücke erhalten, darunter eine bemalte Saaldecke und Stuckdecken aus dem 18. Jahrhundert. Die Gemeinde kaufte das denkmalgeschützte Haus 1981 und richtete es nach der Restaurierung als Amtssitz ein. In der Nähe steht ein Torkelbaum, der 1674 als Weinpresse ausgewählt wurde. Schautafeln vor Ort erklären seine frühere Funktion und verbinden die Geschichte des Bauwerks mit dem örtlichen Weinbau.
Quellen: Gemeinde Röthis – Ortsportrait
Ein Dorf mit Einrichtungen vor Ort
Röthis besitzt Kindergarten und Volksschule; die Mittelschule Sulz-Röthis liegt im Nachbarort Sulz. Der Bahnhof Sulz-Röthis und mehrere Buslinien binden das Vorderland an die Rheintalachse an. Die Autobahn A14 ist nahe erreichbar und bündelt den regionalen Verkehr. Im Alltag prägen Vereine, Gastronomie und örtliche Betriebe das Leben neben dem Pendeln in umliegende Gemeinden. Die Gemeinde nennt unter anderem Fußball- und Tennisplätze, Wanderwege sowie den Waldpark Ganta als Freizeitangebote. Das Erlebnisbad Frutzau liegt bereits im Nachbarort Sulz und ergänzt die Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung. Im Schlössle stehen ein Trauraum und ein Saal für Sitzungen und Konzerte zur Verfügung. Die Verbindung von Dorfangeboten und Betrieben am Rand prägt den kurzen Weg zwischen Wohnen und Arbeiten.
Quellen: Gemeinde Röthis – Ortsportrait · Röthis – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
