FELDKIRCH KENNENLERNEN
Stadtgeschichte zwischen Schattenburg und Montforthaus
Feldkirch lässt sich anhand seiner Bauwerke durch verschiedene Zeiten verfolgen. In der Schattenburg erzählen Räume und Sammlungen von früheren Wohn- und Herrschaftsverhältnissen. Der Dom und der Katzenturm setzen eigene Akzente im historischen Stadtbild. Das Montforthaus ergänzt diese Umgebung um einen gegenwärtigen Ort für Kultur und Begegnung. Zusammen zeigen diese Gebäude, wie sich ein Stadtrundgang sowohl historisch als auch architektonisch lesen lässt.
Quellen: Schattenburgmuseum: Virtueller Rundgang · Stadt Feldkirch: Kinder-Stadtrallye · Montforthaus Feldkirch: Das Haus
Die Burg über ihre Räume kennenlernen
Die Schattenburg bietet mehr als einen äußeren Blick auf Mauern und Türme. Ihr Museum erschließt unterschiedliche Räume, darunter die alte Burgkapelle, ein Bürgerzimmer und Bereiche im Palas. Ein virtueller Rundgang des Hauses erläutert außerdem Sammlungen zu Trachten, Waffen und Stadtansichten. Besonders anschaulich ist der Wechsel zwischen Wohnkultur und Verteidigungsfunktion: Das um 1500 angelegte Rondell verweist auf veränderte militärische Anforderungen, während andere Räume vom Leben innerhalb der Burg erzählen. Manche Bereiche werden nur im Rahmen einer Führung gezeigt. Für einen vertiefenden Besuch ist deshalb das aktuelle Museumsangebot hilfreicher als die Vorstellung, alle historischen Räume seien jederzeit frei zugänglich.
Ein gotischer Kirchenraum
Der Dom St. Nikolaus setzt einen kirchlichen Schwerpunkt in der Stadtgeschichte. Die städtische Vermittlung nennt Hans Sturn als Baumeister des gotischen Gebäudes aus dem 15. Jahrhundert. Es entstand an der Stelle eines älteren, durch Brand verlorenen Gotteshauses. Seit 1968 ist die Kirche Bischofssitz. Diese zeitlich weit auseinanderliegenden Stationen machen deutlich, dass die heutige Bedeutung eines historischen Bauwerks nicht allein aus seiner Entstehungszeit abzulesen ist. Beim Rundgang lohnt daher die Unterscheidung zwischen mittelalterlicher Architektur und später hinzugekommenen Aufgaben. Der Dom steht zugleich für Kontinuität und für Veränderungen innerhalb des kirchlichen Lebens in Feldkirch.
Quellen: Stadt Feldkirch: Kinder-Stadtrallye
Ein Turm mit wechselnden Aufgaben
Der Katzenturm gehört zu den markanten Bauten, die Feldkirchs frühere Verteidigung ins Gedächtnis rufen. Ursprünglich diente er unter anderem zur Aufbewahrung von Kanonen. Die städtische Stadtrallye erklärt seine ältere Gestalt als niedriger und besonders massiv; heute gehört auch die Glocke zu seiner Geschichte. An diesem einzelnen Gebäude lässt sich somit ein grundlegender Wandel des Stadtraums nachvollziehen: Aus einer militärisch geprägten Anlage wurde ein weithin wahrnehmbares Zeichen städtischen Lebens. Dom und Turm ergänzen sich im Stadtbild, obwohl sie aus unterschiedlichen Zusammenhängen stammen.
Quellen: Stadt Feldkirch: Kinder-Stadtrallye
Neue Architektur im historischen Umfeld
Das 2015 eröffnete Montforthaus bringt Kulturveranstaltungen, Kongresse und weitere Begegnungsformate in die Altstadt. Den Entwurf entwickelten Hascher Jehle gemeinsam mit Mitiska Wäger. Charakteristisch ist die geschwungene Fassade aus Jurakalkstein; im Inneren gehört helles Birkenholz zu den prägenden Materialien. Der Betreiber beschreibt außerdem die Nutzung von Grundwasser zum Heizen und Kühlen sowie stufenlose Zugänge und Aufzüge. Architektur, Haustechnik und Zugänglichkeit greifen hier ineinander. Für einen Stadtrundgang ist das Haus deshalb ein aufschlussreicher Gegenpart zur Schattenburg: Beide sind wichtige räumliche Bezugspunkte, doch ihre Bauaufgaben, Materialien und Möglichkeiten der gemeinschaftlichen Nutzung unterscheiden sich deutlich voneinander.
Quellen: Montforthaus Feldkirch: Das Haus · Vorarlberg Tourismus: Montforthaus Feldkirch
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
