GEMEINDE · VORARLBERG

Bartholomäberg

Eine weit verstreute Berggemeinde, in der Siedlung, Alpwirtschaft und Bergbaugeschichte zusammenkommen.

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Bartholomäberg vor den Gipfeln des Montafons
Bartholomäberg vor den Gipfeln des Montafons · Foto: Böhringer Friedrich · „Bartholomäberg1“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 407
01.01.2026
Fläche
27,30 km²
Bevölkerungsdichte
88,2
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6781
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

BARTHOLOMÄBERG KENNENLERNEN

Bartholomäberg – der alte Balkon des Montafons

Bartholomäberg zieht sich als Streusiedlung über einen sonnigen Bergrücken hoch über dem Montafon. Die Gemeinde im Bezirk Bludenz zählt 2.407 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 27,30 Quadratkilometer. Zwischen den Talorten Gantschier und dem hoch gelegenen Kirchdorf wechseln Wohnlagen, Wiesen und Alpen; die Aussicht über Rätikon und Silvretta gehört hier zum Alltag der Höhenlage.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion

Siedeln auf dem Bergrücken

Die Häuser verteilen sich über mehrere Höhenstufen, während sich ein Teil der Gemeinde bis in die Almen und das Verwall erstreckt. Die Hauptsiedlung liegt auf dem Rücken oberhalb des Talbodens; Gantschier entwickelte sich dagegen weiter unten an Litz und Ill zu einem eigenen Ortsteil. Alpen nehmen 16,8 Prozent der Gemeindefläche ein. Die Pfarrkirche steht auf einer Geländestufe mit Blick zum Rätikon und zur Silvretta. Der Gegensatz von hoch gelegenen Höfen und besiedeltem Talboden prägt sowohl die Landschaft als auch die täglichen Wege. Die Landwirtschaft hält dabei Wiesen offen und setzt die traditionelle Nutzung durch Voll- und Nebenerwerbsbetriebe fort.

Quellen: Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Bartholomäberg – Ortsgeschichte

Bergbau als frühe Spur im Gelände

Die Geschichte des Berges reicht weit zurück: Siedlungsreste weisen auf frühe Besiedlung hin, und spätestens im Mittelalter ist der Abbau von Eisen, Kupfer und Silber belegt. Ein Silberbergwerk wird 1319 erwähnt. Halden und alte Abbauspuren erinnern an diese Zeit; die heutige Gemeindechronik führt den Bergknappenweg von der Litzkapelle über die Pfarrkirche bis zum Historischen Bergwerk. Der Weg macht die wirtschaftliche Vergangenheit als Landschaft sichtbar, statt sie nur in Gebäuden oder Archiven zu erzählen. Bartholomäberg galt als eine der ältesten Siedlungen des Montafons und beherbergte dessen erste Pfarrei.

Quellen: Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Bartholomäberg – Ortsgeschichte

Landwirtschaft, Dienstleistungen und Arbeit im Tal

Für 2024 verzeichnet die Arbeitsstättenzählung in Bartholomäberg 158 Arbeitsstätten mit 542 Beschäftigungsverhältnissen. 57,6 Prozent der Arbeitsstätten gehörten zum Dienstleistungssektor; 80,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Bartholomäberg pendelten aus. Die Alpwirtschaft ist eine konkrete örtliche Tätigkeit: Auf der Alpe Latons wird Milch zu Bergkäse, Montafoner Sauerkäse und Butter verarbeitet. Auch die Alpe Allmein wird im Sommer mit Vieh bewirtschaftet. Beide Alpen setzen Ziegen zur Pflege von verbuschenden Weiden ein. Im Talboden haben sich Klein- und Mittelbetriebe angesiedelt; Tourismus ergänzt die Erwerbsbasis. So stehen Arbeitsplätze im Ort neben einer stark auspendelnden Wohnbevölkerung.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab · Gemeinde Bartholomäberg – Alpwesen · Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Bartholomäberg – Ortsgeschichte

Kirche, Museum und geologischer Blick

Die Pfarrkirche Bartholomäberg ist ein sichtbarer Orientierungspunkt der Hauptsiedlung. Im Innerberg steht eine weitere Kirche; im Tal liegt die moderne Pfarrkirche Gantschier. Das Frühmesshaus von 1657 beherbergt seit 2009 ein Museum mit Ausstellungen zur barocken Kultur und Montafoner Ortsgeschichte; die Besucherinformation führt reguläre Öffnungszeiten an. Auch die Landschaft selbst wird erklärt: Der geologische Lehrwanderweg führt als Rundweg von der Kirche über den Monteneu-Bergstock und erschließt Gesteinsaufschlüsse mit Informationstafeln. Die Wege richten sich an unterschiedliche Interessen – vom kurzen Besuch im Ortskern bis zur längeren Wanderung über den Bergrücken. Brauchtum wie Alpabtrieb und Funkenbrennen bleibt Teil des Gemeindelebens und hält landwirtschaftliche und gemeinschaftliche Traditionen präsent.

Quellen: Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Bartholomäberg – Ortsgeschichte · Montafon Tourismus – Museum Frühmesshaus · Stand Montafon – Besucher-Information Sommer 2026

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Bartholomäberg auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 265
31.10.2021 · Registerzählung2 373
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 407

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 028
NUTS-3-Region
Bludenz-Bregenzer Wald (AT341)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Bartholomäberg

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.