BARTHOLOMÄBERG KENNENLERNEN
Bartholomäberg – der alte Balkon des Montafons
Bartholomäberg zieht sich als Streusiedlung über einen sonnigen Bergrücken hoch über dem Montafon. Die Gemeinde im Bezirk Bludenz zählt 2.407 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 27,30 Quadratkilometer. Zwischen den Talorten Gantschier und dem hoch gelegenen Kirchdorf wechseln Wohnlagen, Wiesen und Alpen; die Aussicht über Rätikon und Silvretta gehört hier zum Alltag der Höhenlage.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Siedeln auf dem Bergrücken
Die Häuser verteilen sich über mehrere Höhenstufen, während sich ein Teil der Gemeinde bis in die Almen und das Verwall erstreckt. Die Hauptsiedlung liegt auf dem Rücken oberhalb des Talbodens; Gantschier entwickelte sich dagegen weiter unten an Litz und Ill zu einem eigenen Ortsteil. Alpen nehmen 16,8 Prozent der Gemeindefläche ein. Die Pfarrkirche steht auf einer Geländestufe mit Blick zum Rätikon und zur Silvretta. Der Gegensatz von hoch gelegenen Höfen und besiedeltem Talboden prägt sowohl die Landschaft als auch die täglichen Wege. Die Landwirtschaft hält dabei Wiesen offen und setzt die traditionelle Nutzung durch Voll- und Nebenerwerbsbetriebe fort.
Quellen: Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Bartholomäberg – Ortsgeschichte
Bergbau als frühe Spur im Gelände
Die Geschichte des Berges reicht weit zurück: Siedlungsreste weisen auf frühe Besiedlung hin, und spätestens im Mittelalter ist der Abbau von Eisen, Kupfer und Silber belegt. Ein Silberbergwerk wird 1319 erwähnt. Halden und alte Abbauspuren erinnern an diese Zeit; die heutige Gemeindechronik führt den Bergknappenweg von der Litzkapelle über die Pfarrkirche bis zum Historischen Bergwerk. Der Weg macht die wirtschaftliche Vergangenheit als Landschaft sichtbar, statt sie nur in Gebäuden oder Archiven zu erzählen. Bartholomäberg galt als eine der ältesten Siedlungen des Montafons und beherbergte dessen erste Pfarrei.
Quellen: Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Bartholomäberg – Ortsgeschichte
Landwirtschaft, Dienstleistungen und Arbeit im Tal
Für 2024 verzeichnet die Arbeitsstättenzählung in Bartholomäberg 158 Arbeitsstätten mit 542 Beschäftigungsverhältnissen. 57,6 Prozent der Arbeitsstätten gehörten zum Dienstleistungssektor; 80,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Bartholomäberg pendelten aus. Die Alpwirtschaft ist eine konkrete örtliche Tätigkeit: Auf der Alpe Latons wird Milch zu Bergkäse, Montafoner Sauerkäse und Butter verarbeitet. Auch die Alpe Allmein wird im Sommer mit Vieh bewirtschaftet. Beide Alpen setzen Ziegen zur Pflege von verbuschenden Weiden ein. Im Talboden haben sich Klein- und Mittelbetriebe angesiedelt; Tourismus ergänzt die Erwerbsbasis. So stehen Arbeitsplätze im Ort neben einer stark auspendelnden Wohnbevölkerung.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab · Gemeinde Bartholomäberg – Alpwesen · Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Bartholomäberg – Ortsgeschichte
Kirche, Museum und geologischer Blick
Die Pfarrkirche Bartholomäberg ist ein sichtbarer Orientierungspunkt der Hauptsiedlung. Im Innerberg steht eine weitere Kirche; im Tal liegt die moderne Pfarrkirche Gantschier. Das Frühmesshaus von 1657 beherbergt seit 2009 ein Museum mit Ausstellungen zur barocken Kultur und Montafoner Ortsgeschichte; die Besucherinformation führt reguläre Öffnungszeiten an. Auch die Landschaft selbst wird erklärt: Der geologische Lehrwanderweg führt als Rundweg von der Kirche über den Monteneu-Bergstock und erschließt Gesteinsaufschlüsse mit Informationstafeln. Die Wege richten sich an unterschiedliche Interessen – vom kurzen Besuch im Ortskern bis zur längeren Wanderung über den Bergrücken. Brauchtum wie Alpabtrieb und Funkenbrennen bleibt Teil des Gemeindelebens und hält landwirtschaftliche und gemeinschaftliche Traditionen präsent.
Quellen: Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Bartholomäberg – Ortsgeschichte · Montafon Tourismus – Museum Frühmesshaus · Stand Montafon – Besucher-Information Sommer 2026
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Bartholomäberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab
- Gemeinde Bartholomäberg – Ortsgeschichte
- Montafon Tourismus – Museum Frühmesshaus
- Stand Montafon – Besucher-Information Sommer 2026
- Gemeinde Bartholomäberg – Alpwesen
Stand der Angaben: 15.10.2026
