GEMEINDE · VORARLBERG

St. Anton im Montafon

Zwischen Ill, Davenna und den Wegen ins Montafon

GEMEINDEKENNZIFFER80119
Pfarrkirche Sankt Antonius Eremit in St. Anton im Montafon
Pfarrkirche Sankt Antonius Eremit in St. Anton im Montafon · Foto: Böhringer Friedrich · „Hl Antonius Eremit StAntonIM“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
727
01.01.2026
Fläche
3,42 km²
Bevölkerungsdichte
212,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6771
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. ANTON IM MONTAFON KENNENLERNEN

St. Anton im Montafon: Am Eingang des Tales

Am Übergang vom Walgau ins Montafon liegt St. Anton im Montafon an der Ill, unter dem steilen Anstieg zum Davenna. Die Gemeinde zählt 727 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 3,42 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · St. Anton im Montafon - GEM2GO WEB - Startseite - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Chronik

Ein Dorf zwischen Fluss und Berg

Das Gemeindegebiet ist schmal und steil: Im Westen markiert die Ill die Grenze, während sich das Gelände nach Nordosten zum 1.881 Meter hohen Davenna hebt. Wald prägt den Hang, daneben liegen landwirtschaftlich genutzte Flächen und alpine Bereiche. Die Lage am Taleingang verbindet den Ort mit dem Walgau und den weiter innen liegenden Montafoner Gemeinden. Bahn und Straße folgen dem Talboden; dadurch lässt sich der Alltag nicht allein aus dem kleinen Ortskern verstehen, sondern auch aus den Wegen zu Arbeitsplätzen, Schulen und Angeboten der Nachbarorte. Die Montafonerbahn bindet St. Anton seit 1905 an das regionale Verkehrsnetz an.

Quellen: St. Anton im Montafon – Wikipedia, feste Artikelversion · St. Anton im Montafon - GEM2GO WEB - Startseite - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Chronik · Montafon Tourismus – Wasserfall St. Anton

Kleine Betriebe und Wege zur Arbeit

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für St. Anton 39 Arbeitsstätten und 150 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus; 66,7 Prozent der Arbeitsstätten entfallen auf den Dienstleistungsbereich. Zugleich pendelten 87,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort in der Gemeinde aus. Das beschreibt eine kleine örtliche Betriebslandschaft mit starker Verflechtung nach außen. Vor Ort reicht das Angebot vom Lebensmittelverkauf bis zur Gastronomie: Kathrin Salzgeber bietet Lebensmittel über einen Verkaufsautomaten an, während Kurty’s Kitchen Speisen im Restaurant- und Imbissbetrieb zubereitet. Damit sind Einkauf und einfache Gastronomie am Ort vertreten; für einen großen Teil der Erwerbstätigen liegt der Arbeitsplatz außerhalb des Gemeindegebiets.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab · Wirtschaft der Gemeinde St. Anton

Bergbau, Bahn und Pfarrkirche

Die frühe Siedlung hing mit dem Erzbergbau in der Umgebung zusammen. Schriftlich erwähnt ist der Ort 1412; eine Kapelle bestand wenige Jahre später. Der Name verweist auf den heiligen Antonius, während der ältere Ortsname Prazalanz heute kaum noch sichtbar ist. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde hier Gips gewonnen; die Bremsbergbahn aus dem Jahr 1902 erinnert an diese industrielle Nutzung. Der Anschluss an die Montafonerbahn ab 1905 veränderte die Erreichbarkeit dauerhaft. Die Pfarrkirche erzählt von einer anderen Kontinuität: Sie wurde im 17. Jahrhundert errichtet und später erweitert. Bei einer baulichen Erneuerung in den 1980er-Jahren kam ein moderner Zubau hinzu, der den älteren Kirchenraum ergänzt.

Quellen: St. Anton im Montafon – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarrkirche St. Anton im Montafon

Alltag am Talboden

Mit 727 Einwohnern ist St. Anton überschaubar, zugleich liegt der Ort nicht abseits. Die Bahnstation und die Montafonerstraße erschließen den Talboden, und kommunale Einrichtungen, Gastronomie und Vereine schaffen Anlaufpunkte im Dorf. Die Ill und die steilen Hänge setzen dem Siedlungsraum klare Grenzen; sie prägen auch den Blick auf Hochwasser und Naturgefahren. Das Jahrhunderthochwasser von 1910 beschädigte einen großen Teil der Montafonerbahnstrecke und machte zeitweise einen Ersatzverkehr nötig. Heute erinnert diese Episode daran, wie unmittelbar Verkehr und Talnatur miteinander verbunden sind. Wer den Ort besucht, begegnet daher sowohl dem ruhigen Dorfkern als auch einer Landschaft, in der Fluss, Bahntrasse und Berghang eng nebeneinanderliegen.

Quellen: St. Anton im Montafon – Wikipedia, feste Artikelversion · St. Anton im Montafon - GEM2GO WEB - Startseite

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

St. Anton im Montafon auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung729
31.10.2021 · Registerzählung694
01.01.2026 · Bevölkerungsstand727

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
200
NUTS-3-Region
Bludenz-Bregenzer Wald (AT341)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von St. Anton im Montafon

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.