GEMEINDE · VORARLBERG

Silbertal

Streusiedlung, Kristberg und lange Wege in die Verwallgruppe

GEMEINDEKENNZIFFER80123
Pfarrkirche Sankt Josef und Nikolaus in Silbertal
Pfarrkirche Sankt Josef und Nikolaus in Silbertal · Foto: Böhringer Friedrich · „Pfarrkirche Hll. Josef und Nikolaus, Silbertal 3“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
845
01.01.2026
Fläche
88,61 km²
Bevölkerungsdichte
9,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6782
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

SILBERTAL KENNENLERNEN

Silbertal: Ein Seitental mit Bergbaugeschichte

Silbertal liegt in einem weit nach Osten reichenden Seitental des Montafons, das von der Litz durchflossen wird. 845 Einwohner leben in der Gemeinde (Stand 1. Jänner 2026); mit 88,61 Quadratkilometern umfasst sie ein großes, dünn besiedeltes Berggebiet.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Silbertal – Wikipedia, feste Artikelversion

Tal, Streusiedlungen und Hochmoor

Das Siedlungsgebiet zieht sich entlang der Litz und steigt an den Hängen zum Kristberg und zu den Ortsteilen Buchen und Fellimännle an. Die Straße endet im hinteren Tal; darüber beginnt eine Landschaft aus Alpen, Wäldern und hochalpinem Gelände. Die Weite des Gemeindegebiets steht in deutlichem Gegensatz zur kleinen Einwohnerzahl. Viele Höfe liegen nicht in einem geschlossenen Dorfkern, sondern verteilt auf Talboden und Hanglagen. Das Hochmoor Wildried liegt östlich des Kristbergs und zählt zu den besonderen Naturflächen der Gemeinde. Die Landschaft ist Lebensraum, Wirtschaftsraum und Orientierung zugleich: Der Fluss verbindet die Siedlungen, während Berge und Seitentäler den Alltag in einzelne Bereiche gliedern.

Quellen: Silbertal – Wikipedia, feste Artikelversion · Silbertal - Home

Bergbahn, Nahversorgung und Arbeit

2024 wurden im Silbertal 58 Arbeitsstätten und 134 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort gezählt. 62,1 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Dienstleistungsbereich; 82,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort in der Gemeinde pendelten aus. Die örtliche Arbeit verteilt sich auf verschiedene Aufgaben. Die Kristbergbahn befördert Gäste und Bewohner zwischen Tal und Bergsiedlung und erschließt Wander- und Wintersportwege. Im Dorf betreibt der Konsumverein einen Lebensmittelhandel für die tägliche Versorgung. Daneben nennt das Gemeindeverzeichnis unter anderem einen Tischlerbetrieb, einen Holzhandel und ein Hotel. In einer Gemeinde mit langen Wegen zwischen den Siedlungen sind solche Angebote vor Ort besonders wichtig; sie verbinden Nahversorgung, Handwerk und Fremdenverkehr.

Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindetabelle · Silbertal - Home - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Chronik

Silberbergbau als Namensgeber

Der Name Silbertal erinnert an den früheren Abbau von Silber, Kupfer und Eisen am Kristberghang. Bergbau gab es hier schon im Mittelalter; die Siedlung wurde 1319 erstmals urkundlich erwähnt. Später kamen Walser hinzu, deren Höfe die höher gelegenen Flächen erschlossen. Der Abbau verlor an Bedeutung, als der Silberpreis im 16. Jahrhundert sank. Das Montafoner Bergbaumuseum greift diese Geschichte auf und zeigt die Bergbaureviere im Tal. Eine zweite historische Spur ist die Kristbergkirche St. Agatha, eine ehemalige Knappenkapelle. Ihre Lage auf dem Berg macht sichtbar, dass Arbeits- und Lebensorte einst weit auseinanderlagen. Heute wird das Erbe durch Museum, Ortsgeschichte und Wege am Kristberg vermittelt.

Quellen: Silbertal – Wikipedia, feste Artikelversion · Silbertal - Home - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Zahlen und Fakten · Montafoner Bergbaumuseum · Montafon Tourismus – Museen und Sehenswürdigkeiten · Kristberg – Bergknappenführung in der St. Agatha Kapelle

Ein Dorf mit mehreren Höhenlagen

Silbertal hat Kindergarten und Volksschule im Hauptort, während am Kristberg eine eigene Bergsiedlung liegt. Für Ausflüge ins Berggebiet beginnen Wege am Kristberg, während im Dorf das Bergbaumuseum die frühere Arbeit unter Tage zeigt. Im Talzentrum konzentrieren sich Gemeindeamt, Lebensmittelgeschäft und Gastronomie. Die Litz und die Straße bilden die Hauptachse des Alltags; für viele Arbeitswege führt der Weg aus dem Tal hinaus. Die Volksschule und örtliche Vereine halten Aktivitäten im Talzentrum; die höheren Siedlungen bleiben über Straße und Bergbahn angebunden. Wer die Bergknappenkapelle am Kristberg von innen sehen möchte, kann an einer Führung nach Anmeldung teilnehmen.

Quellen: Silbertal - Home · Silbertal - Home - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Chronik · Kristberg – Bergknappenführung in der St. Agatha Kapelle

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Silbertal auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung870
31.10.2021 · Registerzählung851
01.01.2026 · Bevölkerungsstand845

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
422
NUTS-3-Region
Bludenz-Bregenzer Wald (AT341)

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