ST. JAKOB IN DEFEREGGEN KENNENLERNEN
St. Jakob am Ende des Defereggentals
St. Jakob in Defereggen bündelt das Leben im hinteren Defereggental: Hier liegen Pfarrkirche, Schule und zentrale Dienste, während sich die Höfe und Weiler über ein weites Berggebiet verteilen. Die Gemeinde in Tirols Bezirk Lienz zählt 831 Einwohner (Stand 2026-01-01) und umfasst 186,11 km². Die Schwarzach durchzieht das Tal; ringsum reichen Nationalparkflächen bis an hochalpine Gipfel.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · St. Jakob in Defereggen – Wikipedia, feste Artikelversion
Ein Tal aus Weilern
Das Gemeindegebiet reicht von Feistritz im Osten bis zum Talschluss und schließt mehrere Seitentäler ein. Fünf Rotten ordnen die Siedlungen, darunter Unterrotte als Zentrum und Oberrotte am westlichen Talabschnitt. Die Häuser liegen überwiegend auf der Sonnseite der Schwarzach. Zwischen den bewohnten Bereichen bleiben lange Strecken mit Almen, Wald und steilen Hängen. Die große Fläche bedeutet deshalb keine geschlossene Siedlung, sondern viele kleine Nachbarschaften, deren Alltag sich auf das Tal und den Hauptort ausrichtet. Mit 123 km² Nationalparkfläche steht ein großer Teil der Gemeinde unter Schutz. Am Talschluss liegt die Rötspitze, der höchste Gipfel des Gemeindegebiets.
Quellen: St. Jakob in Defereggen – Wikipedia, feste Artikelversion
Gastgewerbe im Bergtal
Die Arbeitsstättenzählung erfasste 2024 in St. Jakob 129 Arbeitsstätten mit 297 Beschäftigten an diesen Standorten; 80,5 Prozent der dort Beschäftigten arbeiteten im Dienstleistungssektor. Der Schwerpunkt wird im Tal konkret: Beherbergungsbetriebe stellen Zimmer bereit, Gasthäuser versorgen Gäste und die Bergbahnen betreiben Anlagen im Skigebiet Brunnalm. Daneben werden Wiesen bewirtschaftet und Vieh auf Almen gehalten. Manche Höfe verbinden Landwirtschaft mit Ferienunterkünften. Der Winterbetrieb der Lifte und die Sommerwege schaffen unterschiedliche Aufgaben im Jahreslauf; die Höfe bleiben auch jenseits der Reisesaison Teil der örtlichen Arbeit.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · St. Jakob in Defereggen – Wikipedia, feste Artikelversion
Von Bergbau und Wallfahrt zum Urlaubsort
Die Besiedlung des hinteren Tals entwickelte sich spät und blieb lange eng an Viehhaltung, Almen und Bergbau gebunden. In den Bergen wurden unter anderem Erze gewonnen; kleine Kirchen und Hofgruppen markieren bis heute die verstreute Struktur. Im 20. Jahrhundert veränderte der Tourismus den Ort deutlich. Mit der Eröffnung der Brunnalm-Lifte 1966 bekam St. Jakob neben dem Sommerbergsteigen ein Wintersportangebot. Der Ausbau der Talverbindungen erleichterte den Besuch, doch die Landschaft blieb von kleinen Siedlungen und bewirtschafteten Flächen geprägt. Die Liftanlagen gaben dem zuvor vor allem auf Almen, Bergbau und Sommergäste ausgerichteten Tal eine zweite Tourismussaison.
Quellen: St. Jakob in Defereggen – Wikipedia, feste Artikelversion
Almwege und Wasserorte
Der Staller Sattel führt aus dem Tal ins Südtiroler Antholzertal und über eine Grenze hinweg. Die Jagdhausalm im Arvental besteht aus 16 Steinhäusern und der Maria-Hilf-Kapelle auf rund 2.000 Metern; der Weg dorthin führt in eine hochalpine Weidewelt, die weiterhin von Viehauftrieb geprägt ist. Der Oberhauser Zirbenwald ist der größte geschlossene Zirbenwald der Ostalpen. Die Ausflugsarena Wassermythos Ochsenlacke liegt auf 2.350 Metern bei der Mooseralm: Spielgeräte greifen das Thema Bergwasser auf und machen das Gelände zu einem Familienziel im Wandergebiet der Bergbahnen. Pfarrkirche und Ortszentrum wiederum liegen in der Unterrotte und machen den Hauptort als Dienstleistungs- und Treffpunkt erkennbar. Die Unterrotte bietet mit Pfarrkirche und Dorfkern einen Gegenpol zu den weit entfernten Almen.
Quellen: St. Jakob in Defereggen – Wikipedia, feste Artikelversion · Jagdhausalm – Osttirol Tourismus · Wassermythos Ochsenlacke – Osttirol Tourismus · Jagdhausalm – Osttirol Tourismus
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
