ST. VEIT IN DEFEREGGEN KENNENLERNEN
St. Veit auf der Sonnseite des Defereggentals
St. Veit in Defereggen liegt hoch über der Schwarzach auf der sonnigen Talseite. Die Gemeinde im Bezirk Lienz zählt 616 Einwohner (Stand 2026-01-01) und umfasst 61,49 km². Ihr Zentrum liegt auf rund 1.495 Metern; Weiler, Höfe und Seitentäler verteilen sich über Hänge, die bis in den Nationalpark Hohe Tauern reichen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · St. Veit in Defereggen – Wikipedia, feste Artikelversion
Siedlung am Steilhang
Der Ortskern liegt deutlich über dem Talboden, während Höfe und Weiler entlang der Hanglagen und in Nebentälern verstreut sind. Die Schwarzach verbindet das Defereggental, doch St. Veit orientiert sich sichtbar nach oben: Von Gsaritzen und anderen Siedlungsteilen führen Wege zu Almen und auf die Kämme. Die sonnige Lage begünstigte früher Ackerbau auf geeigneten Flächen; heute prägen Wiesen, Höfe und alpine Landschaft das Ortsbild. Ein Lehrweg in der Gassen-Siedlung erläutert, wie Menschen am Steilhang lebten. Fast ein Viertel des Gemeindegebiets liegt im Nationalpark Hohe Tauern. Dadurch treffen alltägliche Bewirtschaftung und der Schutz empfindlicher Berglandschaften unmittelbar aufeinander.
Quellen: St. Veit in Defereggen – Wikipedia, feste Artikelversion · St. Veit in Defereggen – Osttirol Tourismus
Kleine Betriebe, Tourismus und Dienste
Die Arbeitsstättenzählung erfasste 2024 in St. Veit 53 Arbeitsstätten und 111 Beschäftigte an diesen Standorten. 43,2 Prozent der Beschäftigten arbeiteten im Dienstleistungssektor. In Gasthöfen werden Gäste bewirtet, Vermieter betreuen Ferienwohnungen und Almhütten; die Tourismusinformation nennt dafür konkrete Angebote im Gemeindegebiet. Daneben bewirtschaften Höfe die Wiesen und halten Vieh auf den steilen Flächen. Diese Tätigkeiten hängen mit der Höhenlage zusammen: Nutzflächen sind kleinteilig, während Gäste über Wanderwege und Wintersport in den Ort kommen. So stehen landwirtschaftliche Arbeit und Besucherdienstleistungen im selben Hangraum nebeneinander.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · St. Veit in Defereggen – Wikipedia, feste Artikelversion · St. Veit in Defereggen – Osttirol Tourismus
Bergbau, Kirche und Reimmichl
Die Geschichte des Orts ist mit Bergbau und der politischen Grenze zwischen Tirol und Salzburg verbunden; erst 1803 kam der zuvor salzburgische Teil zu Tirol. Über Jahrhunderte wurden in den Bergen Erze gewonnen; danach blieb die Landwirtschaft wichtig. Die Pfarrkirche St. Veit ist seit 1313 belegt und wurde später zum Mittelpunkt einer eigenständigen Pfarre. Ein anderer Bezugspunkt ist Sebastian Rieger, der 1867 in St. Veit geboren wurde und als Priester und Schriftsteller unter dem Namen Reimmichl bekannt wurde. Der Brunnen am Dorfplatz erinnert an ihn. Sein Gedicht „Tirol isch lei oans“ wurde zu einer inoffiziellen Tiroler Hymne. Der Reimmichlbrunnen am Dorfplatz hält die Verbindung zu seiner Biografie im öffentlichen Raum sichtbar.
Quellen: St. Veit in Defereggen – Wikipedia, feste Artikelversion · St. Veit in Defereggen – Osttirol Tourismus
Wasserfall und Wege zu den Almen
Der Wasserfall bei Zotten ist ein markantes Ziel im Gemeindegebiet. Er ist vom Tal aus über einen kurzen Fußweg erreichbar. Wer höher hinaus möchte, findet Touren zur Speikbodenhütte und zu den Gritzer Seen. Die Wege folgen den Übergängen von Dorf und Weilern zu Almflächen. Im Winter gehören die Rodelbahnen Oberholz und Leppetal sowie Skitouren zum örtlichen Angebot. Vom hoch gelegenen Dorf öffnet sich der Blick auf mehrere Gebirgsgruppen des Defereggentals. Die Rodelbahn Leppetal ist laut Tourismusverband beleuchtet und damit auch für Fahrten am Abend angelegt.
Quellen: Wasserfall Zotten – Osttirol Tourismus · St. Veit in Defereggen – Osttirol Tourismus
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
