GEMEINDE · TIROL

Ischgl

Ein hoch gelegenes Dorf an der Grenze zur Schweiz

GEMEINDEKENNZIFFER70608
Pfarrkirche in Ischgl
Pfarrkirche in Ischgl · Foto: Monika Dittrich · „Kircheischgl3“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 624
01.01.2026
Fläche
103,34 km²
Bevölkerungsdichte
15,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6561
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ISCHGL KENNENLERNEN

Ischgl: vom Saumweg zum alpinen Urlaubsort

Ischgl liegt im Paznaun zwischen Silvretta und Verwall, nahe der Grenze zu Graubünden. Die Gemeinde umfasst 103,34 Quadratkilometer und hat 1.624 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Das Dorf ist heute vor allem als Wintersportort bekannt; seine Entwicklung lässt sich jedoch auch als Wandel eines abgelegenen Handels- und Bergbauerntals verstehen.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Ischgl - Startseite - Ischgl (er)leben - WISSENSWERTES - Abriss der Chronik

Ischgl und Mathon im Paznaun

Die Gemeinde umfasst zwei Ortschaften: Ischgl und Mathon mit den Ortsteilen Piel und Valzur. Durch das Tal fließt die Trisanna; beim Hauptort mündet der Fimbabach. Die Gebirgszüge begrenzen den Blick und die Verkehrswege. Über die Silvretta gelangt man in die Schweiz, während die Straße talauswärts nach Landeck führt. Für den Alltag sind damit zwei Maßstäbe präsent: das enge Tal mit seinen Weilern und die internationale Urlaubsdestination, die sich um den Ortskern entwickelt hat. Die Lage auf rund 1.400 Metern prägt Klima, Bauweise und saisonale Rhythmen. Mathon bleibt als eigene Ortschaft Teil derselben Gemeinde und bewahrt einen kleinteiligeren Siedlungscharakter als das verdichtete Zentrum.

Quellen: Ischgl – Wikipedia, feste Artikelversion

Handelswege und der Wandel zum Tourismus

Lange war Ischgl stärker mit dem Engadin, Vorarlberg und dem süddeutschen Raum verbunden als mit dem Inntal. Ein Privileg von 1460 erlaubte den Bewohnern, Vieh zollfrei auszuführen und Getreide einzuführen. Händler transportierten Waren über die Pässe mit Saumpferden. Als Wege durch Gletscher und Hochgebirge unpassierbar wurden, verlor dieser Handel an Bedeutung. Viele Bewohner arbeiteten zeitweise auswärts, als Hirten, Maurer oder Handwerker. Die Chronik der Gemeinde beschreibt den frühen Fremdenverkehr als wirtschaftlichen Ersatz, der ab etwa 1910 durch den Wintersport zusätzlichen Auftrieb erhielt. Aus der saisonalen Arbeit entwickelte sich im 20. Jahrhundert eine dauerhafte touristische Infrastruktur mit Hotels, Bergbahnen und einem dichten Dienstleistungsangebot.

Quellen: Gemeinde Ischgl - Startseite - Ischgl (er)leben - WISSENSWERTES - Abriss der Chronik · Ischgl – Wikipedia, feste Artikelversion

Dienstleistungen rund um Berg und Aufenthalt

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Ischgl 428 Arbeitsstätten und 1.261 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 92,5 Prozent der Arbeitsstätten und 95,1 Prozent der Beschäftigten entfielen auf den Dienstleistungssektor; nur 22,0 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Ischgl pendelten aus. Das passt zur örtlichen Wirtschaftsstruktur: Hotels, Gastronomie und die Silvrettaseilbahn bedienen Gäste, während das Unternehmen mit seinen Bahnen Zugänge in die Silvretta Arena herstellt. Im Winter transportieren Lifte Skifahrer, im Sommer führen Bergbahnen in die Höhenlagen. Dieser Betrieb braucht Personal für Seilbahnen, Technik und Gästebetreuung.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Gemeinde Ischgl - Startseite - Ischgl (er)leben - WISSENSWERTES - Abriss der Chronik · Silvrettaseilbahn AG – Ischgl A–Z

Ein Zentrum mit mehreren Jahreszeiten

Im Ortskern stehen Pfarrkirche und traditionelle Häuser neben Hotels und modernen Freizeiteinrichtungen. Die Pfarrkirche ist dem heiligen Nikolaus geweiht; in Mathon steht die Expositurkirche St. Sebastian. Die Silvrettabahn beginnt nahe dem Zentrum und macht den Übergang vom Dorf in die hochalpine Freizeitlandschaft unmittelbar sichtbar. Im Sommer wird die Region zum Ausgangspunkt für Wanderungen und Touren, im Winter bestimmen Skibetrieb und Veranstaltungen den Takt. Im Chalet Cima zeigt das Mathias-Schmid-Museum eine originale Stube aus dem Jahr 1851 sowie Gemälde, Zeichnungen und Zeugnisse aus dem Paznaun. Besuche sind nach Vereinbarung möglich. Damit reicht das kulturelle Angebot über die touristischen Anlagen hinaus und bewahrt auch die künstlerische und bäuerliche Erinnerung des Tals.

Quellen: Ischgl – Wikipedia, feste Artikelversion · Silvrettaseilbahn AG – Ischgl A–Z · Tourismusverband Paznaun – Mathias-Schmid-Museum

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Ischgl auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 540
31.10.2021 · Registerzählung1 547
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 624

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
598
NUTS-3-Region
Tiroler Oberland (AT334)

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