GEMEINDE · TIROL

Kauns

Ein kleines Dorf am Eingang des Kaunertals, geprägt von Bewässerungswiesen und einer Burg am Schluchtrand.

GEMEINDEKENNZIFFER70612
Bürgerhaus mit Fassadenmalerei in Kauns
Bürgerhaus mit Fassadenmalerei in Kauns · Foto: Rudolfo56 · „Kauns Bürgerhaus 49a, Schlosshaus“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
548
01.01.2026
Fläche
8,23 km²
Bevölkerungsdichte
66,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6526
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

KAUNS KENNENLERNEN

Kauns: Sonnenterrasse über der Fagge

Kauns liegt auf einer südorientierten Hangterrasse über der tief eingeschnittenen Fagge, dort, wo das Kaunertal ins obere Inntal mündet. Die Gemeinde zählt 548 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 8,23 km². Zwischen Dorfwiesen, Schlucht und bewaldeten Berghängen liegen hier Landwirtschaft, Naturraum und historischer Verkehrsraum eng beieinander.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Geografische Lage – Gemeinde Kauns

Zwischen Hangterrasse und Schlucht

Der Dorfkern liegt auf rund 1.050 Metern Seehöhe. Im Süden bricht die Terrasse steil zur Fagge ab; taleinwärts wird das Tal breiter, während nördlich des Bachs die Hänge des Glockturmkamms ansteigen. Das Gemeindegebiet reicht bis zum Mittagskopf und umfasst neben dem Hauptsiedlungsraum einen Teil des vorderen Kaunertals. Der dauerhaft besiedelbare Anteil ist klein: Wiesen und Weiden gliedern die Hanglage, dahinter folgen steile, vielfach bewaldete Hänge. Die Fagge bildet im südlichen Gemeindegebiet eine natürliche Grenze und hat eine schmale Schlucht geschaffen, die den Blick vom Dorf in die Tiefe lenkt.

Quellen: Geografische Lage – Gemeinde Kauns · Forst, Hydrologie, Naturgefahren – Gemeinde Kauns

Wiesen, Beherbergung und Arbeit

Die Hangterrasse wird durch Mähwiesen und Weiden geprägt. Ein künstliches, großteils unterirdisch geführtes Bewässerungssystem versorgt landwirtschaftliche Flächen im Nordosten. Der nach dem Zweiten Weltkrieg gebaute Hangkanal bringt Wasser auf die trockenen Wiesen und dient weiterhin ihrer Bewirtschaftung. Auch Beherbergung gehört zum örtlichen Angebot: Die Tiroler Landesstatistik zählte im Sommer 2025 vier gewerbliche Beherbergungsbetriebe und 21 private Ferienwohnungsbetriebe. Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Kauns 37 Arbeitsstätten. So stehen neben der Pflege und Nutzung der Hangwiesen kleine Dienstleistungsbetriebe für Gäste; der historische Wasserbau erfüllt zugleich eine praktische Aufgabe für die Landwirtschaft.

Quellen: Geografische Lage – Gemeinde Kauns · Statistik Austria, Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab_(Gebietsstand_2024), Zeile 1952–1956 · Regionsprofil Statistik 2025 Kauns · Forst, Hydrologie, Naturgefahren – Gemeinde Kauns

Wasserweg als Arbeitslandschaft

Der Kaunerberger Wasserweg folgt dem Hangkanal von der Innmündung über Kauns und Kaunerberg bis zum Gallruthstollen. Ein etwa einen Kilometer langer Bewässerungsstollen gehört zur Route. Gerade dort wird sichtbar, wie aufwendig die Wasserversorgung der steilen Wiesen war: Der Kanal wurde Ende der 1940er-Jahre mit Mitteln des Marshallplans finanziert. Der Stollen wird heute noch genutzt und ist deshalb nicht durchgehend begehbar. Der Naturpark empfiehlt, vor einer Wanderung den aktuellen Zugang zu prüfen. Oberhalb des Orts gehört auch das Naturschutzgebiet Kauns-Kaunerberg-Faggen zur Landschaft; es schützt Trockenrasen und Lebensräume seltener Insekten.

Quellen: Kaunerberger Hangkanal – Naturpark Kaunergrat · Schutzgebiete und Naturwerte – Gemeinde Kauns

Berneck über dem Faggenbach

Östlich des Dorfzentrums steht Schloss Berneck auf einer Felskante über dem Faggenbach. Die Burganlage stammt aus der Zeit um 1200; die Wand fällt an dieser Stelle rund 130 Meter zum Bach ab. 1501 erwarb der spätere Kaiser Maximilian I. die Burg als Standquartier für die Jagd in den umliegenden Revieren. Nach langem Verfall wurde die Anlage restauriert und ist heute zu besichtigen. Die Pfarrkirche und der Friedhof liegen im Dorfkern; auch der alte Löschteich gegenüber der Volksschule prägt das Ortsbild. Kauns wurde 1120 erstmals als „Chunes“ erwähnt und 1749 als eigene Steuergemeinde geführt. Burg, Dorf und Talzug erzählen damit von einem Ort, dessen Lage am Hang zugleich Schutz, Aussicht und Zugang zum Kaunertal bot.

Quellen: Einleitung – Gemeinde Kauns · Forst, Hydrologie, Naturgefahren – Gemeinde Kauns

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Kauns auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung475
31.10.2021 · Registerzählung497
01.01.2026 · Bevölkerungsstand548

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
153
NUTS-3-Region
Tiroler Oberland (AT334)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

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