GEMEINDE · TIROL

Kaunertal

Eine weitläufige Gemeinde mit einem hochalpinen Hinterland

GEMEINDEKENNZIFFER70611
Verschneiter Weiler Platz im Kaunertal
Verschneiter Weiler Platz im Kaunertal · Foto: Clemenspicture · „Blick von Norden auf den Weiler Platz im Kaunertal in Tirol im Winter 2008-12-14“ · Wikimedia Commons · CC BY 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
642
01.01.2026
Fläche
193,52 km²
Bevölkerungsdichte
3,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6524
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

KAUNERTAL KENNENLERNEN

Kaunertal: das Tal zwischen Gletscher und Stausee

Das Kaunertal umfasst ein ganzes hochalpines Tal: von Feichten bis zum Gepatschferner und zur Grenze nach Südtirol. Die Gemeinde hat 193,52 Quadratkilometer Fläche und 642 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Landwirtschaft, Wasserkraft und Tourismus prägen unterschiedliche Teile dieses langen Talraums.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Kaunertal (Gemeinde) – Wikipedia, feste Artikelversion

Weiler in einem weiten Gebirgstal

Die Wohnplätze liegen entlang der Straße durch das Tal; Feichten ist der Hauptort. Im Osten und Westen begrenzen Kaunergrat und Ötztaler Alpen die Landschaft, im Süden reicht die Gemeinde bis zur Weißseespitze und an die italienische Grenze. Nur ein kleiner Teil des Gemeindegebiets ist landwirtschaftliche Nutzfläche, während Almflächen, Wald und hochalpine Bereiche den größten Raum einnehmen. Die langen Wege zwischen Feichten, den Weilern und dem Talschluss prägen Versorgung und Freizeit. Anders als bei vielen Tiroler Gemeinden umfasst das Gemeindegebiet nahezu den gesamten hinteren Talraum. Der Gepatschferner, die hoch gelegenen Almen und der Stausee liegen deshalb innerhalb derselben Gemeindegrenzen.

Quellen: Kaunertal (Gemeinde) – Wikipedia, feste Artikelversion

Wasserkraft im hinteren Tal

Der Gepatsch-Stausee liegt im hintersten Kaunertal. Der zwischen 1961 und 1964 errichtete Speicher sammelt Wasser, das durch einen 13,2 Kilometer langen Triebwasserweg zu den Turbinen des Kraftwerks bei Prutz geleitet wird. Am See informiert eine Ausstellung über den Bau und die Nutzung der Wasserkraft; sie ist in den Sommermonaten beim Café Seepanorama zugänglich. Damit trifft im selben Talraum ein technisches Großbauwerk auf Gletscher, Almen und Bergstraßen. Der Stausee ist zugleich Teil der Infrastruktur für Energieerzeugung und ein Ort, an dem Besucher die Geschichte dieser Nutzung nachvollziehen können. Die Gemeinde ist damit durch Wasser geprägt, das als Naturraum, Energiequelle und touristisches Thema sichtbar wird.

Quellen: TIWAG – Kraftwerk Kaunertal · Tourismusverband Kaunertal – Gepatsch-Stausee und Ausstellung Wasserkraft

Tourismus und regionale Arbeit

Die Arbeitsstättenzählung 2024 verzeichnete im Kaunertal 85 Arbeitsstätten und 310 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 80,0 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Dienstleistungssektor; 90,3 Prozent der Beschäftigten entfielen auf diesen Bereich. Touristische Angebote reichen von Beherbergung und Gastronomie bis zu Bergbahnen und der Kaunertaler Gletscherstraße. Im Quellalpin in Feichten werden Bad, Fitness und Gastronomie betrieben. Das Café Seepanorama versorgt Gäste am Gepatsch-Stausee während der Sommermonate. Landwirtschaft bleibt mit Almwirtschaft präsent, während die Dienstleistungen rund um Freizeit und Aufenthalt einen großen Teil der örtlichen Arbeitsstätten ausmachen.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Quellalpin Kaunertal – Öffnungszeiten und Angebote · Tourismusverband Kaunertal – Gepatsch-Stausee und Ausstellung Wasserkraft

Ein Tal als Lern- und Ausflugsraum

Das Quellalpin in Feichten bündelt Freizeitangebote unter einem Dach. In der Dauerausstellung „Mit aller Kraft“ geht es um Klima, Gletscher und die Zukunft des Gepatschferners. Sie ergänzt das Talmuseum in Platz, das Gegenstände aus Landwirtschaft, Bergbau und Alpinismus zeigt. Weiter talaufwärts führt die Kaunertaler Gletscherstraße zu hoch gelegenen Aussichtspunkten und Sommerbahnen. Solche Angebote machen die räumlichen Gegensätze des Tals erfahrbar: vom bewohnten Talboden über den Stausee bis in die Gletscherregion. Die Ausstellung ist an die Öffnungszeiten des Quellalpins gebunden; die Gletscherstraße und Bergbahnen arbeiten saisonal. So lässt sich ein Besuch mit Kultur, Landschaft und der Geschichte technischer Eingriffe verbinden.

Quellen: Quellalpin Kaunertal – Öffnungszeiten und Angebote · Tourismusverband Kaunertal – Sommer-Bergbahnen

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Kaunertal auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung608
31.10.2021 · Registerzählung616
01.01.2026 · Bevölkerungsstand642

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
202
NUTS-3-Region
Tiroler Oberland (AT334)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Kaunertal

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.