GEMEINDE · TIROL

Wattenberg

Streusiedlung, Almen und Zugänge in die Tuxer Alpen.

GEMEINDEKENNZIFFER70366
Blick auf die Häuser und Wiesen von Wattenberg
Blick auf die Häuser und Wiesen von Wattenberg · Foto: HellasX · „Wattenberg AT6112“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
797
01.01.2026
Fläche
67,71 km²
Bevölkerungsdichte
11,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6113
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

WATTENBERG KENNENLERNEN

Wattenberg: Wohnen im weiten Wattental

Wattenberg steigt vom Inntal tief in das Wattental und reicht bis in die Tuxer Alpen. Auf 67,71 Quadratkilometern leben 797 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026); die weit verstreuten Höfe liegen zwischen Talöffnung, Almgebiet und hochalpinem Gelände.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Wattenberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Wattenberg: Gewerbebetriebe und Sägekirche

Eine Gemeinde entlang des Wattentals

Die Siedlung folgt dem Gelände statt einem kompakten Dorfkern. Am Taleingang liegen Weiler und Höfe, weiter südlich verengt sich das Wattental zu einer Berglandschaft mit Almen und Gipfeln. Der Reckner erreicht 2.888 Meter. Am hinteren Talende liegt der Truppenübungsplatz Lizum-Walchen, der große Teile des oberen Gemeindegebiets einnimmt. Das beeinflusst den Alltag ebenso wie Wanderungen: Der Zugang zu bestimmten Bereichen unterliegt militärischen Sperren, weshalb man Touren vorab planen muss. Wattenberg ist damit zugleich Wohnort, Arbeitsraum und Ausgangspunkt für alpine Wege. Die Gemeindegrenze umfasst viel Hochgebirge, obwohl die dauerhaft bewohnte Streusiedlung weit darunter liegt.

Quellen: Wattenberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Wattenberg: Gewerbebetriebe und Sägekirche

Kleine Betriebe, Almwirtschaft und Pendeln

In Wattenberg wurden 2024 insgesamt 78 Arbeitsstätten und 186 Beschäftigungsverhältnisse gezählt. Die örtlichen Tätigkeiten sind über das Tal verteilt: Ein Sägewerk verarbeitet Holz, zwei Betriebe befördern Güter, eine Tischlerei arbeitet im Handwerk und auf der Alpe Melang wird Milch zu Käse verarbeitet. Dazu kommen Gastbetriebe und eine Schutzhütte für Menschen, die im Wattental unterwegs sind. Diese kleinteilige Wirtschaft kann nur einen Teil der Erwerbstätigen am Wohnort beschäftigen. 84,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz Wattenberg pendelten 2024 aus der Gemeinde aus. Arbeitsorte und Wohnhöfe liegen damit oft weit voneinander entfernt.

Quellen: Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2024 · Gemeinde Wattenberg: Gewerbebetriebe und Sägekirche

Vom Bergbau zur heutigen Streusiedlung

Die erste urkundliche Nennung Wattenbergs stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert wurde im Möls- und Wattental Eisen und Kupfer abgebaut; der Bergbau brachte Arbeit in ein Gebiet, dessen Höfe zuvor vor allem von der Landwirtschaft lebten. Als die Lagerstätten im 17. Jahrhundert unrentabel wurden, gewann die Almwirtschaft wieder an Gewicht. Die politische Zugehörigkeit zu Wattens endete erst mit der Bildung einer eigenen Gemeinde. Seit 1934 befindet sich am Ende des Tals der Truppenübungsplatz. So überlagern sich auf dem Gemeindegebiet bäuerliche Nutzung, militärische Flächen und alpine Erschließung. Die Ortschronik dokumentiert Höfe, Kapellen, Almen und Mühlen und zeigt, wie sich die verstreute Besiedlung an den nutzbaren Hängen entwickelte.

Quellen: Wattenberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Wattenberg: Gewerbebetriebe und Sägekirche

Kirche und Bergwege

Die Sägekirche ist ein sichtbarer Mittelpunkt der Gemeinde; die Gemeinde führt dort regelmäßige Gottesdienste an. Zugleich führt die Straße weiter zum öffentlichen Parkplatz Walchen, von dem aus der Zustieg zur Lizumer Hütte beginnt. Die Hütte liegt auf 2.019 Metern im Almgebiet und dient Wanderern im Sommer sowie Skitourengehern und Schneeschuhwanderern im Winter als bewirtschafteter Stützpunkt. Sie liegt am Zentralalpenweg, am Traumpfad München–Venedig und am Inntaler Höhenweg. Der Truppenübungsplatz begrenzt manche Wege, deshalb gehören Sperrzeiten und Routenplanung zur Erfahrung des Wattentals. Im Alltag bleibt Wattenberg eine Gemeinde mit weiten Wegen zwischen den Höfen und den wenigen zentralen Einrichtungen. Die Landschaft bietet viel Freiraum, aber die militärische Nutzung setzt klare Grenzen für den öffentlichen Zugang.

Quellen: Gemeinde Wattenberg: Gewerbebetriebe und Sägekirche · Österreichischer Alpenverein: Lizumer Hütte · Wattenberg – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Wattenberg auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung714
31.10.2021 · Registerzählung775
01.01.2026 · Bevölkerungsstand797

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
322
NUTS-3-Region
Innsbruck (AT332)

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