NAVIS KENNENLERNEN
Navis: Das Tal zwischen Siedlung und Alm
Navis folgt dem Bach tief in die Tuxer Alpen: Die Gemeinde umfasst das ganze, rund zehn Kilometer lange Navistal, das östlich von Matrei vom Wipptal abzweigt. Am 1. Jänner 2026 zählte Navis 2.024 Einwohner; das Gemeindegebiet umfasst 64,13 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Navis (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion
Leben im Tal
Die Siedlungen liegen nicht in einem einzigen kompakten Dorf. Die drei Ortschaften Außerweg, Oberweg und Unterweg verteilen sich auf den Talraum; der Navisbach verbindet die Höfe und Weiler in Richtung Talausgang. Der Ortsteil St. Kathrein liegt dort, wo das Tal ins Wipptal übergeht. Für den Alltag bedeutet diese Streuung, dass Gemeindeangebote, Schule und Einkauf auf mehrere Wegebeziehungen ausgerichtet sind. Die Volksschule Navis, Kindergarten und Kinderkrippe sind am Ort vorhanden; weiterführende Schulen im Wipptal werden regional organisiert. Das Tal bleibt zugleich eng mit Matrei und dem Wipptal verbunden. Der kommunale Busfahrplan bindet den Talraum an Matrei am Brenner und die regionalen Anschlüsse.
Quellen: Navis (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Navis - Startseite
Arbeit zwischen Handwerk und Pendeln
Die Arbeitsstättenzählung erfasste in Navis 2024 insgesamt 178 Arbeitsstätten. Landwirtschaft und Gewerbe stehen hier neben Dienstleistungen; beim Beschäftigungsvolumen fällt besonders das produzierende Gewerbe auf, auf das 59,8 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort entfielen. Die Gemeinde führt Nocker Metallbau und Schafferer Holzbau mit Adressen in Außerweg. Solche Betriebe bearbeiten Metall beziehungsweise Holz für Bauaufträge und geben der Arbeit im Tal ein handwerkliches Profil. Für viele Einwohner liegt der Arbeitsplatz dennoch außerhalb der Gemeinde: 79,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Die Verbindung nach Matrei und weiter ins Wipptal ist damit auch eine tägliche Arbeitsverbindung.
Quellen: Statistik Austria, Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle · Wirtschaft, Gemeinde Navis
Almen, Wasser und Höhen
Vom Navisbach steigt das Gemeindegebiet von der Sill bis zu den Hochlagen der Tuxer Alpen. Der Taleingang ist ländlich besiedelt, weiter taleinwärts bestimmen Bergwiesen, Almen und bewaldete Flanken den Blick. Ein Teil des Gemeindegebiets reicht in den Truppenübungsplatz Lizum-Walchen; die alpine Landschaft ist daher nicht überall frei zugänglich. Für Wandernde sind die Almen am Talende ein greifbares Ziel. Die Klammalm ist ein markanter Orientierungspunkt in der Gemeindefotografie; Wege und Zufahrten sollten je nach Saison vor Ort geprüft werden. Das Tal ist kein Durchgangskorridor, sondern ein eigener Lebensraum mit begrenztem Straßenanschluss und langen Wegen zwischen Unterweg und den höher gelegenen Höfen.
Quellen: Navis (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Navis - Startseite
Kirche und Erinnerung
Der Name Navis ist spätestens 1177 in einer Urkunde überliefert, als eine Besitzbestätigung des Papstes Alexander III. den Ort als „Nauisse“ nennt. In der Geschichte des Tals spielen Weidewirtschaft und Bergbau eine Rolle: Im 15. und 16. Jahrhundert wurden Kupfer und Silber gewonnen. Sichtbare Spuren der älteren Herrschaftsgeschichte liegen bei der Ruine Aufenstein und der Filialkirche St. Kathrein. Im heutigen Ortsbild steht daneben der Nepomukbrunnen am Dorfplatz, den die Gemeinde in ihrer Fotogalerie dokumentiert. Die verstreuten Siedlungen und die Kirche am Talausgang machen nachvollziehbar, wie Navis zwischen eigenständigem Tal und Verbindung zum Wipptal gewachsen ist.
Quellen: Navis (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Navis - Startseite · Navis im Sommer - ein schönes Tal
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
