WILDERMIEMING KENNENLERNEN
Wildermieming: Plateauort zwischen Höfen und Bergen
Wildermieming liegt am östlichen Mieminger Plateau, wo der alte Dorfkern, Affenhausen und die locker bebaute Siedlung in eine weite Berglandschaft eingebettet sind. Die Gemeinde hat 1.024 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 31,24 Quadratkilometern.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Wildermieming: Unternehmen, Kapellen und Bergdoktorhaus · Wildermieming – Wikipedia, feste Artikelversion
Dorf und verstreute Ortsteile
Die Gemeinde zieht sich vom Plateau hinauf zur Mieminger Kette und reicht im Norden bis an das Wettersteingebirge. Ein Teil des Gaistals liegt jenseits der Kette und ist über Leutasch erreichbar. Im bebauten Bereich unterscheiden sich der ältere Dorfkern mit Höfen und dichterer Bebauung, Affenhausen und die jüngeren Wohnhäuser im Westen. Diese Struktur macht Wildermieming zu einem Ort, in dem Landwirtschaft und Wohnen noch räumlich eng aufeinandertreffen, zugleich aber die Wohnfunktion an Gewicht gewonnen hat. Die Bergkulisse ist im Ortsalltag ständig präsent; Wege führen vom Dorf zu Kapellen, Feldern und den Rändern des Plateaus. Für Besucher ist das Haus am Sonnenstein ein bekannter Anlaufpunkt, aber die Landschaft bleibt der größere Zusammenhang.
Quellen: Wildermieming – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Wildermieming: Unternehmen, Kapellen und Bergdoktorhaus
Handwerk, Landwirtschaft und Tourismus
Für Wildermieming weist die Arbeitsstättenzählung 2024 insgesamt 105 Arbeitsstätten und 376 Beschäftigungsverhältnisse aus. Ein konkreter Handwerksbetrieb ist das Bauunternehmen Prem im Ortsteil Graben: Es errichtet Ein- und Mehrfamilienhäuser und übernimmt Zu- und Umbauten sowie Sanierungen. Daneben gehören Höfe und Beherbergungsbetriebe zum örtlichen Arbeitsleben. Landwirtschaft ist auch im bebauten Dorf sichtbar, wo alte Hofstellen neben neueren Wohnhäusern stehen. Für viele Bewohner liegt der Arbeitsplatz dennoch außerhalb der Gemeinde: 75,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten 2024 aus. So treffen am Plateau lokale Betriebe und eine starke Wohnfunktion aufeinander.
Quellen: Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2024 · Bauunternehmen Prem · Örtliches Raumordnungskonzept Wildermieming 2026
Ein Name mit vielen Wandlungen
Die Gemeinde wurde im 12. Jahrhundert erstmals als Wilramingin erwähnt; der Name geht auf einen Personennamen zurück. 1833 trennte sich Wildermieming von Mieming und entwickelte eine eigene kommunale Geschichte. Der alte Dorfkern bewahrt bis heute eine landwirtschaftliche Bauform, während sich die Siedlung im Westen mit Ein- und Zweifamilienhäusern erweitert hat. In Affenhausen ist die Afra-Kapelle ein Bezugspunkt, dessen Name an die heilige Afra erinnert. Noch sichtbarer ist die Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus: Ihr heutiger Bau stammt aus dem 18. Jahrhundert und trägt ein großes Christophorusfresko, dessen ältere Schicht auf das 14. Jahrhundert zurückgeht. Dorfgeschichte zeigt sich damit sowohl in der Siedlungsform als auch in den religiösen Orten.
Quellen: Wildermieming – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Wildermieming: Unternehmen, Kapellen und Bergdoktorhaus
Bergdoktorhaus und Kapellenwege
Wildermieming wurde zwischen 1992 und 1997 als Drehort der Fernsehserie „Der Bergdoktor“ bekannt. Das Bergdoktorhaus spielte den fiktiven Ort Sonnenstein; es ist nicht bewohnbar, kann aber von außen besichtigt werden. Die Attraktion liegt am Ortsrand und lenkt den Blick zugleich auf das Plateau, das die Kulisse geprägt hat. Daneben stehen die Pfarrkirche und mehrere Kapellen: Die Afra-Kapelle in Affenhausen besitzt ein Kruzifix und spätgotische Figuren, die Rochuskapelle im Außerfeld erinnert an die Pestgeschichte. Wege zwischen Dorf, Siedlung und Kapellen verbinden Kultur und Bewegung, ohne dass dafür eine große touristische Infrastruktur nötig wäre. Ein Teil der Angebote richtet sich an Übernachtungsgäste, doch die sakralen Bauten gehören weiterhin zum Alltag der Gemeinde.
Quellen: Gemeinde Wildermieming: Unternehmen, Kapellen und Bergdoktorhaus · Wildermieming – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Wildermieming – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Wildermieming: Unternehmen, Kapellen und Bergdoktorhaus
- Gemeinde Wildermieming: Pfarrkirche und Kapellen
- Bauunternehmen Prem
- Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2024
- Örtliches Raumordnungskonzept Wildermieming 2026
Stand der Angaben: 15.10.2026
