TUX KENNENLERNEN
Tux: Fünf Orte im hochalpinen Tal
Tux erstreckt sich durch das hintere Tuxertal bis an den vergletscherten Alpenhauptkamm. Die fünf Ortsteile Vorderlanersbach, Lanersbach, Juns, Madseit und Hintertux liegen entlang einer einzigen Talstraße, aber auf deutlich verschiedenen Höhenstufen. Am 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 1.908 Einwohner; ihre Fläche beträgt 111,15 Quadratkilometer. Das Tal ist zugleich Wohnraum, Arbeitsort und Ausgangspunkt in die hochalpine Bergwelt.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Tux (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Tux - Startseite
Ein Tal mit mehreren Zentren
Tux liegt in einem Seitental des Zillertals, das bei Mayrhofen nach Südwesten abzweigt. Die verstreuten Ortsteile ziehen sich vom Eingang bei Vorderlanersbach bis zum Talschluss in Hintertux. Lanersbach bildet mit Gemeindeamt, Pfarrkirche, Schulen und Kinderbetreuung das zentrale Alltagszentrum; Hintertux liegt am Fuß des Gletschers und ist stark von Beherbergung und Bergbahnen geprägt. Dazwischen wechseln Wohnhäuser, Höfe und touristische Betriebe. Das Gelände reicht von den Siedlungen im Tal bis zu Gletschern und hohen Übergängen wie dem Tuxer Joch. Die Straße nach Mayrhofen ist die wichtigste Verbindung für Versorgung, Schule und Arbeit. Ein Bus verbindet die Ortsteile; der nächste Bahnhof liegt in Mayrhofen.
Quellen: Tux (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Tux - Startseite
Tourismus und Landwirtschaft im selben Tal
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Tux 273 Arbeitsstätten und 1.559 Beschäftigte in Arbeitsstätten; 25,6 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Tux pendelten aus. Die Gemeinde ist stark vom Tourismus geprägt: In Beherbergung und Gastronomie wird Unterkunft, Verpflegung und Bergsportzugang für Gäste organisiert. Die Zillertaler Gletscherbahn betreibt in Hintertux ein ganzjährig zugängliches Skigebiet und transportiert Besucher mit Seilbahnen zu den hochgelegenen Anlagen. Daneben werden Wiesen und Almen weiterhin landwirtschaftlich bewirtschaftet, vielfach im Nebenerwerb. Diese Tätigkeiten liegen räumlich nahe beieinander: Höfe und Unterkünfte im Tal, Seilbahnen und Pisten an den Hängen.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse · Tux (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Hintertuxer Gletscher – Betreiberseite
Vom Bergbau zur heutigen Gemeinde
Die ersten Höfe waren Schwaighöfe, deren Abgaben in Naturalien geleistet wurden. Der Talname ist 1280 als „Tukches“ belegt. Hintertux gehörte bis 1926 zur Gemeinde Schmirn; in diesem Jahr schlossen sich Hintertux, Lanersbach und Lämperbichl zur Gemeinde Tux zusammen. Ein wirtschaftlicher Einschnitt folgte mit dem Magnesitwerk oberhalb von Vorderlanersbach. Von 1927 bis 1976 wurde dort Magnesit gewonnen. Das Werk beschäftigte zahlreiche Arbeiter und ließ auf der Schrofenalm eine kleine Siedlung mit Wohnungen, Schule, Geschäft und Kino entstehen. Nach der Schließung wurden die Anlagen abgetragen, erhalten blieb unter anderem die Barbarakapelle. Das gemeindeeigene Gedenkprojekt dokumentiert das Werk 2026, fünfzig Jahre nach der Einstellung, als Teil der regionalen Wirtschafts- und Kulturgeschichte.
Quellen: Tux (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Chronik - Tux - Startseite - Leben in Tux - Wissenswertes - Chronik · Projekt Gedenkjahr Magnesitwerk – Gemeinde Tux
Gletscher, Höhle und Pfarrkirche
In Hintertux erschließen Bergbahnen den Gletscher. Von der Bergstation Tuxer Fernerhaus führt ein kurzer Weg zu den Führungen in der Spannagelhöhle. Die Höhle ist als Naturdenkmal ausgewiesen; bei einer Schauhöhlenführung sind rund 500 Meter nahe dem Eingang zugänglich. Die Führungen beginnen am Spannagelhaus nahe dem Höhleneingang. Im Dorfzentrum von Lanersbach steht die Pfarrkirche St. Thomas, die 1686 anstelle einer älteren Kirche errichtet und später barockisiert wurde. Auch die Ortsteile behalten eigene Akzente: In Vorderlanersbach liegt die denkmalgeschützte Bauernschaft Gemais mit Gebäuden, deren Erscheinungsbild bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht.
Quellen: Hintertuxer Gletscher – Betreiberseite · Naturdenkmal Spannagelhöhle – Betreiberinformation · Tux (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarre St. Thomas – Gemeinde Tux
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Tux (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Hintertuxer Gletscher – Betreiberseite
- Naturdenkmal Spannagelhöhle – Betreiberinformation
- Pfarre St. Thomas – Gemeinde Tux
- Projekt Gedenkjahr Magnesitwerk – Gemeinde Tux
Stand der Angaben: 15.10.2026
