GEMEINDE · TIROL

Trins

Ein enges Dorf am Fuß des Blasers verbindet alpine Wege mit einer ungewöhnlichen Siedlungsgeschichte.

GEMEINDEKENNZIFFER70359
Schloss Schneeberg in Trins
Schloss Schneeberg in Trins · Foto: Alletto · „Schloss Schneeberg 01“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 383
01.01.2026
Fläche
48,83 km²
Bevölkerungsdichte
28,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6152
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

TRINS KENNENLERNEN

Trins: Bergbaugeschichte im sonnigen Gschnitztal

Trins liegt als dichtes Haufendorf am Südhang des Blasers und am Eingang des Gschnitztals. Die Gemeinde umfasst 48,83 Quadratkilometer und zählte am 1. Jänner 2026 1383 Einwohnerinnen und Einwohner.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Trins Gemeinde - www.trins.gv.at

Zwischen Moräne und Bergflanke

Das Gschnitztal zweigt bei Steinach am Brenner vom Wipptal ab und öffnet sich von Trins nach Osten. Die Gemeinde liegt auf 1.233 Metern Seehöhe; die lange Talachse lässt viel Sonne in den Ort. Westlich des Dorfes quert ein mächtiger Endmoränenwall das Tal. Der Gschnitzbach hat ihn durchschnitten. Die Ablagerung wurde namensgebend für das Gschnitzstadium, eine Phase des spät-eiszeitlichen Gletschervorstoßes, die Forschende in den Alpen wiedererkennen. Der Blaser erhebt sich unmittelbar über dem Dorf. Am weiten Gemeindegebiet liegen daneben verstreute Siedlungen und Höfe, wodurch die geschlossene Dorfmitte und die offenen Hanglagen zusammen ein markantes Ortsbild ergeben.

Quellen: Trins Gemeinde - www.trins.gv.at

Arbeit zwischen Handwerk und Bergtourismus

Die Arbeitsstättenzählung weist für Trins 2024 insgesamt 123 Arbeitsstätten aus; 66,7 Prozent davon entfielen auf den Dienstleistungssektor. Zugleich pendelten 83,7 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Trins aus der Gemeinde aus. Die Zahlen beschreiben kleine lokale Strukturen neben dem Arbeitsmarkt des Wipptals. Die Gemeindeseite führt unter anderem Holzbau Salchner in Galtschein, einen Betrieb für Holzschlägerung und -bringung sowie Bau- und Erdbewegungsunternehmen an. Dazu kommen Beherbergung, Gastronomie und Freizeitangebote: Langlauf, Skischule und Lift bringen Gäste ins Tal, während Handwerksbetriebe konkret bauen, Holz bearbeiten oder Baustellen vorbereiten.

Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle · Gemeinde Trins – Wirtschaft

Ein Bergdorf mit alter Knappensiedlung

Trins war zunächst kein Bauerndorf, sondern eine Knappensiedlung. In den Stollen am Muttenjoch gewannen Bergleute Blei und Kupfer; sichtbare Bergwerkssymbole an Häusern erinnern an diese Arbeit. Das eng gedrängte, verwinkelte Dorf gilt als rätoromanisch geprägte Siedlungsform. Die kompakte Bauweise ist im Kontrast zu den verstreuten Höfen am Hang gut zu erkennen. Heute gehören Landwirtschaft, Tourismus und Handwerk zum lokalen Alltag. Die Gemeinde nennt acht Vollerwerbs- und 38 Nebenerwerbslandwirte, außerdem Gasthöfe, Hotels und Cafés. Für Bewohner und Gäste verbinden sich damit Versorgung und Einkehr im Dorf mit Wegen in die umliegenden Berge. Die kommunale Übersicht weist außerdem über 40 Kilometer Langlaufloipen sowie Rodelbahn und Skaterplatz aus. Die Angebote reichen vom Eislaufplatz bis zum Landschaftsteich und ergänzen das tägliche Leben um wohnortnahe Freizeitmöglichkeiten.

Quellen: Trins Gemeinde - www.trins.gv.at

St. Magdalena über dem Tal

Das Bergkirchlein St. Magdalena steht auf einer Felskanzel rund 400 Meter über dem Talboden, am Weg Richtung Muttenjoch. Es ist 1307 erstmals urkundlich bezeugt, dürfte aber älter sein. Bei Restaurierungsarbeiten wurden romanische Wandmalereien entdeckt, die zu den ältesten auf Nordtiroler Boden zählen. Von der erhöhten Lage öffnet sich der Blick auf das eng bebaute Trins und das weit verstreute Gschnitz. Am westlichen Dorfende macht der Moränenwall sichtbar, wie stark Eis und Wasser die Talform prägten. Damit liegen zwei Ebenen der Ortsgeschichte eng beieinander: die geologische Entstehung des Talraums und die lange Nutzung der Bergflanken durch Bergbau, Landwirtschaft und Wege.

Quellen: Gemeinde Trins – St. Magdalena

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Trins auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 269
31.10.2021 · Registerzählung1 337
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 383

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
458
NUTS-3-Region
Innsbruck (AT332)

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