KRAKAU KENNENLERNEN
Krakau: Hochplateau mit drei Ortskernen
Krakau ist eine weitläufige Berggemeinde mit drei Ortsteilen auf dem Hochplateau der Schladminger Tauern. Krakaudorf, Krakauhintermühlen und Krakauschatten bilden seit 2015 eine Gemeinde. Auf 123,46 Quadratkilometern leben 1342 Menschen (Stand 1. Jänner 2026). Landwirtschaft, Brauchtum und Wanderwege prägen den Alltag im Tal.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Erlebnisregion Murau – Bergsteigerdorf Krakau
Drei Ortsteile im Hochtal
Krakaudorf bildet den Hauptort des Krakautals. Krakauhintermühlen liegt weiter nördlich, Krakauschatten auf der Südseite nahe der Salzburger Landesgrenze. Die Ortsteile liegen verstreut auf einem Hochplateau zwischen Sölkpass und Preber, eingerahmt von den Schladminger Tauern. Diese Lage bestimmt die Wege im Alltag: Höfe, kleine Ortskerne und Seitentäler verbinden sich über ein weitläufiges Straßen- und Wegenetz. Das Tourismusprofil stellt ruhige Naturerlebnisse, markierte Wanderwege und sanften Wintersport in den Vordergrund. Im Sommer erschließt ein Tälerbus die Ziele Etrachsee, Schattensee und Wildkarseen. Die Streuung der Siedlungen erklärt, warum sich viele Wege zwischen Höfen, Seen und den einzelnen Ortskernen abspielen.
Landwirtschaft und Dienstleistungen
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasst 142 Arbeitsstätten in Krakau; 50,0 Prozent davon gehören zum primären Sektor. Bei den 228 Beschäftigungsverhältnissen in Arbeitsstätten entfallen 36,4 Prozent auf Landwirtschaft und Forstwirtschaft, 53,1 Prozent auf Dienstleistungen. Dazu zählen unter anderem Beherbergung und Gastronomie, die Wanderern und Urlaubsgästen Unterkunft und Verpflegung anbieten. Das Bergsteigerdorf-Profil nennt Gasthöfe in Krakaudorf, Krakauebene und Krakauschatten sowie Verleihstationen für E-Bikes. Diese Tätigkeiten verbinden saisonale Gäste mit den Ortsteilen und ihren Wegen. 77,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus der Gemeinde aus.
Vom Siedlungsraum zur Gemeinde
Krakaudorf gilt als alter Siedlungskern des Rantentals. Das Gebiet wurde zunächst von slawischen Siedlern erschlossen; ab dem 9. Jahrhundert kamen bairische Siedler in das Tal. Der Ortsname Krakau ist 1304 erstmals als Flurname belegt und wird aus slawischen Wörtern für Krähe oder Dohle erklärt. Krakaudorf trug im Mittelalter und bis ins 16. Jahrhundert den Namen Lessach. Die Gemeinde erhielt ihre heutige Form mit der steirischen Strukturreform, als Krakaudorf, Krakauhintermühlen und Krakauschatten zusammengeführt wurden. Die Verwaltung ist seither gemeinsam, die drei Ortskerne und ihre jeweiligen Kirchen blieben erhalten. Pfarrkirchen in Krakaudorf und Krakauebene sowie die Filialkirche St. Ulrich am Hollerberg markieren religiöse Mittelpunkte im Gemeindegebiet.
Quellen: Krakau (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion
Seen und Brauchtum
Der Etrachsee und der Schattensee sind gut belegte Ziele innerhalb der Gemeinde. Am Etrachsee führt ein Rundweg um das Gewässer; der See ist zugleich Ausgangspunkt für weitere Wanderungen, und im Sommer liegt eine Gaststätte am Ufer. Der Schattensee lässt sich über markierte Wege erreichen, darunter eine leichte Rundtour durch Wald und über Feldwege. Ein Baumkalender begleitet den Rundgang am See. Dort wird außerdem Wasserscheibenschießen angeboten, bei dem die Schützen auf eine über dem Wasser aufgehängte Scheibe zielen. Daneben führt ein Naturlehrpfad in Krakauschatten an seltenen Pflanzen vorbei bis zum Alpengarten. Abseits der Wanderwege gehört das Faschingrennen am Rosenmontag zu den örtlichen Bräuchen: Verkleidete Gruppen ziehen von Haus zu Haus. So erhält das weitläufige Tal auch gemeinsame Anlässe, die über die einzelnen Ortskerne hinausreichen.
Quellen: Erlebnisregion Murau – Etrachsee · Erlebnisregion Murau – Schattensee · Erlebnisregion Murau – Bergsteigerdorf Krakau · Krakau (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
