RANTEN KENNENLERNEN
Ranten: vom Tal bis zum Trattenkogel
Ranten erstreckt sich vom breiten Tal des Rantenbachs bis zu den bewaldeten Höhen am Trattenkogel. Vier Ortschaften liegen auf 52,46 Quadratkilometern; die Gemeinde zählt 1086 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Landwirtschaft, Vereinsleben und eine enge Verbindung zum Bezirkszentrum Murau prägen den Alltag.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Ranten | GemeindeRanten
Tal, Äcker und bewaldete Höhen
Der Rantenbach verläuft durch das breite Tal, das den Kern der Gemeinde bildet. Auf der nördlichen Sonnseite liegen Ackerflächen; nach Süden steigt das Gelände bewaldet auf fast 1.800 Meter. Der Trattenkogel erreicht 1.793 Meter. Rinegg kam 2015 zur Gemeinde. Fünf Katastralgemeinden gliedern das Gemeindegebiet. Die Landschaft ist dadurch nicht nur Kulisse, sondern bestimmt Siedlung und Wege: Höfe liegen entlang des Talraums, während Wald und Almen die höheren Lagen einnehmen. Rund 32 Prozent der Fläche sind Landwirtschaftsflächen, 63 Prozent Wald. Wander- und Radwege erschließen das Umland; im Winter liegen Skigebiete der Region in erreichbarer Nähe. Ranten liegt rund zehn Kilometer nordwestlich von Murau.
Quellen: Ranten – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Ranten | GemeindeRanten
Höfe, Bau und örtliche Dienste
In der Arbeitsstättenzählung 2024 sind 112 Arbeitsstätten in Ranten ausgewiesen; 60,7 Prozent davon liegen im primären Sektor. In den Arbeitsstätten wurden 200 Beschäftigungsverhältnisse gezählt; davon entfallen 40,0 Prozent auf Land- und Forstwirtschaft, 22,5 Prozent auf die Produktion und 37,5 Prozent auf Dienstleistungen. 79,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus. Für die Nahversorgung steht das Kaufhaus Samberger; die Gemeinde kündigte für Oktober 2026 die Wiedereröffnung nach einem Umbau an. Die große Auspendlerquote zeigt, wie stark Arbeit außerhalb der Gemeinde mit den Betrieben und Höfen vor Ort verbunden ist.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024 · Gemeinde Ranten | GemeindeRanten
Ranten auf alten Siedlungsspuren
Der Ortsname erscheint in einer Urkunde um 1080 als „Radintin“ und wird auf einen slawischen Personennamen zurückgeführt. Der Talraum war bereits zuvor besiedelt; die Gemeinde dokumentiert auf ihrer Jubiläumsseite Funde aus keltischer, römischer und slawischer Zeit. Die politische Gemeinde entstand 1849/50, wurde 1948 mit Tratten vereint und 1965 um Freiberg und Seebach erweitert. Die Pfarrkirche in Ranten bewahrt an ihrer Fassade einen Freskenzyklus aus der Zeit der Reformation, der trotz der späteren Gegenreformation erhalten blieb.
Quellen: Ranten – Wikipedia, feste Artikelversion · 950 Jahre Ranten - Zeitgeschichte | GemeindeRanten
Vereine und gelebte Tradition
Das Vereinsleben gibt dem verstreuten Gemeindegebiet wiederkehrende gemeinsame Anlässe. Musikverein, Freiwillige Feuerwehr, Prangschützengarde, Sportverein und Landjugend sind auf der Gemeindeseite als örtliche Gruppen dokumentiert. Der TSV Union Ranten wurde 1962 gegründet und organisiert Sportangebote; ein Eislaufplatz ist seit 2021 als eigene Sektion in den Verein eingebunden. Der früher ortseigene Skilift bestand von 1965 bis 2001; heute ist der Eislaufplatz das im Vereinsprofil genannte Winterangebot. Die Gemeinde hält auch das Faschingrennen als Teil des örtlichen Brauchtums fest. Der Martin-Zeiller-Garten verbindet Geschichte mit einem öffentlich angelegten Rundgang: Eine Ausstellung zu 950 Jahren Ranten führt durch ausgewählte Entwicklungen des Ortes. Im Ortsteil Rinegg liegt außerdem Maria Schutz, eine Wallfahrtskirche, die zusammen mit der Pfarrkirche Ranten die religiösen Mittelpunkte der Gemeinde bildet.
Quellen: Gemeinde Ranten – Startseite · TSV Union Ranten – Vereinsgeschichte · Gemeinde Ranten | GemeindeRanten · Ranten – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Ranten – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Ranten | GemeindeRanten
- 950 Jahre Ranten - Zeitgeschichte | GemeindeRanten
- Gemeinde Ranten – Startseite
- 950 Jahre Ranten – Zeitgeschichte
- TSV Union Ranten – Vereinsgeschichte
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024
Stand der Angaben: 14.10.2026
