MÜHLEN KENNENLERNEN
Am Rand des Hörfelds, hinauf zum Zirbitzkogel
In Mühlen liegen ein international bedeutsames Feuchtgebiet und der hohe Zirbitzkogel im selben Gemeindegebiet. Die Marktgemeinde im Bezirk Murau hat 847 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 50,79 Quadratkilometer. Das bewohnte Hochtal geht von rund 800 Metern an der Olsa bis in die Gipfelregion auf 2.396 Metern.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Mühlen (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion
Ein Hochtal mit zwei Gesichtern
Der Ortskern liegt auf einer Hochfläche um etwa 1.000 Meter Seehöhe. Im Westen entwässert die Olsa in Richtung Mur; nach Osten steigt das Gelände zu den Bergen der Seetaler Alpen an. Der Zirbitzkogel bildet mit 2.396 Metern den höchsten Punkt der Gemeinde. Am südlichen Rand des besiedelten Tals liegt das Hörfeld Moor an der Grenze zu Kärnten. Es ist ein geschütztes Feuchtgebiet mit Moorflächen und Feuchtwiesen. Ein markierter befestigter Weg verläuft am und durch das Moor. Der Tourismusverband nennt mehr als 500 Schmetterlings- und Falterarten sowie über 130 Vogelarten.
Quellen: Mühlen (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion · Hörfeld Moor, Tourismusverband Murau
Landwirtschaft und Arbeit am Wohnort
2024 verzeichnet die Arbeitsstättenzählung in Mühlen 93 Arbeitsstätten. 53,8 Prozent davon gehören zum primären Sektor; bei den Beschäftigten in Arbeitsstätten sind 39,2 Prozent dem primären Sektor zugeordnet. Der Auspendleranteil der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort beträgt 74,2 Prozent. Die Werte zeigen, dass Landwirtschaft örtlich präsent ist, während viele Erwerbstätige außerhalb des Wohnorts arbeiten. Die Gemeindeseite beschreibt Mühlen als Dorf der Mühlen und bewirbt konkrete Mahl- und Backtage an der Bauernmühle. Weitere Angebote wie Schmieden, Kräuterkurse und geführte Moorwanderungen verbinden örtliches Wissen und Besuchsaktivitäten. Gasthäuser und Gastgeber ergänzen das Angebot für Wandernde.
Quellen: Mühlen (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion · Arbeitsstättenzählung 2024 · Gemeinde Mühlen
Noreia und die Erinnerung an Mühlen
Das älteste Schriftzeugnis für Mühlen lautet „aput Molendium“ und stammt aus dem Jahr 1200. Die heutige Gemeinde umfasst Jakobsberg, Mühlen, Noreia und St. Veit in der Gegend; diese Orte wurden 1965 vereint. Noreia ist mit der keltischen Vergangenheit verbunden. Die Lage der antiken Siedlung Noreia ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt; der gleichnamige Ort hält die Erinnerung mit einem Museum und Führungsangeboten präsent, ohne ihn mit der antiken Hauptstadt gleichzusetzen. Im Ortskern zeigen Ausstellungen Funde und erzählen von früherer Metallgewinnung. Die Pfarrkirche Noreia steht ebenfalls im Ort. Mühlen erhielt 1445 das Marktrecht. Die vier Ortschaften verteilen sich über ein Gemeindegebiet, das vom Moor bis ins Bergland reicht.
Quellen: Mühlen (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion
Moorweg, See und Gipfel
Das Hörfeld Moor ist laut Tourismusverband ganzjährig begehbar; der befestigte Weg führt rund um das Gebiet und macht den sensiblen Naturraum zugänglich. Als Ausgangspunkt dient der Parkplatz an der B 92 südlich von Mühlen. Ein kürzeres Ziel ist der Mühlner Badesee, um den ein Rundweg führt. Weiter östlich wartet der Zirbitzkogel mit weitem Gipfelblick; eine Tour hinauf ist eine Bergwanderung und verlangt passende Ausrüstung und Wetterplanung. Im Ort Noreia bietet das Keltenmuseum eine kulturgeschichtliche Ergänzung. Die Gemeinde nennt Führungen und Veranstaltungen am rekonstruierten Königshaus. Das Besuchsangebot reicht vom flachen Moorweg bis zum hochalpinen Gipfel.
Quellen: Mühlen (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion · Kultur in Mühlen
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
