BAD GASTEIN KENNENLERNEN
Bad Gastein: Ein Kurort an den Steilhängen des Wasserfalls
In Bad Gastein fällt der Fluss mitten durch den Ort: Häuserstaffeln schmiegen sich an steile Hänge rund um den Wasserfall. Die Gemeinde im Bezirk St. Johann im Pongau umfasst 170,60 Quadratkilometer und zählt 3.883 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Vom Ortszentrum reicht das Gebiet bis in hochalpine Täler und zum Nationalpark Hohe Tauern.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Bad Gastein – Wikipedia, feste Artikelversion · Die Thermalquellen von Bad Gastein – Gastein Tourismus
Ein Zentrum in Bewegung
Der Wasserfall der Gasteiner Ache ist nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern prägt die Topografie des Hauptorts. Straßen und Treppen folgen den Hängen; zwischen den Höhenstufen liegen Hotels, Kurhäuser und öffentliche Plätze. Am Hang bleibt der Ortskern eng, während sich das Gemeindegebiet in Richtung Böckstein und Sportgastein ausdehnt. Auch der Name erzählt vom Wandel: Die Gemeinde hieß lange Wildbad oder Wildbad Gastein und führte von 1906 bis 1996 die Schreibweise Badgastein.
Warmes Wasser als Ressource
Rund um den Graukogel tritt Thermalwasser aus mehreren Quellen aus. Laut Gastein Tourismus liefern sie zusammen etwa fünf Millionen Liter täglich; das Wasser ist rund 44 bis 47 Grad warm und wird an Hotels und Kurhäuser verteilt. Der Umgang mit dem Quellwasser verbindet Naturkunde, Technik und Ortsgeschichte. Die Quellen selbst sind aus hygienischen Gründen nicht frei zugänglich; die Elisabethquelle kann im Rahmen einer historischen Führung besichtigt werden. Für Badegäste ist das Wasser in der Felsentherme erlebbar, die direkt am Bahnhof liegt und über einen Panoramaübergang erreichbar ist.
Quellen: Die Thermalquellen von Bad Gastein – Gastein Tourismus · Felsentherme Bad Gastein
Kur, Beherbergung und Bergsport
Bad Gastein hatte 2024 insgesamt 386 Arbeitsstätten und 1.969 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. 91,6 Prozent dieser Beschäftigungsverhältnisse lagen im Dienstleistungssektor; 41,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Die Beschäftigungsverhältnisse sind dem Arbeitsort zugeordnet. Eine konkrete örtliche Tätigkeit ist die Kur- und Thermenwirtschaft: Das Thermalwasser wird gesammelt und an Hotels und Kurhäuser verteilt; die Felsentherme betreibt Thermalbecken, Fitness- und Saunabereiche. Im Winter ergänzen die Bergbahnen am Stubnerkogel und Graukogel das Angebot, im Sommer kommen Wander- und Klettergäste in die Seitentäler.
Quellen: Die Thermalquellen von Bad Gastein – Gastein Tourismus · Arbeitsstättenzählung 2024: Gemeindeergebnisse · Felsentherme Bad Gastein
Böckstein und die Bergbaugeschichte
Weiter südlich liegt Böckstein, dessen Geschichte eng mit dem Edelmetallbergbau verbunden ist. Die Bergwerke im Gasteinertal zogen über Jahrhunderte Knappen und Gewerken an; mit ihnen entstanden eigene religiöse und soziale Einrichtungen. Die Nikolauskirche am nördlichen Ortsrand erinnert mit ihrem Patrozinium und ihren Altären an diese Arbeitswelt. Eine Bergwerksbruderschaft stiftete 1659 einen der Seitenaltäre. Die spätgotischen Wandmalereien zeigen biblische Szenen und geben dem kleinen Gotteshaus eine eigene kunsthistorische Bedeutung.
Quellen: Bad Gastein – Wikipedia, feste Artikelversion · Nikolauskirche – Gastein
Bahn, Therme und Seitentäler
Die Tauernbahn hält im Ortszentrum; die Felsentherme ist über einen direkten Übergang mit dem Bahnhof verbunden. Damit gehört der Zugverkehr sichtbar zum Ortsbild und erleichtert die Anreise ohne Auto. Von Bad Gastein führen Wege in das Kötschachtal und in das hoch gelegene Sportgastein, wo sich die Landschaft rasch von der dichten Bebauung in offene alpine Räume wandelt. Wer im Ort bleibt, kann die spätgotische Nikolauskirche im Sommer täglich besichtigen; die zentrale Pfarrkirche ist laut touristischer Information derzeit wegen Bauarbeiten geschlossen.
Quellen: Bad Gastein – Wikipedia, feste Artikelversion · Felsentherme Bad Gastein · Nikolauskirche – Gastein
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 13.10.2026
