BAD HOFGASTEIN KENNENLERNEN
Bad Hofgastein: Kurort in der breiten Mitte des Tals
Bad Hofgastein liegt an der breitesten Stelle des Gasteinertals. Zwischen der Gasteiner Ache und den ansteigenden Hängen verbinden sich ein kompakter Ortskern, Kurangebote und die Wege in die umliegende Bergwelt. Die Marktgemeinde im Bezirk St. Johann im Pongau zählt 6.698 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 103,72 Quadratkilometern.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Bad Hofgastein – Wikipedia, feste Artikelversion · Bad Hofgastein – Urlaub in Gastein
Das mittlere Gasteinertal
Das Gemeindegebiet umfasst einen langen Abschnitt des Tals, nicht nur den namensgebenden Hauptort. Die Gasteiner Ache sammelt hier mehrere Seitenbäche; im Osten steigt das Gelände zur Ankogelgruppe, im Westen zur Goldberggruppe. Im Talboden liegen Siedlung, Straßen und die landwirtschaftlich genutzten Flächen, darüber beginnen Wälder, Almen und Gipfelwege. Die Lage an der breitesten Talstelle begünstigte Hofgasteins Rolle als Hauptort des Gasteins: Pfarre und Gerichtssitz lagen hier, ebenso ein Markt, der im 13. Jahrhundert urkundlich fassbar wird.
Vom Wasser zur Kur
Bad Hofgasteins Kurgeschichte hängt eng mit Thermalwasser aus Bad Gastein zusammen. Ein Anteil wurde dem Ort 1828 dauerhaft zugesprochen. Zunächst kam das warme Wasser in Fässern nach Hofgastein; zwischen 1828 und 1830 entstand eine hölzerne Leitung aus Bad Gastein. Heute bündelt die Alpentherme im Zentrum Baden, Bewegung und Gesundheitsangebote. Ihre Bereiche und das angeschlossene Gesundheitszentrum machen sichtbar, wie sich ein historisches Heilbad zu einem Ort mit Angeboten für Tagesgäste, Urlauber und Reha entwickelte. Im Alltag ergänzt die Fußgängerzone mit Geschäften, Cafés und Wochenmärkten den Kur- und Thermenbetrieb.
Quellen: Bad Hofgastein – Wikipedia, feste Artikelversion · Alpentherme Gastein · Bad Hofgastein – Urlaub in Gastein
Dienstleistungen rund um Kur und Berge
Die Arbeitsstättenzählung 2024 verzeichnet in Bad Hofgastein 667 Arbeitsstätten und 3.405 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. 84,2 Prozent dieser Beschäftigungsverhältnisse entfallen auf den Dienstleistungssektor; 36,7 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus. Der Pendleranteil bezieht sich auf Erwerbstätige mit Wohnort in der Gemeinde, die Arbeitsstättenzahl dagegen auf Standorte im Ort. Im Ort selbst reicht die Tätigkeit vom Hotel und Gastgewerbe bis zu Therapie, Handel und Kongressorganisation. Die zentral gelegene Alpentherme verbindet Thermalbad, Fitness, Beauty und Physiotherapie; Beherbergungsbetriebe bieten teils direkten Zugang oder inkludierte Eintritte.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024: Gemeindeergebnisse · Alpentherme Gastein · Bad Hofgastein – Urlaub in Gastein
Liebfrauenkirche am Ortskern
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, auch Liebfrauenkirche genannt, entstand zwischen 1498 und 1507. Ihr dreischiffiger Bau bildet zusammen mit dem Marktbereich einen historischen Schwerpunkt im Zentrum. Der Barockaltar stammt von Maler Josef Andrä Eisl und Bildhauer Paul Mödlhammer; im Zentrum des Hochaltars steht eine gotische Madonna aus der Zeit um 1500. Die Kirche erinnert daran, dass Bad Hofgastein lange nicht allein vom Kurbetrieb geprägt war: Als ältester Pfarrort im Tal hatte es auch eine religiöse und administrative Funktion für die umliegenden Siedlungen.
Quellen: Bad Hofgastein – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarrkirche Bad Hofgastein
Ortsleben zwischen Tal und Schlossalm
Die Höhenunterschiede werden im Freizeitangebot direkt erfahrbar. Von der Schlossalm führen Routen zu Almen und Gipfeln; im Winter liegen Langlauf, Winterwandern und Skipisten nahe am Ortsbereich. Bad Hofgastein ist zugleich als Tagungsort eingerichtet: Kongresse und Seminare ergänzen die Erholungsangebote. Für Bewohner zählt daneben die Verbindung aus Hauptort und verstreuten Ortsteilen. Der Bahnhof liegt im Ortsteil Breitenberg einige Kilometer nördlich des Zentrums; ein Linienbus verbindet ihn regelmäßig mit dem Ortskern.
Quellen: Bad Hofgastein – Wikipedia, feste Artikelversion · Bad Hofgastein – Urlaub in Gastein
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 13.10.2026
