DORFGASTEIN KENNENLERNEN
Dorfgastein: Das Dorf am Eingang des Gasteinertals
Dorfgastein liegt am nördlichen Eingang des Gasteinertals, oberhalb der Klamm, durch die die Gasteiner Ache zum Salzachtal abfließt. Die Gemeinde zählt 1.751 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 54,09 Quadratkilometer. Sechs Ortschaften verteilen sich zwischen Talboden, Seitentälern und den Gipfeln von Ankogel- und Goldberggruppe.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Dorfgastein – Wikipedia, feste Artikelversion
Klamm als natürliche Schwelle
Die nördliche Gemeindegrenze folgt der Gasteiner Ache bis zur Klamm vor der Steilstufe ins Salzachtal. Im Westen und Osten begrenzen die Kämme der Goldberggruppe und der Ankogelgruppe das Gemeindegebiet. Diese Lage macht Dorfgastein zum ersten Ort des Gasteinertals. Der Hauptort, Luggau, Maierhofen, Unterberg, Bergl und Klammstein liegen entlang des Talbodens oder an den angrenzenden Hängen. Zwei Katastralgemeinden fassen diese Siedlungen zusammen. Wälder, Almen und landwirtschaftliche Flächen bestimmen große Teile des Gebiets.
Am Weg in die Berge
Die Gasteiner Klamm war schon im Mittelalter ein wichtiger Zugang: 1212 ist ihre Nutzung als Reit- und Saumpfad belegt. 1342 erscheint Dorfgastein in einer Bergbauordnung; die Pfarrkirche wurde 1350 gegründet. Burg Klammstein bewachte den Taleingang und diente bis ins 16. Jahrhundert als Verwaltungssitz für Bergwerke und Gerichtsbarkeit. So bündelt sich an diesem Ort eine Geschichte von Durchreise, Erzgewinnung und regionaler Verwaltung. Klammstein liegt mehrere Kilometer nördlich des Hauptorts, direkt am engen Zugang zum Tal.
Quellen: Dorfgastein – Wikipedia, feste Artikelversion · Burg Klammstein – Gastein
Tourismus und Arbeit im Tal
Die Arbeitsstättenzählung 2024 zählt in Dorfgastein 188 Arbeitsstätten und 687 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; 78,6 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse liegen im Dienstleistungssektor. Zugleich pendeln 67,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort aus. Das zeigt eine kleine lokale Arbeitsbasis mit Verbindungen in andere Gemeinden des Pongaus. Vor Ort gehören Beherbergung, Gastronomie und Bergbahnbetrieb zu den konkreten Tätigkeiten: Die Dorfgasteiner Bergbahnen erschließen das Fulseck und verbinden das Skigebiet Großarltal-Dorfgastein. Im Sommer bringen die Bergbahnen auch Wandernde vom Tal auf das Fulseck; die saisonale Nutzung ergänzt das Wintergeschäft.
Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024: Gemeindeergebnisse · Burg Klammstein – Gastein · Solarbad Dorfgastein – Dorfgasteiner Bergbahnen
Ein Museum in der alten Festung
Burg Klammstein wurde 1272 erstmals urkundlich erwähnt. Später verfiel die Anlage; seit den 1970er Jahren wurden Teile instand gesetzt. Heute beherbergt der Hauptturm ein Museum zur Geschichte der Burg und des Gasteinertals. Öffentliche Führungen finden laut Tourismusseite nach den aktuellen Angaben der Burg statt; die Adresse liegt in Klammstein, mehrere Kilometer nördlich des Hauptortes. Der Besuch verbindet die bauliche Lage über dem Taleingang mit der Geschichte der Bergwerke und der frühen Besiedlung.
Quellen: Burg Klammstein – Gastein
Baden und Bewegung im Sommer
Das Solarbad liegt nahe dem Ortszentrum und bietet neben mehreren Becken auch einen Kinderbereich, Rutschen, Beachvolleyball und einen Wellnessbereich. Die Anlage ist ein öffentliches saisonales Ziel; die Öffnungszeiten ändern sich nach Kalender und Wetter. Für Gäste und Einheimische ergänzt sie die Bergangebote um einen Ort im Talboden. Im Winter richtet sich die Freizeit stärker auf das Fulseck und das Skigebiet Richtung Großarl. Die Spannweite zwischen Talbad und Bergstation prägt den Jahreslauf im Ort, während Volksschule und Kindergarten die Grundversorgung im Hauptort bilden. Für weiterführende Schulen fahren Kinder in benachbarte Gemeinden.
Quellen: Solarbad Dorfgastein – Dorfgasteiner Bergbahnen · Dorfgastein – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 13.10.2026
