MALLNITZ KENNENLERNEN
Mallnitz zwischen drei Hochtälern
Mallnitz liegt in einem hochalpinen Seitental der Möll, umgeben von Goldberg- und Ankogelgruppe. Die Gemeinde zählt 753 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 111,91 Quadratkilometer. Mallnitz ist heilklimatischer Kurort und ein Zugang zum Nationalpark Hohe Tauern.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Mallnitz – Wikipedia, feste Artikelversion
Natur verstehen im BIOS
Das BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz bündelt Information, Ausstellung und Bildungsangebote zum Nationalpark Hohe Tauern. Die Ausstellung „univerzoom nationalpark“ macht Naturphänomene und Lebensräume der Region anschaulich. In Rangerlabs können Besucherinnen und Besucher etwa Kräuter oder Klima und Wetter an Experimentierstationen erforschen. Das Zentrum dient zugleich als Ausgangspunkt für Fragen zu Wildtieren, Wanderungen und Gipfeltouren. Ein Outdoorklassenzimmer ergänzt die Ausstellung. Das Seebachtal, das Tauerntal und das Dösental führen von Mallnitz in die Hochgebirgslandschaft.
Quellen: BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz · Mallnitz – Wikipedia, feste Artikelversion
Seen und Wege im Hochgebirge
Der Stappitzer See liegt im Seebachtal, das ein Naturlehrweg des Nationalparks erschließt; am Seeufer liegt ein Beobachtungssteg. Vom Ort führen Wege auch zum Dösener See, der von hohen Gipfeln umgeben ist. Zu Mallnitz’ Hausbergen zählen Auernig, Lonzaköpfl und Hindenburghöhe; alle drei lassen sich als Tageswanderungen vom Ort aus erreichen. Anspruchsvoller sind die Dreitausender Ankogel und Säuleck. Für den Ankogel wird häufig die Ankogelbahn als Aufstiegshilfe genutzt; beim Säuleck ist eine Übernachtung im Arthur-von-Schmid-Haus Teil einer zweitägigen Tour. Der Mallnitzbach und der Seebach durchfließen das Gemeindegebiet und entwässern die Seitentäler in Richtung Möll.
Quellen: Mallnitz – Wikipedia, feste Artikelversion · BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz · Nationalpark Hohe Tauern – Naturlehrweg Seebachtal
Unter den Tauern hindurch
Mallnitz trägt seit 2008 den Titel Bergsteigerdorf. Der Bahnhof Mallnitz-Obervellach ist der höchstgelegene Bahnhof der Tauernstrecke. In der Nähe des Bahnhofs liegt das südliche Portal des Tauerntunnels der Tauernbahn. Die Verbindung durchquert den Alpenhauptkamm und macht den Ort per Bahn von Salzburg und Kärnten aus erreichbar. Auch der Autoverkehr aus dem Gasteinertal nutzt einen Autoverlad durch den Tunnel; eine direkte Straßenverbindung nach Norden gibt es nicht. Auf der Südseite verbindet die Mallnitzer Straße B 105 den Ort mit Obervellach. Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralgemeinden Mallnitz und Dösen sowie die vier Ortschaften Dösen, Mallnitz, Rabisch und Stappitz.
Quellen: Mallnitz – Wikipedia, feste Artikelversion · BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz · Alpine Pearls Mallnitz – Gemeinde Mallnitz
Schneereiche Winter im Tal
Die Höhenlage prägt den Jahreslauf. Im langjährigen Mittel 1991 bis 2020 lag an rund 92 Tagen im Jahr eine geschlossene Schneedecke. In den Wintermonaten Dezember bis Februar war mehr als zwei Drittel der Tage Schnee zu verzeichnen; allein im Jänner lag der Mittelwert bei etwa 25 Schneetagen. Messreihen der Wetterstation Mallnitz zeigen zugleich eine Erwärmung: Die Jahresmitteltemperatur stieg zwischen den Klimaperioden 1961–1990 und 1991–2020 von 4,9 auf 5,7 Grad Celsius. Die Sommertemperatur nahm im selben Vergleich um 1,2 Grad zu. Mallnitz erscheint 1299 im Urbar der vorderen Grafschaft Görz. Über die Tauern führte im Mittelalter Säumerhandel mit Salz, Wein und Gold. Das historische Ensemble am Mallnitzbach umfasst fünf 1822 errichtete Stockmühlen und eine Wasserradmühle. Die Schusterkeusche, ein vollständig aus Holz gebauter Einhof, besteht mindestens seit 1743.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
