MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Steinakirchen am Forst

Die spätgotische Pfarrkirche, Schloss Ernegg und der Sonnwendkreis setzen eigene Akzente.

GEMEINDEKENNZIFFER32014
Blick auf Steinakirchen am Forst mit Kirche und Schule
Blick auf Steinakirchen am Forst mit Kirche und Schule · Foto: Thomas Steiner · „Steinakirchen am Forst“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 283
01.01.2026
Fläche
34,97 km²
Bevölkerungsdichte
65,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3261
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

STEINAKIRCHEN AM FORST KENNENLERNEN

Steinakirchen am Forst: Ein Ort mit langer Kirchengeschichte

Die Marktgemeinde Steinakirchen am Forst liegt im Bezirk Scheibbs im Mostviertel. Am 1. Jänner 2026 lebten hier laut Statistik Austria 2.283 Menschen; das Gemeindegebiet misst 34,97 Quadratkilometer. Der Hauptort liegt auf 324 Metern Seehöhe. Zum Gemeindegebiet gehören mehrere Katastralgemeinden und Ortschaften, darunter auch Ernegg.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Steinakirchen am Forst – Gemeindestatistik · Steinakirchen am Forst – Wikipedia, feste Artikelversion

Fünf Katastralgemeinden im Mostviertel

Rund ein Viertel der Gemeindefläche ist bewaldet. In den fünf Katastralgemeinden Außerochsenbach, Ernegg, Lonitzberg, Steinakirchen am Forst und Zehetgrub liegen 29 Ortschaften. Ihre heutige Zusammengehörigkeit entstand schrittweise: Ernegg wurde 1967 eingemeindet, Lonitzberg folgte 1970. Außerochsenbach und Zehetgrub kamen mit 1. Jänner 1971 hinzu.

Quellen: Steinakirchen am Forst – Gemeindestatistik · Steinakirchen am Forst – Wikipedia, feste Artikelversion

Eine steinerne Kirche als Namensgeberin

Eine Urkunde Kaiser Ottos II. nennt am 14. Oktober 979 den Ort als „Steininachiricha“. Nach der Überlieferung erhielt Steinakirchen seinen Namen von einer steinernen Kirche, die im damals von Holzbauten geprägten Umland auffiel. Die Kirche gehörte zu einem weitreichenden Pfarrgebiet: Um 1100 wurden dessen Grenzen in einem Mondseer Güterverzeichnis beschrieben. Dazu zählten auch Orte, die später eigene Pfarren wurden, etwa Wieselburg, Reinsberg und Gaming.

Quellen: Steinakirchen am Forst – Wikipedia, feste Artikelversion

Die Pfarrkirche zum heiligen Michael

Der heutige Bau entstand Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts nach einem einheitlichen Plan. Im Grundriss erscheint die Pfarrkirche dreischiffig; konstruktiv ist sie eine Wandpfeilerkirche mit Sternrippengewölbe. Besonders auffällig ist die durchgehende Rundempore. Die Pfarre vergleicht diese Bauform mit nur zwei weiteren Kirchen: St. Martin in Amberg und der Schlosskirche St. Magdalena in der Moritzburg in Halle an der Saale. Das Patrozinium des heiligen Erzengels Michael verweist laut Pfarrseite auf das hohe Alter der Pfarre. Eine Innenrenovierung erfolgte 2003, die Außenrenovierung 2015.

Quellen: Pfarrkirche Steinakirchen

Schloss Ernegg und die Katastralgemeinde

Schloss Ernegg liegt in der gleichnamigen Katastralgemeinde und damit innerhalb der Marktgemeinde. Nach Angaben der niederösterreichischen Tourismusinformation befindet es sich seit 1656 im Besitz der Familie Auersperg. Am Schlossberg gibt es einen Neun-Loch-Golfplatz; im Tal der Kleinen Erlauf liegt ein weiterer Platz mit 18 Löchern. Die Räume werden für Hochzeiten, Seminare und private Feiern genutzt. Zum Haus gehören Gästezimmer, die mit Antiquitäten und Familienporträts eingerichtet sind.

Quellen: Schloss Ernegg – Niederösterreich Tourismus · Steinakirchen am Forst – Wikipedia, feste Artikelversion

Ein Kreis aus Bäumen und Zeitmarken

Am Haberg ist der Mostviertler Sonnwendkreis als kreisförmige Anlage gestaltet. 24 Hochstammbäume – abwechselnd Äpfel und Birnen – stehen für die Stunden des Tages; der Baumkreis misst 80 Meter im Durchmesser. In seiner Mitte steht ein 6,5 Meter hoher Granitobelisk mit Sonnenuhren. Schienen der früheren Schmalspurbahn durch das Kleine Erlauftal und Kanonenkugeln markieren dort die Sommer- und Wintersonnenwende sowie die Tag-und-Nacht-Gleichen. Außen umgibt ein Strauchkreis mit 100 Metern Durchmesser die Anlage.

Quellen: Mostviertler Sonnwendkreis am Haberg in Steinakirchen

Heiligenbrunn am Lonitzberg

Zur Pfarre Steinakirchen gehört auch die Heiligenbrunn-Kapelle am Lonitzberg. Ein nahe gelegener Bauernhof wurde bereits 1449 als „Hewlingprunn“ bezeichnet. Eine örtliche Sage erzählt von einer einst heilkräftigen Quelle, die diese Wirkung verloren habe. Wandernde und Wallfahrende waschen dort traditionell Gesicht und Augen. Am Dreifaltigkeitssonntag kommen kleine Prozessionen aus Steinakirchen und Nachbarpfarren zur Andacht zusammen. Die Familie Stamminger vom Hof Heiligenbrunn pflegt die Kapelle und schmückt sie zu diesem Anlass mit einem Kranz.

Quellen: Heiligenbrunn-Kapelle mit uralter Sage

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Steinakirchen am Forst auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 267
31.10.2021 · Registerzählung2 329
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 283

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
725
NUTS-3-Region
Mostviertel-Eisenwurzen (AT121)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Steinakirchen am Forst

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.