HÖFLEIN AN DER HOHEN WAND KENNENLERNEN
Höflein an der Hohen Wand: Wallfahrtskirche am Bergfuß
Am südlichen Ende der Hohen Wand liegt die Gemeinde Höflein an der Hohen Wand im Bezirk Neunkirchen. Zum 1. Jänner 2026 waren 879 Einwohnerinnen und Einwohner gemeldet; das Gemeindegebiet umfasst 8,95 Quadratkilometer. Oberhöflein, Unterhöflein und Zweiersdorf bilden die drei Ortschaften und Katastralgemeinden.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Höflein an der Hohen Wand – Wikipedia, feste Artikelversion
Am Südrand der Hohen Wand
Die Lage am südlichen Ende der Hohen Wand gibt der Gemeinde ihren landschaftlichen Rahmen. Mehr als die Hälfte der Fläche ist bewaldet; der Waldanteil beträgt 54,32 Prozent. Das Gemeindegebiet setzt sich aus den drei Ortschaften Oberhöflein, Unterhöflein und Zweiersdorf zusammen. Sie sind zugleich die drei Katastralgemeinden. Die Wallfahrtskirche Maria Kirchbüchl ist das weithin sichtbare Wahrzeichen. In Unterhöflein steht außerdem die Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Geburt.
Quellen: Höflein an der Hohen Wand – Wikipedia, feste Artikelversion · Wallfahrtskirche Maria Kirchbüchl – Gemeinde Höflein an der Hohen Wand
Eine urkundliche Spur seit 1249
Die älteste gültige urkundliche Erwähnung Höfleins stammt aus dem Jahr 1249. Poppo de Hovelin tritt darin als Zeuge auf: Erkenger von Landsee widmete dem Kloster Rein einen Weinzehent zu Weikersdorf. Die Gemeinde führt zwei Erklärungen des Namens an: „Höflein“ als „ein Hof allein“ und das keltische „Hovilin“ im Sinn von Höfen im Tal. 1999 erinnerte Höflein mit einer Jubiläumsfeier an 750 Jahre seit der Ersterwähnung. 1347 übernahm Ulrich von Stubenberg die Herrschaft; die Bezeichnung „z dem höflin“ wandelte sich ab 1362 zu „Nider-Höflein“. Eine erste Namensliste der Bewohner ist für 1387 verzeichnet.
Quellen: Unsere Geschichte – Gemeinde Höflein an der Hohen Wand
Maria Kirchbüchl und die Kirche im Tal
Eine gotische Kapelle an der Stelle von Maria Kirchbüchl wird erstmals 1443 erwähnt. Die Wallfahrtskirche wurde 1751 in ihrer heutigen Größe zu Maria Geburt geweiht. Gelöbniswallfahrten, die auf die Pestzeit zurückgehen, finden weiterhin statt; außerdem wird jeden Monat am 13. eine Wallfahrt abgehalten. Zur Ausstattung gehören ein Hochaltar mit Gnadenstatue, vier Seitenaltäre mit Gemälden, barocke Plastiken und ein Taufbecken aus dem 17. Jahrhundert. Auch eine um 1750 vom Wiener Orgelbauer Johann Hencke gefertigte Orgel ist erhalten. Das Rokokogehäuse ist grün beziehungsweise blau und gold gefasst; das Instrument besitzt 15 Register.
Quellen: Wallfahrtskirche Maria Kirchbüchl – Gemeinde Höflein an der Hohen Wand
Schule und örtliche Einrichtungen
In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule. Die vorhandenen Zahlen zur Wirtschaft und zum Arbeitsleben beziehen sich auf ältere Erhebungen: Für 1999 wurden 36 land- und forstwirtschaftliche Betriebe gezählt; 2001 bestanden 43 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten. Im selben Jahr wurden 372 Erwerbstätige am Wohnort erfasst. Diese Werte geben einen historischen Einblick in die Struktur der Gemeinde, erlauben aber keine Aussage über heutige Betriebszahlen. Für das Porträt bleiben deshalb die beständig belegten Einrichtungen und Bauwerke im Vordergrund.
Quellen: Höflein an der Hohen Wand – Wikipedia, feste Artikelversion
Der Erbstollen und der Kohletransport
1882 begann in Unterhöflein der Bau eines Förder- und Abwasserstollens für den Josefi-Schacht im Grünbacher Steinkohlenrevier. Bis 1888 wurde der Stollen bis zum Segen-Gottes-Schacht weitergetrieben; er lag durchschnittlich 140 Meter unter der Erdoberfläche. Ein großer Teil der in Grünbach geförderten Kohle kam durch den Erbstollen nach Unterhöflein und wurde dort auf Pferdefuhrwerke verladen. 1897 erhielt der Stollen einen Gleisanschluss an die Schneebergbahn. 1900 entstanden eine Sortierungsanlage und eine Brikettfabrik. Nach dem Verkauf der Grubenfelder 1919 wurde die Förderung 1920 eingestellt. Eine 1999 errichtete Gedächtnisstätte nahe dem früheren Mundloch erinnert an diese Arbeit.
Quellen: Erbstollengedächtnisstätte – Gemeinde Höflein an der Hohen Wand
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Höflein an der Hohen Wand – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Unsere Geschichte – Gemeinde Höflein an der Hohen Wand
- Wallfahrtskirche Maria Kirchbüchl – Gemeinde Höflein an der Hohen Wand
- Erbstollengedächtnisstätte – Gemeinde Höflein an der Hohen Wand
Stand der Angaben: 09.10.2026
