KIRCHBERG AM WECHSEL KENNENLERNEN
Kirchberg am Wechsel: Kloster, Kirche und Höhlenwelt
Kirchberg am Wechsel liegt im Tal der Feistritz, am Fuß des Wechselgebirges. Die Marktgemeinde im Bezirk Neunkirchen hat 2.507 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 51,17 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
Markt und Kloster im Wechsel der Zeit
Die dauernde Besiedlung des Wechselgebiets setzte um die Mitte des 12. Jahrhunderts ein. 1216 wurde ein Nonnenkloster gegründet; als „Kyrperk“ erscheint Kirchberg 1232 erstmals in einer erhaltenen Urkunde. 1386 ist der Ort bereits als Markt belegt, 1404 wird die Wolfgangskirche als Kapelle erwähnt. Eine Pestepidemie 1472/73 ließ im Kloster nur drei Schwestern überleben. 1529 wurden Markt, Kirche und Kloster zerstört, nach dem Wiederaufbau zwang eine Seuche 1554 die Schwestern zur Flucht. 1656 bestätigte Ferdinand III. das Marktrecht, 1657 erhielt das Kloster seine heutige Gestalt. Bei der zweiten Türkenbelagerung 1683 flohen die Schwestern nach Langenwang; die Bevölkerung suchte hinter den befestigten Kloster- und Kirchenbereichen Schutz. Nach der Pest von 1713/14 entstanden Kalvarienberg und Pestsäule am Hauptplatz.
Quellen: Kirchberg am Wechsel - GEM2GO WEB - Startseite - Unser Kirchberg - Geschichte
Die barocke Pfarrkirche
Wegen eines Schadens am Turm ließ die Priorin 1754 bis 1756 die gotische Pfarrkirche abtragen und durch einen Barockbau ersetzen. Der heutige Ziegelbau ist 42 Meter lang und 26 Meter breit; sein Turm reicht 45 Meter hoch. Der Hochaltar stammt aus der 1790 aufgelassenen Frauenkirche in Baden. Das Altarbild zeigt den Kirchenpatron Jakobus den Älteren predigend in einem Boot; der Entwurf wird dem Kremser Schmidt zugeschrieben, der Maler ist unbekannt. Neben der Pfarrkirche befindet sich das Kloster, das heute von Dominikanerinnen geführt wird und Exerzitien, geistliche Begleitung sowie Mitleben anbietet. Zur Ausstattung gehören außerdem Erhardi-, Frauen-, Marien-, Anna- und Kreuzaltar sowie eine spätgotische Pietà.
Quellen: Pfarrkirche Kirchberg am Wechsel | Marktgemeinde Kirchberg am Wechsel
Zur Wolfgangskirche am Hang
Die Wolfgangskirche liegt südlich oberhalb des Orts. Der Sage nach gründete der heilige Wolfgang die Kirche um 970. Ein Fußweg mit Steigung führt in etwa einer halben Stunde vom Ort hinauf. Die gotische Kirche enthält Kunstgegenstände, der Eintritt ist laut Gemeinde frei. 1782 wurde sie entweiht, 1796 zerstörte man sie durch Sprengung der tragenden Pfeiler. Zwischen 1859 und 1868 wurde sie wiederaufgebaut; ein Blitzschlag zerstörte sie 1918 erneut, danach wurde sie instand gesetzt.
Quellen: Kirchberg am Wechsel - GEM2GO WEB - Startseite - Unser Kirchberg - Geschichte · Wolfgangskirche | Marktgemeinde Kirchberg am Wechsel
Unterirdische Wege in der Hermannshöhle
Die Hermannshöhle in Ofenbach ist seit 1931 als Naturdenkmal ausgewiesen. Führungen passieren Tropfsteingebilde mit Namen wie Perlenhalsband, Frosch und Türkenzelt bis zum Großen Dom, ein rund 20 Meter hoher Hohlraum im Zentrum der Höhle. Der Besuch ist ausschließlich mit Führung möglich. Der Betreiber veröffentlicht für 2026 Betriebstage vom 28. März bis 2. November: im Sommer täglich, im April und Oktober an Wochenenden und Feiertagen, zusätzlich in den Herbstferien. Einzelpersonen müssen nicht reservieren; Gruppen ab 15 Personen sollen vorab buchen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Kirchberg am Wechsel – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Kirchberg am Wechsel - GEM2GO WEB - Startseite - Unser Kirchberg - Geschichte
- Pfarrkirche Kirchberg am Wechsel | Marktgemeinde Kirchberg am Wechsel
- Wolfgangskirche | Marktgemeinde Kirchberg am Wechsel
- Öffnungszeiten / Information | Hermannshöhle
Stand der Angaben: 09.10.2026
