WILLENDORF KENNENLERNEN
Willendorf am Steinfeld und am Eichberg
Willendorf liegt in einer Ausbuchtung des Steinfeldes im Bezirk Neunkirchen. Die Gemeinde umfasst vier Ortschaften: Dörfles, Rothengrub, Strelzhof und Willendorf. Am 1. Jänner 2026 zählte sie 994 Einwohnerinnen und Einwohner; die amtliche Fläche beträgt 7,32 Quadratkilometer. Im Südosten öffnet sich der Landschaftsraum zum Steinfeld, während im Südwesten der Eichberg ansteigt. Schloss Strelzhof und die archäologischen Spuren am Kienberg ergänzen das Bild einer Gemeinde zwischen Ebene und Höhenzügen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Willendorf (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwischen Steinfeld und Kienberg
Der Frauenbach entwässert das Gemeindegebiet als rechter Nebenfluss der Fischa. Im Norden verläuft die Grenze über bewaldete Höhen: Zweier erreicht 633 Meter, der Kienberg 650 Meter und die Schneiderhöhe 500 Meter. Die Gemeinde gliedert sich in drei Katastralgemeinden – Rothengrub, Willendorf und Zweierwald – und vier Ortschaften. Die Fläche wird in älteren Darstellungen als rund sieben Quadratkilometer angegeben; die amtliche Zahl mit Stichtag 2026 ist genauer und beträgt 7,32 Quadratkilometer. Das Gebiet liegt zwischen dem Steinfeld und dem ansteigenden Gelände Richtung Eichberg.
Quellen: Willendorf (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Spuren am Kienberg
Auf der Nordseite des Kienbergs wurden Geländestufen als von Menschen angelegte Terrassen erkannt. Bei Grabungen im Jahr 1990 kamen Funde zutage, die überwiegend der späturnenfelderzeitlichen Epoche zugeordnet wurden; einzelne Stücke stammen aus jüngeren neolithischen oder älterhallstättischen Zusammenhängen. Schlackenfunde deuten auf eine mögliche Schmiedewerkstatt. Eine Höhensiedlung nahe dem Gipfel dürfte im 10. oder 9. Jahrhundert vor Christus bewohnt gewesen sein. Eine tiefer gelegene Terrasse zur Neuen Welt könnte aus dem 8. oder 7. Jahrhundert vor Christus stammen. Noch ältere Besiedlung wird vermutet, ist aber bislang nur schwer fassbar.
Quellen: Willendorf (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Strelzhof und seine wechselnde Nutzung
Die Geschichte von Schloss Strelzhof reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. 1146 schenkte Adalram von Waldeck das Gebiet mit einem Haus der Benediktinerabtei Seckau; 1150 wurde eine Kapelle dem heiligen Markus geweiht. Seckau nutzte Strelzhof rund fünf Jahrhunderte als Verwaltungsstandort für Güter in Niederösterreich und baute das Haus allmählich zu einem Schloss aus. 1662 ging das Anwesen an das Zisterzienserkloster in Wiener Neustadt. Im 19. Jahrhundert wurde es zum Landsitz umgestaltet. Nach einem Brand 1925 folgte der Wiederaufbau; gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gingen Möbel und Kunstgegenstände durch Plünderung verloren. Heute ist das Schloss mit einer Reitanlage verbunden.
Quellen: Schloss Strelzhof – Burgen-Austria · Willendorf (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Landschaft erleben
Willendorf liegt zwischen 347 und 650 Metern Seehöhe. Der regionale Tourismus beschreibt eine Teichlandschaft mit Feuchtbiotopen als Übergang zur Ebene des Steinfeldes; Wege führen durch Schwarzföhrenwälder und über Wiesen. Die Lage wird zudem als Ausgangspunkt für Ausflüge auf Hohe Wand, Schneeberg, Rax und Semmering genannt. Das sind Ziele der Umgebung, nicht Bestandteile der Gemeinde. Schloss Strelzhof liegt dagegen in der Ortschaft Strelzhof selbst. Der regionale Eintrag nennt dort einen Landschaftspark mit Teichen und altem Baumbestand sowie eine Reitsportanlage. Diese Beschreibung ergänzt die Ortsgeschichte um eine konkrete heutige Nutzung des Schlossareals.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
