PAYERBACH KENNENLERNEN
Payerbach: Sommerfrische an der Semmeringbahn
Payerbach liegt im Schwarzatal am Fuß des Semmerings. Die Marktgemeinde hat 2.104 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 17,68 Quadratkilometer. Acht Ortschaften verteilen sich auf fünf Katastralgemeinden; neben Payerbach gehören dazu unter anderem Küb, Kreuzberg, Pettenbach und Schmidsdorf. Die Semmeringbahn prägt den Ort seit dem 19. Jahrhundert. Mit dem Bahnanschluss kamen Gäste, Villen und neue Verbindungen ins Tal. Heute erinnern historische Bahnbauten und das Postamt in Küb an diese Entwicklung.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Marktgemeinde Payerbach - Die Sommerfrische am Fuße des Semmerings · Marktgemeinde Payerbach - Die Sommerfrische am Fuße des Semmerings
Orte entlang von Schwarza und Bahn
Das Gemeindegebiet zieht sich über mehrere Siedlungen und Täler. Die Ortschaft Payerbach bildet den nördlichen Teil; dazu zählen als Ortsteile Werning und Geyerhof. Küb liegt rund um den Küberbach, der in die Schwarza mündet. Schmidsdorf erstreckt sich beiderseits der Schwarza und schließt den Ortsteil Schlöglmühl ein. Weiter östlich liegt Pettenbach, durch den der gleichnamige Bach fließt. Kreuzberg reicht vom Payerbachgraben nach Süden. Die acht Ortschaften und fünf Katastralgemeinden sind Verwaltungseinheiten mit teils unterschiedlichen Grenzen; ein Ortsteil ist daher nicht automatisch eine eigene Katastralgemeinde.
Die Bahn verändert den Ort
Mit der Eröffnung der Semmeringbahn 1854 erhielt das Tal Anschluss an den Zugverkehr. Zunächst standen am Bahnhof Payerbach provisorische Einrichtungen; 1868 ließ die Südbahngesellschaft ein größeres Stationsgebäude errichten. Der Bahnhof wurde als Payerbach-Reichenau bekannt und entwickelte sich mit dem aufkommenden Fremdenverkehr zu einem wichtigen Ankunftsort. Von hier aus erschlossen Gäste die Landschaft zwischen Semmering, Rax und Schneeberg. Die Bahnverbindung blieb auch für den Alltag bedeutsam. Die Semmeringbahn gehört heute zum UNESCO-Welterbe; ihre Viadukte prägen das Ortsbild und verweisen auf die technische Erschließung der Bergregion.
Quellen: Marktgemeinde Payerbach - Die Sommerfrische am Fuße des Semmerings · Payerbach – Wikipedia, feste Artikelversion
Küb und sein historisches Postamt
Die kleine Ortschaft Küb wurde um 1900 zu einem Sommerfrische- und Luftkurort. Ein Post- und Telegraphenamt entstand 1905, wurde 1908 zu einem regulären Postamt ausgebaut und war ab 1913 ganzjährig geöffnet. Nachdem die Poststelle 2004 geschlossen worden war, wandelte sich das Gebäude zu einem Museumspostamt. Die Marktgemeinde betreibt es heute als historische Postservicestelle. Das Haus bewahrt Schalter, Einrichtung und Gegenstände aus der Zeit um die Jahrhundertwende und erinnert daran, wie eng Infrastruktur und Tourismus in Küb verbunden waren. Die Angaben zu Besuchsmöglichkeiten und Öffnungszeiten können saisonal wechseln; hier stehen daher die Ortsgeschichte und die Funktion des Hauses im Mittelpunkt.
Viadukt und Sommerfrische
Auch im großen Schwarza-Viadukt wird die Verbindung von Eisenbahn und Fremdenverkehr sichtbar. Seit 2004 beherbergt ein Gewölbe des Viadukts das „Vinodukt“, eine Vinothek mit einer multimedialen Schau zur Baugeschichte der Semmeringbahn. In Payerbach und Küb stehen außerdem Villen und ehemalige Hotels aus der Zeit der Sommerfrische. Sie erinnern an jene Gäste, die während der Kaiserzeit die Landschaft und die Bahnanbindung nutzten. Die Johannes-Nepomuk-Kapelle liegt am alten Wallfahrtsweg nach Mariazell; eine Statue des Brückenheiligen wurde dort bereits 1723 aufgestellt. Zusammengenommen erzählen diese Orte von Mobilität, Erholung und religiöser Wegtradition im Schwarzatal.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Payerbach – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Marktgemeinde Payerbach - Die Sommerfrische am Fuße des Semmerings
- Marktgemeinde Payerbach - Die Sommerfrische am Fuße des Semmerings
- Marktgemeinde Payerbach – Sehenswürdigkeiten
Stand der Angaben: 09.10.2026
