MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Pitten

Bergkirche, Felsenkirche und ehemalige Eisenwerke liegen am Rand des Pittentals.

GEMEINDEKENNZIFFER31823
Blick über Pitten mit der Burg im Vordergrund.
Blick über Pitten mit der Burg im Vordergrund. · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Pitten - Ortsansicht mit Burg“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 964
01.01.2026
Fläche
13,08 km²
Bevölkerungsdichte
226,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2823
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

PITTEN KENNENLERNEN

Pitten: Geschichte im Blick vom Schlossberg

Pitten liegt im nördlichen Teil der Buckligen Welt, dort, wo das Pittental sich zum Steinfeld öffnet. Die Marktgemeinde zählt 2.964 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 13,08 Quadratkilometer. Der Fluss Pitten gab dem Tal und dem Ort seinen Namen. Über dem Ortskern erhebt sich der Schlossberg; die barocke Bergkirche und die Felsenkirche sind weithin sichtbare Zeugnisse einer langen Siedlungs- und Kirchengeschichte. Bahnanschluss und Industrie veränderten den Ort im 19. Jahrhundert, während Wege und historische Bauwerke die ältere Geschichte nachvollziehbar machen.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Pitten - GEM2GO WEB - Home - Freizeit & Vereine - Geschichte · Pitten - GEM2GO WEB - Home - Freizeit & Vereine - Sehenswürdigkeiten

Ein Tal, fünf Ortschaften

Die Pitten fließt durch das Tal und vereinigt sich einige Kilometer nördlich von Pitten mit der Schwarza zur Leitha. Das Gemeindegebiet umfasst die Ortschaften Inzenhof, Leiding, Pitten, Sautern und Weinberg. Vier Katastralgemeinden tragen die Namen Inzenhof, Leiding, Pitten und Sautern. Diese Einteilung zeigt, dass Ortsnamen und Verwaltungsgliederung nicht immer deckungsgleich sind: Weinberg ist eine Ortschaft, aber keine eigene Katastralgemeinde. Der Ortsname ist seit 1855 amtlich festgelegt. Frühere Urkunden überliefern verschiedene Schreibweisen, darunter „ad Putinnu“ aus dem Jahr 869 und „parrochia Putina“ um 1144.

Quellen: Pitten – Wikipedia, feste Artikelversion

Bergkirche und Felsenkirche

Auf dem Schlossberg steht die dem heiligen Georg geweihte Bergkirche. Der barocke Neubau entstand 1727 bis 1732 am Platz einer älteren Kirche; Teile des Vorgängerbaus blieben erhalten. Eine Mauer mit Zinnen umgibt den Vorplatz. Im Inneren prägen das gewölbte Langhaus, Seitenaltäre und ein Hochaltar mit dem heiligen Georg das Erscheinungsbild. Direkt hinter der Bergkirche liegt die Felsenkirche, in der Fresken aus dem 13. Jahrhundert erhalten sind. Die beiden Gotteshäuser liegen nahe beieinander, haben aber unterschiedliche Bau- und Nutzungsgeschichten. Ihre Lage über dem Ort macht den Aufstieg zugleich zu einem Aussichtspunkt über das Pittental.

Quellen: Pitten - GEM2GO WEB - Home - Freizeit & Vereine - Geschichte · Marktgemeinde Pitten – Bergkirche · Marktgemeinde Pitten – Felsenkirche

Von der Grafschaft zum Bahnknoten

Funde aus der mittleren Bronzezeit belegen frühe Besiedlung. Die erste urkundliche Nennung Pittens stammt aus dem Jahr 869. Im Mittelalter war Pitten Mittelpunkt einer Grafschaft, deren Herrschaftsgebiet über die heutige Gemeinde hinausreichte. Der Schlossberg wurde mit einer Wehranlage und einer Burg befestigt; die Gemeindegeschichte nennt 1094 als erste Erwähnung der Burg. Der Anschluss an die Aspangbahn 1881 förderte Handel und Sommerfrische. Villen aus dem frühen 20. Jahrhundert zeugen noch von der touristischen Entwicklung. Der Bahnanschluss knüpfte an eine ältere Rolle des Tals als Verkehrsraum an und leitete zugleich einen Wandel von Landwirtschaft und Bergbau zu Industrie und Ausflugsverkehr ein.

Quellen: Pitten – Wikipedia, feste Artikelversion · Pitten - GEM2GO WEB - Home - Freizeit & Vereine - Geschichte · Marktgemeinde Pitten – Geschichte der Burg Pitten

Erz, Papier und industrielle Arbeit

Der Abbau von Eisenerz am Schlossberg wurde im 18. Jahrhundert ausgebaut; 1787 erhielt Christine Hoyos die Bewilligung für einen Hochofen. Der Georgi-Stollen wurde 1804 angelegt. Bergbau und Eisenverarbeitung wechselten mehrfach zwischen Stillstand und Aufschwung und endeten 1945 endgültig. Ein weiterer industrieller Schritt war die Papiererzeugung: 1828 entstand in einer ehemaligen Mühle eine Papiermanufaktur. 1853 stellte Wilhelm Hamburger erstmals Holzstoffpapier in Österreich industriell her. Straßennamen wie „Auf der Schmelz“ und „Werksgasse“ erinnern an die frühere Arbeit.

Quellen: Pitten - GEM2GO WEB - Home - Freizeit & Vereine - Geschichte · Pitten – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Pitten auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 472
31.10.2021 · Registerzählung2 892
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 964

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 104
NUTS-3-Region
Niederösterreich-Süd (AT122)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Pitten

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.