MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Senftenberg

Zwischen mittelalterlicher Höhenburg, Imbacher Klosterlandschaft und den Rieslinghängen des Kremstals.

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Blick von der Burgruine auf Senftenberg
Blick von der Burgruine auf Senftenberg · Foto: Rogernot · „SenftenbergvonRuine“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 910
01.01.2026
Fläche
34,77 km²
Bevölkerungsdichte
54,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3541
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

SENFTENBERG KENNENLERNEN

Senftenberg: Burg über dem Kremstal

Die Marktgemeinde Senftenberg zählt 1.910 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 34,77 Quadratkilometer. Im südlichen Waldviertel liegen ihre Ortschaften zwischen bewaldeten Höhen, Weingärten und dem Kremstal.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Senftenberg - Home

Rieslinghänge und frühe Siedlungsspuren

Von der Burgruine fällt der Blick auf die Weinterrassen des Kremstals, an denen Urgesteinsriesling wächst. Bodenfunde belegen eine Besiedlung des Gebiets in der Jungsteinzeit; am Schanzriedl bestand eine Höhensiedlung. Der Ort erhielt 1583 die Marktrechte und ein Wappen. Die Krems verbindet den Hauptort mit Imbach und den Weinlandschaften am Ausgang des Tals.

Quellen: Burgruine Senftenberg – Willkommen · Gedächtnis des Landes – Senftenberg · Senftenberg, wo sich Natur und Kultur vereint – Gemeinde Senftenberg

Eine Burg wird zur Ruine

Eine Wehranlage soll schon vor dem Jahr 1000 bestanden haben; die gemauerte Höhenburg entstand vermutlich im 11. Jahrhundert. 1197 ist erstmals ein Ruedeger de Senftenberc urkundlich genannt, 1233 erscheint dann ein Schloss Senftenberg. Nach einer Eroberung und Zerstörung 1407/09 wechselte die Anlage durch Heirat 1483 zu den Schaunbergern. 1529 bot sie Schutz vor den Türken. Im Dreißigjährigen Krieg fiel sie an die katholischen Eggenberger; schwedische Truppen nahmen sie im Juni 1645 ein und brannten sie aus. 1717 verlieh Kaiser Karl VI. die Herrschaft Senftenberg den Grafen Starhemberg, in deren Besitz die Ruine laut Betreiber bis heute ist. Der Erhaltungsverein pflegt die Mauern und hält das Gelände heute bei freiem Eintritt ganzjährig offen.

Quellen: Burgruine Senftenberg – Geschichte · Burgruine Senftenberg – Willkommen

Kloster und Hallenkirche in Imbach

Imbach erhielt 1269 ein Dominikanerinnenkloster. Noch vor 1285 errichteten die Nonnen eine zweischiffige gotische Hallenkirche. Die Kirche Mariä Geburt bewahrt eine Orgel von 1605 und ihren ursprünglichen Chor. Ein Brand zerstörte 1759 große Teile der Klostergebäude; die Kirche blieb bis zur Aufhebung des Klosters 1782 Mittelpunkt des Konvents. Anschließend übernahm die Pfarre den Bau. Teile des früheren Klosterareals kaufte die Gemeinde später zurück; Keller und Garten werden gemeinsam mit dem Kulturdenkmalverein für Veranstaltungen genutzt.

Quellen: Senftenberg, wo sich Natur und Kultur vereint – Gemeinde Senftenberg · Die Kirche von Imbach – Verein zur Erhaltung der Burgruine Senftenberg

Wehrkirche und Bürgerhaus

Die Pfarrkirche St. Andreas ging aus der Burgkapelle hervor. Eine Wehrmauer mit Rundtürmchen und Schießscharten umgibt den Bau auf dem Felsen neben der Ruine. Das spätgotische Gebäude besitzt ein Stabtor von 1522. Nach der Barockisierung im 18. Jahrhundert erhielt es unter anderem die Statue des Prager Jesuleins am linken Seitenaltar. Im Ortskern erinnert das Sgraffitohaus an die Zeit der Glaubensspaltung: Es gehörte bis 1623 einer wohlhabenden Bürgersippe und wurde danach zum Herren- und Verwaltungshaus der Burgherren. Seine Fassadenbilder aus dem 16. Jahrhundert verweisen auf evangelische Auftraggeber.

Quellen: Gedächtnis des Landes – Senftenberg · Senftenberg, wo sich Natur und Kultur vereint – Gemeinde Senftenberg

Vom Herrschaftsort zur Marktgemeinde

Die heutige Gemeinde entstand schrittweise aus fünf zuvor eigenständigen Gemeinden: Senftenberg, Imbach, Priel, Senftenbergeramt und Reichaueramt. Diese Orte und Ämter liegen teils verstreut auf den Hochflächen; Imbach und Senftenberg sind die stärker verdichteten Siedlungskerne. Drei freiwillige Feuerwehren bestehen in Senftenberg, Imbach und Priel. In Imbach erinnert außerdem eine ökumenische Friedenskapelle, 1999 auf dem ehemaligen Burgberg errichtet, an das Anliegen eines friedlichen Zusammenlebens verschiedener Konfessionen.

Quellen: Senftenberg, wo sich Natur und Kultur vereint – Gemeinde Senftenberg

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Senftenberg auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 888
31.10.2021 · Registerzählung1 914
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 910

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
860
NUTS-3-Region
Waldviertel (AT124)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Senftenberg

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.