STADTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Hainburg a.d. Donau

Eine Stadt zwischen Donau und Braunsberg

GEMEINDEKENNZIFFER30710
Hauptplatz mit Pfarrkirche in Hainburg an der Donau
Hauptplatz mit Pfarrkirche in Hainburg an der Donau · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Hainburg an der Donau - Hauptplatz“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
7 055
01.01.2026
Fläche
24,98 km²
Bevölkerungsdichte
282,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2410
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

HAINBURG A.D. DONAU KENNENLERNEN

Hainburg an der Donau: Tore, Mauern und Schlossberg

Hainburg an der Donau ist eine Stadtgemeinde im Bezirk Bruck an der Leitha. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 7.055 Menschen; das Gemeindegebiet umfasst 24,98 Quadratkilometer. Stadtmauer, Wienertor und Schlossberg prägen das historische Zentrum.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Stadtgemeinde Hainburg – Chronik der Heimenburg

Eine mittelalterliche Stadtmauer

Die Stadtbefestigung umfasst drei Tore, 13 erhaltene Türme und rund 2,5 Kilometer Mauer. Sie entstand im Hochmittelalter, vor allem im 12. und 13. Jahrhundert, und blieb in späteren Jahrhunderten weitgehend in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Das Wienertor, das Ungartor und das Fischertor markieren verschiedene Zugänge; das Fischertor öffnet sich zur Donau. Das Wienertor erhielt seine monumentale Form in zwei Bauphasen des 13. Jahrhunderts. Der Mauerzug verbindet das Zentrum mit dem Schlossberg, auf dem die Heimenburg liegt.

Quellen: Stadtgemeinde Hainburg – Chronik der Heimenburg

Heimenburg auf dem Schlossberg

Die Geschichte der Burg reicht mindestens bis in die Mitte des 11. Jahrhunderts zurück. 1050 beauftragte Kaiser Heinrich III. ihre Wiederherstellung; Bischof Gebhard von Regensburg, Herzog Konrad von Bayern und Markgraf Adalbert von Österreich sollten sie ausführen. Unter den Babenbergern wurde die Burg landesfürstlicher Besitz. Im 13. Jahrhundert entstand jene mächtige Anlage, deren Reste heute den Schlossberg überragen. Sie diente den frühen Habsburgern als Stützpunkt in ihrer Ungarnpolitik und wurde ab der Mitte des 14. Jahrhunderts verpfändet. 1757 kaufte Graf Gabriel Bethlen die Herrschaft und ließ am Fuß des Berges ein neues Schloss im Rokokostil errichten; Graf Philipp Batthyany vollendete es. Das Schloss wurde 1945 beschädigt und 1966 gesprengt.

Quellen: Stadtgemeinde Hainburg – Chronik der Heimenburg · Stadtgemeinde Hainburg – Geschichte der Sanierung

Das Wienertor als Museum

Im Wienertor zeigt das Stadtmuseum Funde aus verschiedenen Epochen. Eine rund 7.000 Jahre alte Kinderbestattung mit Grabbeigaben steht neben Tonkrügen der Kupferzeit, bronzezeitlichen Hockergräbern und Funden von der keltischen Höhensiedlung am Braunsberg. Eine eigene Abteilung widmet sich der Tabakfabrik, die von 1723 bis 2011 bestand. Das Museum hat eine bewegte Geschichte: 1928 stellte Bruno Jahn eine erste Sammlung in einem Raum der Volksschule aus; 1936 übersiedelte das Stadtmuseum wegen des wachsenden Bestands in das Wienertor. Nach dem Krieg waren Teile der Sammlung verschollen oder in schlechtem Zustand. In den 1960er Jahren reaktivierten Freiwillige die Sammlung. Heute dokumentieren Ausstellungen auch die Pressburgerbahn, die frühere Kadettenschule und die Geschichte der Stadt im Mittelalter.

Quellen: Stadtmuseum Wienertor – Geschichte

Donauufer und Nationalpark

Im Winter 1984 wurde die Hainburger Au zum Symbol für den Schutz der Aulandschaft vor einem geplanten Kraftwerk; die Besetzung durch Kraftwerksgegner trug dazu bei, das Vorhaben zu stoppen. 1996 wurde auf dem Hainburger Schlossberg der Nationalpark Donau-Auen gegründet. Der Hainburger Anteil ist der kleinere Teil des Schutzgebiets. Hier verengt sich die Donau zwischen Braunsberg und Thebener Kogel und fließt danach langsamer in breiteren Stillwasserbereichen, den sogenannten Hainburger Kastln. Auf den karstigen Felsen des Braunsbergs entwickelten sich Trockenrasen mit seltenen Pflanzen wie Federgras und Hainburger Federnelke. Der trockene Hangwald unterscheidet sich deutlich von der feuchten Auvegetation am Fluss.

Quellen: Stadtgemeinde Hainburg – Hainburger Au · Nationalpark Donau-Auen – Hainburg

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Hainburg a.d. Donau auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung5 906
31.10.2021 · Registerzählung6 922
01.01.2026 · Bevölkerungsstand7 055

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
2 258
NUTS-3-Region
Wiener Umland/Südteil (AT127)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Hainburg a.d. Donau

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.