HOF AM LEITHABERGE KENNENLERNEN
Hof am Leithaberge: Hutweiden, Höhenzüge und ein Dorf am Gebirgsrand
Die Marktgemeinde Hof am Leithaberge liegt im Bezirk Bruck an der Leitha am Übergang vom flachen Leithatal zu den bewaldeten Höhen des Leithagebirges. 1.694 Menschen lebten hier am 1. Jänner 2026; das Gemeindegebiet umfasst 22,02 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Hof am Leithaberge - GEM2GO WEB - Home
Vom Fluss zu den Höhen
Im Nordwesten bildet die Leitha die Gemeindegrenze; südöstlich davon steigt das Gelände vom Tal auf die bewaldeten Höhen des Leithagebirges. Der Steinerwegberg erreicht 443 Meter; der Gipfelberg liegt als markanter Rücken oberhalb des Orts. Von dort öffnet sich der Blick über die Leithaebene bis zu den bewaldeten Hängen. Landwirtschaft prägt die tieferen Flächen, Wald große Teile des Anstiegs. Über dem Ortskern liegt der zwölf Hektar große Gipfelberg mit seinen sonnigen Trockenrasen. Ein ökologischer Lehrpfad führt auf zehn Stationen durch diese Landschaft und erläutert ihre Pflanzen- und Tierwelt. So stehen auf kurzer Strecke offene, trockene Hänge neben schattigem Wald und dem feuchteren Flussraum.
Quellen: Lehrpfad
Weideland mit seltenen Arten
Die Gipfelberg-Hänge wurden früher als Hutweide genutzt. Heute beweiden Pinzgauer Strahlenziegen und Krainer Steinschafe wieder Teilflächen; besonders stark verbuschte Abschnitte übernehmen die Ziegen. Der Pflegeplan sieht außerdem eine schonende Heumahd und die händische Entfernung von Goldrute, Akazie und Götterbaum vor. Tritte schaffen offene Bodenstellen, Dung bietet Insekten Nahrung. Bei einer Exkursion im Juli 2025 wurden auf dem Gipfelberg Schwalbenschwanz, Gottesanbeterin und der gefährdete Steirische Fanghaft beobachtet. Biologen von VINCA hatten 2018 im Auftrag der Gemeinde den Managementplan für die Pflege erarbeitet.
Quellen: Information der Marktgemeinde: Hutweide und Landschaftspflege · Führung zu den Weideflächen am Gipfelberg
Kirche und Burg am alten Marktort
Eine Urkunde nennt Hof 1208 als „villam Chof“. Im erhöhten Gelände entstand gegen Ende des 13. Jahrhunderts die Burg Turmhof. Die Pfarrkirche ist dem heiligen Michael geweiht; sie war zunächst eine Filialkirche von Leitha-Brodersdorf und wurde 1433 zur Pfarrkirche erhoben. Ihr romanisches Langhaus wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu einer zweischiffigen Halle umgestaltet. Zwei frühgotische Chorschlüsse stammen aus der Zeit um 1300, der Westturm ist gotisch. 1934 kamen Reste eines Beinhauses zutage; die spätgotische Lichtsäule im Kirchenbereich entstand im frühen 15. Jahrhundert. Die Katastralgemeinde heißt Hof am Leithagebirge, die politische Gemeinde Hof am Leithaberge.
Quellen: Aktuelles aus der Pfarre Hof · Gedächtnis des Landes: Hof am Leithaberge
Markt, Schule und Ortsleben
Nach den Verwüstungen des ersten Türkenkriegs standen zahlreiche Häuser leer. Kroatische Familien ließen sich in Hof nieder; 1544 waren laut Landesgeschichte 31 deutschsprachige Personen im Ort protestantisch, während die neu angesiedelten Kroaten katholisch waren. Eine Beschreibung von 1822 führt Hof als Markt mit 164 Häusern, Pfarre und Schule an. Die Grundherrschaft Scharfeneck übte damals die Ortsobrigkeit aus; die Untertanen und Grundholden gehörten zur Herrschaft Hof. Der Hauptplatz mit Gemeindeamt und Pfarrkirche bildet den Ortskern. Die Gemeinde bewahrt alte Ansichten und Dokumente in ihrer Chronik und der Topothek, einer online zugänglichen Sammlung von Bildern und lokalgeschichtlichen Quellen.
Quellen: Gedächtnis des Landes: Hof am Leithaberge · Hof am Leithaberge – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Hof am Leithaberge – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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- Information der Marktgemeinde: Hutweide und Landschaftspflege
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- Führung zu den Weideflächen am Gipfelberg
- Gedächtnis des Landes: Hof am Leithaberge
Stand der Angaben: 08.10.2026
