GEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Göttlesbrunn-Arbesthal

Zwei Weinorte im Hügelland Carnuntums

GEMEINDEKENNZIFFER30708
Luftaufnahme von Göttlesbrunn in der Gemeinde Göttlesbrunn-Arbesthal
Luftaufnahme von Göttlesbrunn in der Gemeinde Göttlesbrunn-Arbesthal · Foto: Marek Slusarczyk · „Göttlesbrunn, Austria“ · Wikimedia Commons · CC BY 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 507
01.01.2026
Fläche
26,26 km²
Bevölkerungsdichte
57,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2464
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GÖTTLESBRUNN-ARBESTHAL KENNENLERNEN

Göttlesbrunn-Arbesthal zwischen Weinbergen und Geschichte

Göttlesbrunn-Arbesthal verbindet zwei historische Weinorte im Bezirk Bruck an der Leitha. Die Gemeinde zählt 1.507 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 26,26 Quadratkilometer. Ihre Geschichte reicht von frühen Siedlungsspuren bis zur Neuzeit.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Göttlesbrunn-Arbesthal - Startseite - Lebensraum Gemeinde - Wissenswertes - Geschichte · Gemeinde Göttlesbrunn-Arbesthal – Geschichte

Hänge, Böden und Reben

Das Arbesthaler Hügelland prägt die Landschaft und den Weinbau. Schotterböden an den Hängen eignen sich besonders für fruchtbetonte Weißweine, während nährstoffreicher Löss im Windschatten kräftige, reife Rotweine begünstigt. Ein sichelförmiger Höhenzug bildet einen nach Südosten offenen Kessel. Morgens erreicht die Sonne die Weinlagen früh; warme, trockene Südostwinde treffen auf Schutz vor kalten Nordwestwinden. Am Abend kühlen Maria Ellender Wald, Donauauen und Donau die Umgebung rasch ab. Göttlesbrunn liegt auf 170 Metern Seehöhe; der Schüttenberg erreicht 284 Meter. Die Weingärten von Arbesthal, Göttlesbrunn und Höflein bilden eine zusammenhängende Flur von etwa 600 Hektar im Weinbaugebiet Carnuntum.

Quellen: Gemeinde Göttlesbrunn-Arbesthal – Geschichte · Gemeinde Göttlesbrunn-Arbesthal – Weinbau

Quellen und frühe Siedlungsspuren

Funde verweisen auf eine lange Besiedlungsgeschichte. Neolithische Stücke aus dem heutigen Göttlesbrunn werden auf etwa 3000 vor Christus datiert. Aus einem Grab der frühen Bronzezeit stammen ein Doppelhenkelgefäß, weitere Keramik und Bronzespiralen. Plattengräber aus keltischer und römischer Zeit kamen bei Feldarbeiten ans Licht. Auch ein mittelalterlicher Schatzfund mit annähernd 4.000 Silber- und Goldmünzen wurde entdeckt. Arbesthal erscheint 1083 in einer Urkunde unter dem Namen „Arawezital“. Göttlesbrunn ist 1239 erstmals schriftlich belegt; die Quelle Jägerbründl wird als wichtiger Anziehungspunkt für die Siedlung genannt. Überlieferte Namensformen reichen von „Gotinsprun“ und „Gotesprune“ bis „Gödelsprunn“; die heutige Schreibweise ist seit 1675 belegt.

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Herrschaften und Wiederaufbau

Im Mittelalter erscheinen die Ritter von Götespruner in den Quellen. Um 1329 unterstand ein Teil Göttlesbrunns den Brüdern von Stadeck; über Teile des Orts und über Arbesthal übte das Stift Göttweig Lehensgrundherrschaft aus. Die Familie Harrach blieb von 1524 bis zur Bauernbefreiung 1848 mit dem Ort verbunden. Die Reformationszeit verlief in den beiden Orten verschieden: Göttlesbrunn blieb katholisch, Arbesthal war bis 1584 evangelisch. Kriege und Seuchen hinterließen wiederholt schwere Schäden. Nach Verwüstungen 1529 wurde Göttlesbrunn 1621 – mit Ausnahme der Kirche – niedergebrannt. 1683 traf die Zerstörung beide Orte; 1705 folgten weitere Verwüstungen. Napoleonische Truppen besetzten 1805 den Bezirk, Plünderungen folgten 1809. 1831 brach Cholera aus. 1848 und 1866 gab es erneut Einquartierungen.

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Zwei Orte, zwei Pfarrkirchen

Die beiden ehemals selbstständigen Gemeinden wurden 1971 zusammengelegt. Ihre Ortskerne bewahren jeweils eine eigene Pfarrkirche: In Arbesthal ist Johannes der Täufer Patron, in Göttlesbrunn die Heiligen Philippus und Jakobus. Die Arbesthaler Kirche geht auf eine Kapelle zurück, die bereits 1248 erwähnt wurde; die Pfarrkirche Göttlesbrunn stammt aus dem 16. Jahrhundert. Göttlesbrunn erhielt 1885 die Befugnisse eines Marktes. Im Weinbau etablierten sich früh Direktvermarktung und Ab-Hof-Verkauf; Buschenschanken ergänzen den Verkauf der Weine um regionale Speisen. Rotweine machen rund zwei Drittel der Weinproduktion aus.

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Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Göttlesbrunn-Arbesthal auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 379
31.10.2021 · Registerzählung1 449
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 507

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
688
NUTS-3-Region
Wiener Umland/Südteil (AT127)

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