STADTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Bruck an der Leitha

Zwischen Flussgrenze, Stadtmauer und Harrachpark

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Hauptplatz mit Kirche und Mariensäule in Bruck an der Leitha
Hauptplatz mit Kirche und Mariensäule in Bruck an der Leitha · Foto: KoeppiK · „Hauptplatz bruck an der leitha“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
8 895
01.01.2026
Fläche
23,69 km²
Bevölkerungsdichte
375,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2460
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

BRUCK AN DER LEITHA KENNENLERNEN

Bruck an der Leitha: Stadt am Übergang

Bruck an der Leitha liegt am Fluss, der Niederösterreich vom Burgenland trennt, am Rand des Leithagebirges. Die Stadtgemeinde zählt 8.895 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 23,69 Quadratkilometer. Als Bezirkshauptstadt verbindet sie einen kompakten historischen Kern mit weiten Grünräumen.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Bruck an der Leitha - GEM2GO WEB - Home

Am Leithaübergang geplant

Der Name Bruck verweist auf eine Brücke: Schon die Römer sollen hier die Leitha gequert haben. Urkundlich erscheint der Ort 1074 als Ascherichsbrugge. Um 1200 ließ man die Siedlung am strategischen Übergang planmäßig ausbauen; 1239 wird Bruck erstmals als Stadt bezeichnet. Die Lage an der damaligen Grenze zu Ungarn prägte den rechteckigen Grundriss. Ringmauer, Wehrtürme, Zwinger und Graben bildeten zu Beginn des 13. Jahrhunderts ein geschlossenes Befestigungssystem. Vier Tore kontrollierten den Zugang, wurden jedoch im 19. Jahrhundert abgetragen. Rund vier Fünftel der Stadtmauer sind erhalten geblieben. Hauptplatz und Stadtturm liegen im Zentrum dieser regelmäßig angelegten Altstadt.

Quellen: Historisches – Stadtgemeinde Bruck an der Leitha · Unsere Stadt – Stadtgemeinde Bruck an der Leitha

Prugg und der Harrachpark

Nördlich des Stadtkerns steht Schloss Prugg, dessen Anfänge ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Als Wehrburg schützte es die mittelalterliche Stadt. 1564 wurde Schloss Prugg an Leonhard IV. von Harrach verpfändet; seit 1625 ist es im Besitz der Familie Harrach. Im 18. Jahrhundert erhielt es nach Entwürfen Johann Lukas von Hildebrandts barocke Formen, im 19. Jahrhundert folgte ein neugotischer Umbau im Tudorstil. Der romanische Römer- oder Heidenturm gilt als ältester Gebäudeteil. Umgeben ist das Schloss vom Harrachpark: Ein Barockgarten des frühen 18. Jahrhunderts wurde später in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Alte exotische Einzelbäume stehen neben heimischen Gehölzen; verschlungene Leitha-Seitenarme durchziehen die Anlage.

Quellen: Sehenswürdigkeiten – Stadtgemeinde Bruck an der Leitha · Historisches – Stadtgemeinde Bruck an der Leitha · Führungen – Stadtgemeinde Bruck an der Leitha

Kirche, Brunnen und Bürgerhäuser

Der alte Stadtturm ist heute in die Dreifaltigkeitskirche eingebunden. Das Gotteshaus entstand in zwei Bauphasen: 1696 bis 1702 und nochmals 1738 bis 1740. Das Hochaltarbild stammt aus der Schule Daniel Grans; im Inneren stehen auch eine Barockorgel und ein Rokokotabernakel. Rund um den Hauptplatz erzählen weitere Bauwerke von städtischen Funktionen. Der Kern des ehemaligen Rathauses stammt aus dem 14. Jahrhundert, sein ältestes erhaltenes Stadtwappen trägt die Jahreszahl 1597. Die mittelalterliche Synagoge wurde im späten 13. Jahrhundert errichtet. Eine Mariensäule ließ Anna Rosina Stumpf 1707 stiften. Der Florianibrunnen von 1713 diente einst als Wasserreservoir für die Feuerwehr; ein Röhrbrunnen aus dem Mittelalter versorgte die Stadt und half bei der Brandbekämpfung.

Quellen: Sehenswürdigkeiten – Stadtgemeinde Bruck an der Leitha

Der Wehrturm als Stadtmuseum

Am Rand der ehemaligen Befestigung steht der fünfgeschossige Ungarturm aus dem 13. Jahrhundert. Seit 1986 beherbergt er das Stadtmuseum. Die Sammlung reicht von urgeschichtlichen und römischen Funden bis zu Objekten aus der Stadtentwicklung; Waffen verschiedener Epochen stehen neben Zeugnissen des Handwerks und der bäuerlichen Kultur. Auch die Umgebung wandelte sich mit Wasserbau und Verkehr: 1846 wurde die Bahnstrecke Wien–Bruck eröffnet. 1856 begann die Anlage der Neuen Leitha, deren Erweiterung 1879 die Überschwemmungen beendete. Später brachte die Zuckerfabrik neue industrielle Arbeit; sie nahm 1910 den Betrieb auf und schloss 1986. Die Gemeinde zählt auch Wilfleinsdorf, das 1971 eingegliedert wurde.

Quellen: Museen – Stadtgemeinde Bruck an der Leitha · Historisches – Stadtgemeinde Bruck an der Leitha · Unsere Stadt – Stadtgemeinde Bruck an der Leitha

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Bruck an der Leitha auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung7 648
31.10.2021 · Registerzählung8 177
01.01.2026 · Bevölkerungsstand8 895

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
2 798
NUTS-3-Region
Wiener Umland/Südteil (AT127)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Bruck an der Leitha

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.