KEMATEN AN DER YBBS KENNENLERNEN
Kematen an der Ybbs: Brücke, Bahn und neue Straßennamen
Kematen an der Ybbs liegt am Fluss im Mostviertel. Die Marktgemeinde umfasst 10,99 Quadratkilometer und zählte am 1. Jänner 2026 2.706 Einwohnerinnen und Einwohner. Ihre Geschichte ist eng mit einer Ybbsquerung, dem Bahnhof Hilm-Kematen und der Papierindustrie verbunden.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Kematen an der Ybbs – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarre Kematen-Gleiß – Chronik der Pfarre
Querung am Ybbsübergang
Schon in römischer Zeit verlief entlang der Ybbs eine Straße, die den Fluss im Gebiet des heutigen Kematen querte. 1292 bestand die Siedlung aus vier Häusern und einer Mühle. Der Name Chemnaten ist 1305 erstmals urkundlich belegt. Eine Brücke wird 1324 genannt; während eines Konflikts zwischen Waidhofen und Steyr war sie 1371 bis 1379 gesperrt. Die bis heute bestehende Steinbrücke entstand 1860. Rund 22 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet. Naturräumlich reicht das Gebiet vom Oberen Ybbsfeld über die Strengberge bis ins Ybbstal. Der Ortsname wurde 1965 amtlich zu Kematen an der Ybbs erweitert. Zu den Ortsteilen zählen Abetzdorf, Gimpersdorf, Hausleiten, Heide, Höfing, Kalsing, Pyhra, Stritzelhof und Wollmersdorf.
Quellen: Kematen an der Ybbs – Wikipedia, feste Artikelversion · Gedächtnis des Landes – Kematen an der Ybbs · Kematen an der Ybbs – Wikipedia, feste Artikelversion
Eine ungewöhnliche Adresse
Die Straßen im Ort tragen ein ungewöhnliches Nummernsystem. 1966 beschloss der Gemeinderat, sich dabei an New York zu orientieren: Ein Gemeinderat hatte die systematische Nummerierung dort kennengelernt und überzeugte Bürgermeister und Gemeinde. Entlang der B121 heißen die Straßen dort Heide 1. Straße bis Heide 16. Straße, mit Unterbrechungen. Niederhausleiten war 1921 von Kematen abgetrennt worden und wurde 1969 wieder eingegliedert. 1985 erhielt Kematen das Marktrecht.
Quellen: Kematen an der Ybbs – Wikipedia, feste Artikelversion · Gedächtnis des Landes – Kematen an der Ybbs
Pfarrkirche und Pfarre Kematen-Gleiß
Die Pfarrkirche ist der Heiligen Familie geweiht und steht am nördlichen Siedlungsrand. 1928 begann der Bau einer Notkirche; sie wurde 1929 eingeweiht. 1932 wurde die Pfarre Kematen-Gleiß eingerichtet. Sie vereinte Teile der Pfarren Aschbach, Allhartsberg, Biberbach und Sonntagberg. Als die Bevölkerung durch Fabriken in Kematen und Bruckbach zunahm, wurde auch ein Kloster in Gleiß erwogen. Schwestern kamen 1895 nach Gleiß, regelmäßige Gottesdienste fanden ab 1897 in einer kleinen Kapelle statt. In der Nachbargemeinde Sonntagberg wurde die Klosterkirche in Gleiß 1904/05 errichtet und dem Herzen Jesu geweiht. In Kematen folgten 1949 bis 1951 Vorhalle, Marienkapelle und Südturm; Chor und Sakristei wurden 1958 ergänzt. 2004 gestaltete Carla Kamenik den Altarraum mit Schmelzglasbildern zur Heiligen Familie und Szenen aus dem Leben Jesu.
Quellen: Pfarre Kematen-Gleiß – Chronik der Pfarre · Kematen an der Ybbs – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarre Kematen-Gleiß – Chronik der Pfarre
Rudolfsbahn und Papierfabrik
Der Bahnhof Hilm-Kematen wurde 1869 eröffnet und liegt im benachbarten Hilm auf dem Gebiet der Marktgemeinde Sonntagberg an der Rudolfsbahn. Die Bahn knüpfte den Ort an die Verkehrsachse des Ybbstals. Die industrielle Entwicklung veränderte zugleich den Ort: Ab 1987 modernisierte die Neusiedler AG ihre Papierfabrik und investierte in Anlagen zur Verbesserung der Umweltsituation. Bereits 1976 war in Kematen eine biologische Abwasserbehandlungsanlage errichtet worden. 2001 zählte Kematen 83 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und 49 land- und forstwirtschaftliche Betriebe; 1.145 Erwerbstätige hatten damals ihren Wohnsitz in der Gemeinde.
Quellen: Kematen an der Ybbs – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarre Kematen-Gleiß – Chronik der Pfarre · Kematen an der Ybbs – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
