MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Oed-Oehling

Zwei alte Siedlungsorte im Mostviertel

GEMEINDEKENNZIFFER30522
Gemeindeamt in Öhling, Gemeinde Oed-Oehling
Gemeindeamt in Öhling, Gemeinde Oed-Oehling · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Öhling - Gemeindeamt (2)“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 206
01.01.2026
Fläche
10,64 km²
Bevölkerungsdichte
207,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3362
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

OED-OEHLING KENNENLERNEN

Oed-Oehling: Römerstraße, Kirchen und Mostkultur

Oed-Oehling liegt im Mostviertel zwischen Url, Phyrra und sanft ansteigenden Höhen. Die Marktgemeinde umfasst 10,64 Quadratkilometer und zählt am 1. Jänner 2026 2.206 Einwohnerinnen und Einwohner. Alte Marktstraßen, Kirchen und Mostviertler Höfe prägen den Ort.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Oed-Oehling – Wikipedia, feste Artikelversion · Gedächtnis des Landes – Oed

Zwischen Url und Phyrra

Die Url bildet im Südosten die Gemeindegrenze und fließt hier auf etwa 300 Metern Seehöhe. Von ihrem Tal steigt das Gelände auf bewaldete Höhen um 400 Meter an. Öhlingbach und Phyrra entwässern die südöstlichen und nordwestlichen Bereiche. Rund 70 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, etwa 15 Prozent sind bewaldet. Oed liegt an der alten Römerstraße strata publica. Im Mittelalter diente sie als Hochstraße, später als Reichspoststraße und als Grenze zwischen den Landgerichten Salaberg und Nieder-Wallsee. Die Verkehrsachse begünstigte den Marktort, dessen Zentrum entlang der Straße entstand. Öhling entwickelte sich als eigener Kirchweiler auf einem Hügel nördlich des Urlraums.

Quellen: Oed-Oehling – Wikipedia, feste Artikelversion · Gedächtnis des Landes – Oed

Zwei Ortsnamen, zwei Pfarrgeschichten

Öhling wird 1110 in einer Schenkungsnotiz des Göttweiger Salbuchs genannt; um 1120 erscheint der Ort auch in den Klosterneuburger Traditionsbüchern. Ein adeliger Zeuge namens Hainreich van Elling ist 1321 belegt. Für Oed liegt die älteste überlieferte Erwähnung um 1140 vor. 1318 erhielt der Markt das Marktrecht. Im Jahr 1690 waren dort zahlreiche Handwerker tätig, darunter drei Schmiede, sieben Schuhmacher, vier Schneider und acht Gastwirte. Öhling und Oed wurden 1972 zur Marktgemeinde Oed-Oehling vereint. Die neue Gemeinde übernahm das ältere Wappen des Marktes Oed: Es zeigt den heiligen Petrus mit Schlüssel und Buch sowie eine Lilie.

Quellen: Gedächtnis des Landes – Oed

St. Wolfgang und Peter und Paul

Die Pfarrkirche Öhling steht auf einer Anhöhe und ist dem heiligen Wolfgang geweiht. Eine Kapelle wird im 13. Jahrhundert genannt; 1545 galt die Kirche als Filiale von Aschbach. Das Langhaus wurde 1679 erweitert, 1694 kamen Stuckarbeiten hinzu. Nach einem Brand war das Gebäude 1814 eine Ruine; Kirche und Pfarre wurden 1833 neu errichtet. Der Westturm folgte 1914 nach Plänen des Architekten Matthäus Schlager. Die Pfarrkirche Oed Markt ist den heiligen Petrus und Paulus geweiht. Ihre Vorgängerkirche entstand um 1690; den heutigen spätbarocken Bau errichtete Paul Ulrich Trientl 1759 bis 1761 im Auftrag von Leopold Graf Daun. Der Turm wurde 1834 erneuert.

Quellen: Pfarre Mauer-Öhling – Pfarrkirchen Oed und Öhling · Gedächtnis des Landes – Oed

Das Presshaus am Dorfplatz

Am Dorfplatz von Öhling steht das denkmalgeschützte Presshaus der Mostelleria. Johann Kirchweger ließ das Gebäude 1874 errichten; er war Kaufmann, Landwirt und Besitzer eines Ziegelofens. Sein Most wurde bis nach Berlin verkauft. Nach seinem Tod 1897 ging sein Besitz an Kaiser Franz Joseph. Das Presshaus blieb über ein Jahrhundert in Betrieb und diente später als Teil eines landwirtschaftlichen Betriebs. Nach mehr als hundert Jahren Betrieb stand das Presshaus 1987 leer. 2010 wurde es renoviert und zur Produktions-, Verkaufs- und Verkostungsstätte einer Bio-Destillerie umgestaltet. Hinter dem Haus liegt ein Mostbirnengarten mit rund 12.000 Bäumen.

Quellen: Destillerie Farthofer – Mostelleria · Gedächtnis des Landes – Oed

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Oed-Oehling auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 697
31.10.2021 · Registerzählung2 045
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 206

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
600
NUTS-3-Region
Mostviertel-Eisenwurzen (AT121)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Oed-Oehling

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.