STADTGEMEINDE · KÄRNTEN

Wolfsberg

Die Bezirkshauptstadt verbindet mittelalterlichen Stadtkern, Schlossumbau im Tudor-Stil und ein weitläufiges Gemeindegebiet.

GEMEINDEKENNZIFFER20923
Häuser und Kirchturm am Flussufer in Wolfsberg
Häuser und Kirchturm am Flussufer in Wolfsberg · Foto: Neithan90 · „Wolfsberg2“ · Wikimedia Commons · CC0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
25 011
01.01.2026
Fläche
278,31 km²
Bevölkerungsdichte
89,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9400
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

WOLFSBERG KENNENLERNEN

Wolfsberg: Schloss, Stadtmauer und Lavant

Wolfsberg liegt im mittleren Lavanttal im Bezirk Wolfsberg. Die Stadtgemeinde zählt 25.011 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 278,31 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Wolfsberg (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwischen Saualpe und Koralpe

Das Gemeindegebiet umfasst weite Teile der Saualpe und reicht mit zwei Ausläufern an die Koralpe. Im Tal sammelt sich der Siedlungsraum entlang der Lavant; darüber liegen hoch gelegene Ortschaften und Höfe. Die Stadt selbst entstand an einem Flussübergang zwischen der Lavant und dem Schlossberg. 40 Katastralgemeinden und 65 Ortschaften gehören zum Gemeindegebiet. Im Tal verläuft die Lavanttalbahn.

Quellen: Stadtgemeinde Wolfsberg – Fakten und Zahlen

Burg, Markt und Stadtrecht

Wolfsberg kam im frühen 11. Jahrhundert an das Hochstift Bamberg. Die Burg wurde 1178 erstmals urkundlich erwähnt; 1331 verlieh Bischof Werntho der Stadt das Stadtrecht. Unterhalb der Burg entwickelte sich der Markt zu einem befestigten Handelsplatz. Die Stadtbefestigung verband die Obere Stadt mit der Burg und schloss später auch die Untere Stadt jenseits der Lavant ein. Handel, Handwerk sowie Wein- und Obstanbau prägten die Wirtschaft. 1425 belagerten die Grafen von Cilli die Stadt, mussten aber unverrichteter Dinge abziehen. 1478 scheiterte auch ein türkischer Angriff an den Befestigungsanlagen. 1713 suchte die Pest die Stadt heim, 1716 zerstörte eine Feuersbrunst rund 170 Häuser. Zum Dank für das Ende der Seuche errichteten Bürger 1718 die Mariensäule am Hohen Platz. 1759 gingen die bambergischen Besitzungen an die Habsburger. 1846 erwarb Graf Hugo Henckel von Donnersmarck die Herrschaft.

Quellen: Stadtgemeinde Wolfsberg – Stadtgeschichte

Bürgerhäuser, Reckturm und Kirchen

Am Hohen Platz stammen viele Bürgerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert; spätgotische Portale, Renaissancefenster und Laubengänge bestimmen ihre Fassaden. Das Bamberghaus war ursprünglich das Untere Schloss. Am Getreidemarkt liegt das frühere Landrichterhaus mit dem Reckturm, dem letzten erhaltenen Turm der Stadtmauer. Die Stadtpfarrkirche St. Markus wurde 1216 erstmals erwähnt und besitzt einen 72 Meter hohen Turm. 141 Stufen führen zur früheren Türmerwohnung; bis in die 1960er Jahre beobachtete der Türmer von dort nachts die Stadt. Die Bäckerkapelle St. Anna entstand 1497 und bewahrt einen spätgotischen Flügelaltar. Die Burg ließ Graf Hugo Henckel von Donnersmarck nach Plänen der Architekten Johann Romano und August Schwendenwein im englisch-gotischen Tudor-Stil zum Schloss umbauen. Das 1858 und 1859 errichtete Mausoleum der Familie Henckel von Donnersmarck stammt von August Stüler aus Berlin.

Quellen: Stadtgemeinde Wolfsberg – Stadtspaziergang · Stadtgemeinde Wolfsberg – Stadtführungen

Eisenbahn und Erinnerungsorte

1879 wurde Wolfsberg durch die Lavanttalbahn mit Unterdrauburg verbunden; 1900 folgte die nördliche Verlängerung nach Zeltweg. 1936 öffnete die Straßenverbindung über die Pack den Verkehr Richtung Graz. Im Juli 1934 besetzten Nationalsozialisten die Stadt im Zuge des Juliputsches; im Süden kam es zu Kämpfen mit Bundesheer und Heimwehren. Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in Priel das Kriegsgefangenenlager Stalag XVIII A mit bis zu 7.000 Insassen. Bei einem alliierten Luftangriff am 18. Dezember 1944 kamen 94 Lagerinsassen und 50 Zivilpersonen ums Leben. Nach 1945 nutzte die britische Besatzungsmacht das Lager als Internierungsstätte für rund 3.000 bis 4.000 Personen; 1948 übergab man es den österreichischen Behörden. Das Museum im Lavanthaus zeigt 2026 die Sonderausstellung „Die Römer im Lavanttal“. Ausgewählte Funde beleuchten Wohnen und Alltag, Kult und Religion, Bestattung sowie Bergbau und Rohstoffgewinnung.

Quellen: Stadtgemeinde Wolfsberg – Stadtgeschichte · Stadtgemeinde Wolfsberg – Ausstellung „Die Römer im Lavanttal“

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Wolfsberg auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung24 981
31.10.2021 · Registerzählung25 114
01.01.2026 · Bevölkerungsstand25 011

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
7 984
NUTS-3-Region
Unterkärnten (AT213)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Wolfsberg

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.