GEMEINDE · TIROL

Untertilliach

Ein kleines Dorf im Grenzraum des Tiroler Gailtals

GEMEINDEKENNZIFFER70733
Pfarrkirche von Untertilliach im Winter
Pfarrkirche von Untertilliach im Winter · Foto: Jürgele · „Untertilliach, Kath. Pfarrkirche hll. Florian, Ingenuin, und Albuin“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
211
01.01.2026
Fläche
36,34 km²
Bevölkerungsdichte
5,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9943
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

UNTERTILLIACH KENNENLERNEN

Untertilliach: Höfe an der Gail

Untertilliach folgt dem Tal der Gail bis an die Grenzen zu Kärnten und Italien. Die Gemeinde zählt 211 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 36,34 Quadratkilometern. Die Häuser und Weiler liegen zwischen Lienzer Dolomiten und Karnischen Alpen; die Nähe zu zwei Landes- und Staatsgrenzen prägt Alltag und Wege durch das Tiroler Lesachtal. Der schmale Talboden und die steilen bewaldeten Hänge setzen den Höfen und Wiesen enge räumliche Grenzen.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026

Weiler auf beiden Seiten der Gail

Winkl, Bichl, Aue, Kirchberg, Eben, Eggen und Wacht liegen nahe der Gailtaler Straße. In höheren Lagen kommen Einzelhöfe und Almen hinzu. Die Siedlungen verteilen sich zwischen Gail, Lienzer Dolomiten und Karnischen Alpen. Busse fahren über Obertilliach und Tassenbach nach Sillian und weiter ins Kärntner Lesachtal. Der nächste Bahnanschluss liegt in Tassenbach. Im Alltag verbindet diese Achse verstreute Ortsteile mit Schulen und Versorgung außerhalb der Gemeinde. Weitere benannte Weiler sind Kammerland, Soldhäuser, Klammberg und Geile. Die Straße bildet für die verstreuten Weiler die wichtigste Verbindung durch das Tal.

Quellen: Untertilliach – Wikipedia, feste Artikelversion · Zahlen & Daten – Gemeinde Untertilliach

Kirchen als alte Siedlungsanker

Die erste urkundlich erwähnte Kapelle am Kirchberg stammt aus dem Jahr 1290. Die Kirche am Kirchberg wurde 1450 in Stein gebaut und 1479 geweiht. Die heutige Pfarrkirche St. Florian wurde 1777 bis 1780 errichtet; 1858 wechselten Pfarre und später auch der Friedhof vom Kirchberg an den neuen Standort. Bereits 1375 sind im Gebiet 22 Schwaighöfe nachgewiesen. Die Höfe stehen für die lange landwirtschaftliche Nutzung der Höhenlagen. Seit 1982 wird die Pfarre ohne eigenen Seelsorger von Obertilliach aus mitbetreut.

Quellen: Geschichtlicher Überblick – Gemeinde Untertilliach · Untertilliach – Wikipedia, feste Artikelversion

Berglandwirtschaft und Versorgung im Tal

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 35 Arbeitsstätten und 47 Beschäftigte in Untertilliach aus. 71,4 Prozent der Arbeitsstätten lagen im primären Sektor; der Auspendleranteil unter den aktiv Erwerbstätigen am Wohnort betrug 73,9 Prozent. Die landwirtschaftliche Prägung zeigt sich in den vielen Höfen und Almen: Viehhaltung und Bergwiesenbewirtschaftung verbinden tägliche Arbeit mit der Pflege offener Flächen. Am Untererschbaumerhof in Eggen können Gäste bei der Arbeit am Hof mithelfen und Tiere erleben. Die Viehhaltung und die Bewirtschaftung der Bergwiesen bleiben damit sowohl Erwerbsarbeit als auch Voraussetzung für die offenen Flächen des Tals.

Quellen: Arbeitsstättenzählung 2024 – Statistik Austria · Untertilliach – Wikipedia, feste Artikelversion · Untertilliach – Osttirol Tourismus

Grenzlandweg durch das Gailtal

Der Grenzlandwanderweg verbindet Kartitsch, Ober- und Untertilliach auf Forstwegen südlich der Gail. Im Zentrum steht die Pfarrkirche St. Florian; die Filialkirche am Kirchberg erinnert an den früheren Pfarrstandort. Die Lage beider Kirchen ist gesichert, nicht aber eine regelmäßige Innenbesichtigung. Im Winter führt die Grenzlandloipe durch das Tal und verbindet das Tiroler Gailtal mit dem Kärntner Lesachtal. Ihr Betrieb hängt von den Schneeverhältnissen ab. Der knapp 16 Kilometer lange Wanderweg endet in Untertilliach; zwischen den Orten verläuft er über Wiesenhänge und durch Waldstücke.

Quellen: Grenzlandwanderweg – Osttirol Tourismus · Geschichtlicher Überblick – Gemeinde Untertilliach · Untertilliach – Osttirol Tourismus

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Untertilliach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung249
31.10.2021 · Registerzählung224
01.01.2026 · Bevölkerungsstand211

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
90
NUTS-3-Region
Osttirol (AT333)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Untertilliach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.