GEMEINDE · BURGENLAND

Pöttelsdorf

Zwischen dem Wulkatal, den Südhängen zum Marzer Kogel und einer Landschaft, die von Wasser und Weinbau geprägt ist.

GEMEINDEKENNZIFFER10608
Evangelische Pfarrkirche in Pöttelsdorf
Evangelische Pfarrkirche in Pöttelsdorf · Foto: Steindy · „Poettelsdorf - Evangelische Pfarrkirche A.B. (01)“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
760
01.01.2026
Fläche
7,86 km²
Bevölkerungsdichte
96,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
7025
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

PÖTTELSDORF KENNENLERNEN

Pöttelsdorf an der Wulka: Weinland und evangelische Tradition

Pöttelsdorf liegt im Wulkatal und zählt zu den kleineren Gemeinden im Bezirk Mattersburg. Am 1. Jänner 2026 verzeichnete Statistik Austria 760 Einwohnerinnen und Einwohner; das Gemeindegebiet umfasst 7,86 Quadratkilometer. Die Siedlung verbindet eine weite Talebene mit sanft ansteigenden Hängen, Weinbau und einer Geschichte, in der archäologische Funde und evangelisches Gemeindeleben markante Spuren hinterlassen haben.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Pöttelsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion

Das Tal und sein Wasser

Pöttelsdorf folgt dem Talboden der Wulka; südlich steigt das Gelände gegen den Marzer Kogel an. Die tieferen Flächen sind von Flusslauf und landwirtschaftlicher Nutzung geprägt, die Hänge bilden den traditionellen Weinbaubereich. Das Dorf liegt im Naturpark Rosalia-Kogelberg. Statt steiler Höhenzüge bestimmt hier der allmähliche Wechsel von Tal, Feldern und Hang die räumliche Gestalt des Orts.

Quellen: Pöttelsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion

Die Wulka als Lebensraum

Ein früherer Lauf der Wulka wurde wiederhergestellt; der Altlauf dient auch als Hochwasserrückhaltebecken. Er bildet einen eigenen Abschnitt des Talraums neben dem Hauptfluss und den genutzten Flächen. Die Flussrenaturierung ist damit konkrete Wasserinfrastruktur vor Ort. Sie ergänzt das Bild der Weinbaugemeinde um einen anderen Umgang mit Landschaft: Das Tal nimmt Wasser auf, während die höher gelegenen Parzellen für Weinbau genutzt werden.

Quellen: Pöttelsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion

Spuren aus der Eisenzeit

Funde aus dem Gemeindegebiet reichen weit vor die schriftliche Ortsgeschichte zurück. 1926 kam bei Brunnenarbeiten ein Frauengrab mit einem Bronzearmreif und zwei Tongefäßen zutage. Eine zweite Bestattung wurde 1984 bei einer Notgrabung auf einem Lössabhang westlich des Orts geborgen. Die Beigaben – darunter Gefäße, Fibeln und Eisenwaffen – erlauben die Einordnung in die Frühlatènezeit. Solche Einzelstücke erzählen nicht von einer lückenlos bekannten Siedlung, wohl aber davon, dass die Gegend bereits in vorgeschichtlicher Zeit in überregionale kulturelle Zusammenhänge eingebunden war.

Quellen: Pöttelsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion

Evangelische Gemeinde und Landesgeschichte

Während der Reformation blieb die evangelische Überzeugung in Pöttelsdorf bestehen, obwohl das öffentliche Gemeindeleben in der Gegenreformation zum Erliegen kam. Ab 1681 durften die Evangelischen wieder Gottesdienste besuchen, fuhren dafür aber nach Ödenburg. Nach dem Toleranzpatent Josephs II. entstand 1783 die evangelische Pfarrgemeinde; von 1786 bis 1900 stand ihr Bethaus in der heutigen Pfarrgasse neben der 1867 errichteten Friedhofsmauer. Bethaus, Schule und Pfarrhaus bildeten dort ein Ensemble, und die Bibliothek des ersten Pfarrers ist erhalten. Die heutige neugotische Kirche wurde nach 16 Monaten Bauzeit am ersten Sonntag im September 1901 eingeweiht; an diesem Termin feiert der Ort den Kirtag. Der Turm wird im Dorfboten als weithin sichtbares Wahrzeichen beschrieben und die Kirche im Volksmund „Dom im Wulkatal“ genannt. Zur Pöttelsdorfer Muttergemeinde gehören Walbersdorf sowie die Tochtergemeinde Bad Sauerbrunn mit Wiesen, Pöttsching und Neudörfl. So reicht die heutige Pfarrstruktur über den Ortskern hinaus. Die katholische Kirche Maria Steinwurf wurde bereits 1769 errichtet; das Wallfahrtsbild stammt aus derselben Zeit.

Quellen: Pöttelsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Die Kirche im Dorf – Pöttelsdorfer Dorfbote, Gemeindezeitung

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Pöttelsdorf auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung694
31.10.2021 · Registerzählung772
01.01.2026 · Bevölkerungsstand760

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
353
NUTS-3-Region
Nordburgenland (AT112)

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Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.