WAIDRING KENNENLERNEN
Waidring: zwischen Steinplatte und Strubtal
Waidring liegt im Strubtal am Fuß der Loferer Steinberge und der Steinplatte, nahe der Grenzen zu Salzburg und Bayern. Die Gemeinde im Bezirk Kitzbühel hatte am 1. Jänner 2026 2.089 Einwohner und umfasst 63,75 Quadratkilometer.
Ein Tal als Verbindung
Waidring liegt im Strubtal nahe den Grenzen zu Salzburg und Bayern. Loferbach und Haselbach durchziehen den Talraum; bei Waidring befindet sich eine Wasserscheide. Die Loferer Straße verbindet das Tiroler Unterland mit dem Salzachtal, während in Unterwasser eine Straße ins Pillerseetal abzweigt. So ist der Ort Durchgang zwischen mehreren Tälern und zugleich Ausgangspunkt für Wege zur Steinplatte. Hauptort und Weiler liegen am Talboden und an den Hängen. Zwischen den Siedlungen bleiben landwirtschaftliche Flächen sichtbar. Wer aus Richtung Lofer kommt, erlebt Waidring zuerst als Talort; vom Dorf aus prägen die Loferer Steinberge und die Steinplatte den Blick. Die Wege nach Kössen und St. Ulrich verbinden den Ort mit den Nachbargemeinden.
Bergbahn und regionale Arbeitsplätze
Die Arbeitsstättenzählung erfasste 2024 in Waidring 216 Arbeitsstätten und 640 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. Tourismus hat einen sichtbaren Schwerpunkt: Die Bergbahn Steinplatte bringt Gäste vom Tal auf das Hochplateau, wo im Sommer Wanderwege und der Triassic Park genutzt werden. Im Winter erschließen die Anlagen ein Skigebiet. Beherbergung und Gastronomie ergänzen den Bergbetrieb im Dorf. Zum saisonalen Bergbetrieb gehören technische Anlagen und ein Betriebsgebäude, an denen 2025 Verbesserungen vorgenommen wurden. 64,9 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in Waidring pendelten aus. Der lokale Gästebetrieb und Arbeitswege in andere Gemeinden prägen somit gemeinsam das Erwerbsleben.
Pfarrkirche und Passgeschichte
Waidring wird in einer Salzburger Traditionsnotiz des 12. Jahrhunderts als Waitheringin erwähnt. Die Lage am Pass Strub machte den Ort wiederholt zum Schauplatz militärischer Bewegungen. Im Mai 1809 wurde Waidring nach Kämpfen am Pass von bayerischen Truppen geplündert. Die Pfarrkirche zum heiligen Vitus und Nikolaus bildet bis heute den Mittelpunkt des Dorfes. Der heutige Bau entstand im 18. Jahrhundert; im Kirchenraum sind spätbarocke Fresken erhalten. Eine andere Besonderheit ist die Talwasserscheide: Hier teilen sich Gewässer in unterschiedliche Einzugsgebiete. Pass, Tal und Siedlung prägten den Ort über Jahrhunderte; Kirche und Pass-Strub-Denkmal halten diese Geschichte im Ortsbild präsent.
Die Steinplatte als Erlebnisraum
Die Steinplatte ist von Waidring aus über die Bergbahn erreichbar. Oben führen Wege durch die Karstlandschaft zu Aussichtspunkten. Der Triassic Park erklärt anhand von Fossilien und Korallen die geologische Vergangenheit des Gebiets; zu seinen Zielen gehören eine Aussichtsplattform und die Panorama Muschel. Die Angebote sind an den saisonalen Bergbetrieb gebunden, weshalb sich ein Blick auf die Öffnungszeiten vor einem Besuch lohnt. Im Winter verändern Lifte und Skipisten die Nutzung des Hochplateaus. Wer im Tal bleibt, findet mit der Pfarrkirche einen historischen Ort im Dorfzentrum. Am Berg dagegen steht die Geologie im Vordergrund: Das Gelände selbst macht die Geschichte des einstigen Meeres und der späteren Gebirgsbildung anschaulich.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Waidring – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024
- Waidring Konkret – Sommerausgabe 2025
- Steinplatte – Sommer und Triassic Park
- Pfarre Waidring – Unsere Pfarre
- Steinplatte – Öffnungszeiten Sommer
- municipal-1
Stand der Angaben: 15.10.2026
