AURACH BEI KITZBÜHEL KENNENLERNEN
Aurach bei Kitzbühel: Bergbaugeschichte unter den Alpen
Aurach bei Kitzbühel verbindet bäuerlich geprägte Ortsteile mit einer langen Bergbaugeschichte. Die Gemeinde zählt 1.108 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 54,24 Quadratkilometer. Ihr Name verweist auf die nahe Bezirkshauptstadt; die lokale Geschichte erzählt vor allem von Landwirtschaft, Kirche und dem Kupferabbau am Berg.
Zwischen Tal und Alm
Aurach liegt südlich von Kitzbühel in einer weitläufigen Berglandschaft. Das Gemeindegebiet umfasst 54,24 Quadratkilometer; die Besiedlung konzentriert sich auf den Talraum und verstreute Höfe. Die Kelchalm ist mehr als ein Ausflugsziel: Sie steht für die historische Nutzung der Höhenlagen und verbindet die Landschaft mit der Arbeitsgeschichte des Ortes. Wege führen aus dem bewohnten Tal in die Almgebiete. So treffen ein kleiner Dorfkern mit kommunalen Einrichtungen und ein großes Gebiet zusammen, dessen Alltag auch von Höfen, Weiden und alpinen Wegen geprägt wird. Die Ortschaft ist nicht bloß Vorort der Nachbarstadt, sondern hat ein eigenes Zentrum und eine eigenständige Geschichte.
Kupfer aus der Kelchalm
Die Gemeindegeschichte verortet frühen Kupferabbau auf der Kelchalm und berichtet von einer Wiederaufnahme des Bergbaus im 18. Jahrhundert. In den 1870er Jahren erreichte der Stollenbetrieb seinen Höhepunkt; das Stollensystem war damals mehrere Kilometer lang. Nach einer Unterbrechung wurde nochmals gearbeitet, ehe 1926 die letzte Schicht fuhr. Deshalb klingt Bergbau im Gemeindewappen neben dem Kirchturm an. Die Geschichte zeigt, wie eine hoch gelegene Gemeinde zeitweise durch Erzgewinnung mit überregionaler Wirtschaft verbunden war. Heute erinnern Ortsgeschichte und Kelchalm an diese frühere Tätigkeit. Die ehemalige Grube macht verständlich, weshalb der Berg nicht nur Landschaft, sondern auch Arbeitsort war.
Arbeit im kleinen Gemeindegebiet
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Aurach 152 Arbeitsstätten und 454 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. Auf den sekundären Sektor entfielen 46,9 Prozent dieser Beschäftigungsverhältnisse. Die Angaben zählen Tätigkeiten im Gemeindegebiet und lassen offen, wo die hier wohnenden Menschen arbeiten. Die Kelchalm-Bochumerhütte am Kelchalmweg bietet Gästen eine Einkehr im früheren Bergbaugebiet. Der Wildpark Aurach am Wildparkweg ist ein weiteres konkretes Freizeitangebot. Beide Ziele verbinden Dienstleistungen mit den Wegen in die Höhenlagen. Daneben stehen landwirtschaftlich genutzte Flächen und verstreute Höfe; die Zahlen allein beschreiben diese räumliche Mischung nicht.
Dorfkirche und Wildpark
Die Pfarrkirche zum heiligen Rupert prägt den Ortskern mit ihrem Zwiebelturm. Der Turm entstand im 17. Jahrhundert, während außen Passionsfresken aus dem 15. Jahrhundert erhalten sind. Wer den Ortskern besucht, sieht damit zwei Bauphasen unmittelbar an einem Gebäude. Oberhalb des Tals liegt am Wildparkweg der Wildpark Aurach. Er ist ein eigenständiges Ausflugsziel im Gemeindegebiet und macht die Höhenlagen auch für Besucher zugänglich, die keinen langen Almweg gehen möchten. So bieten Kirche und Wildpark zwei unterschiedliche Zugänge zum Ort: einen historischen Mittelpunkt im Tal und ein Freizeitziel am Hang. Beide Ziele sind auf Wegen im Gemeindegebiet erreichbar.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Aurach bei Kitzbühel – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Aurach bei Kitzbühel, Geschichte
- Statistik Austria, Arbeitsstättenzählung 2024
- Abschnitt Geschichte, Bergbau und Pfarrkirche
- Gemeindeseite Kelchalm-Bochumerhütte, Adresse
- Wildpark Aurach, Adresse Wildparkweg 6
Stand der Angaben: 15.10.2026
